3 Tage in Singapur (Teil 1)

Ein paar Fakten

Singapur ist eine hochmoderne Stadt in Südostasien, die gleichzeitig auch ein Land ist. Es leben ca. 5.6 Mio. Menschen in Singapur und gesprochen wird Chinesisch, Malaysisch, Tamil und Englisch. Die Mehrzahl der Bewohner sind Chinesen.

Das Klima ist ganzjährig gleich, mit Höchsttemperaturen um die 30°C und durchschnittlich 27°C. Da Singapur in den Tropen liegt, regnet es häufig, nach unserer Erfahrung sind es immer kurze, aber heftige Schauer. Besonders viel regnet es laut unserer Recherche im November, Dezember und Januar.

Gezahlt wird mit dem Singapur Dollar und gefahren auf der linken Seite. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt 6 Stunden im Sommer und 7 Stunden im Winter. Die Sonne geht das ganze Jahr über immer gegen 7 Uhr auf und gegen 19 Uhr unter.

Anreise und Übernachtung

Für unseren Trip nach Singapur haben wir das lange Osterwochenende voll ausgenutzt. Wir sind am 29.3. gleich nach der Arbeit nach Perth gedüst und abends um 8 ging der Flieger. Von Perth aus fliegt man ca. 5 ½ Stunden, eignet sich also ganz gut für ein verlängertes Wochenende. Außerdem hat man von hier aus ja auch nicht so viel anderes an Auswahl, bis auf Bali ist alles zu weit weg um nur einen Kurzurlaub zu machen und Flüge innerhalb Australiens sind sogar noch teurer als gleich in ein anderes Land zu fliegen… Manchmal gibt es Flüge von Perth nach Singapur schon für $ 130 ( € 80) oder sogar noch weniger, über Ostern und in den Ferien muss man aber natürlich mit mehr rechnen.

Wir sind also irgendwann nachts um 1 angekommen, gut für uns das es zwischen Perth und Singapur keine Zeitverschiebung gibt. Wir sind ganz unkompliziert nur mit Handgepäck geflogen und kamen somit auch schnell aus dem Flughafen raus. Weil es nicht so teuer und am unkompliziertesten war, haben wir direkt ein Taxi zum Hotel genommen. Die Taxipreise sind echt OK und man kommt viel schneller vom Flughafen in die Stadt, zumindest um diese Uhrzeit.

Marina-Bay-Nachts (1)

Und dann kamen wir an. An DEM Hotel. Wir haben es schon so oft im Internet gesehen und immer gedacht „Da müssen wir auch irgendwann mal hin“. Zum Zeitpunkt der Reise hatten wir viel Geld angespart und dann nicht lange überlegt und einfach gebucht: Das Marina Bay Sands Hotel. Unser Zimmer, oder eher gesagt Suite, im 46. Stock. Heftig. Einfach nur WOW! Wir waren noch nie in so einem luxuriösen Hotel. Das ist für uns eine einmalige Erfahrung, ich glaube nicht das wir das nochmal machen werden. Wir sind ja normalerweise eher sparsamere Reisende. Der Check-In war schnell erledigt und wir machten uns auf den Weg vom 1. Hochhaus zum 3., wo unser Zimmer lag. Allein dieser Weg war schon ziemlich weit. Trotz der späten Stunde, es war schon gegen 2 Uhr, trafen wir auf einige Nachtschwärmer und wie es immer so ist, die meisten davon Deutsche. 😀 Die Mehrheit der Leuten, die uns entgegen kamen sahen eher aus wie normale Backpacker und Urlauber, also keine Superreichen, das gab uns dann ein besseres Gefühl, weil wir uns irgendwie etwas Fehl am Platz fühlten…

Unser Zimmer war der Hammer. Riesig groß und ultramodern. Wir hatten eine irre geniale Aussicht auf die Stadt, mit Ledersesseln vor dem Fenster. Das Bett war so groß das wir uns darin verlaufen konnten und im Bad gab es neben der Toilettenschüssel ein Telefon. Also falls mal das Klopapier ausgeht oder der Partner zu lange braucht, kein Problem, ein Anruf genügt. 😀 Es gab elektrische Rolläden, ein Knopfdruck und es wird entweder dunkel oder hell und das ganz ohne aus dem Bett aufstehen zu müssen. Statt Türschildern mit „Bitte nicht stören“ gibt es einen Knopf auf den man drückt und dann leuchtet vor dem Zimmer draußen das dementsprechende Signal auf.

Das Marina Bay Sands besteht aus 3 Hochhäusern, ist 57 Stockwerke hoch und einer riesigen Dachterrasse, wo man Restaurants, Bars, eine Aussichtsplattform und natürlich den berühmten Infinity Pool mit Blick auf die Skyline findet. Die Form der Dachterrasse erinnert an ein Schiff. Um in den Infinity Pool zu dürfen, muss man Gast im Hotel sein, man benötigt eine Zimmerkarte, ansonsten kommt man nicht durch die Schranke. Zu der Aussichtsplattform kann man allerdings immer – wenn auch gegen eine Gebühr.

Der 1. Tag – Aussichtsplattform und Tempel

Wir starteten den 1. Tag mit einem ausgiebigen Frühstück, das in unserem Übernachtungspreis enthalten war. Wir konnten uns aussuchen in welchem der 3 Frühstücksrestaurants wir essen wollten und entschieden uns für das auf der Dachterrasse am Pool im 57. Stock. Wir hatten nicht damit gerechnet das man Schlange stehen muss, aber tatsächlich sollte man entweder schon sehr früh kommen oder mit Wartezeiten rechnen. Das Buffet hatte alles zu bieten was man so braucht und mehr. Frisches Obst und Köche, die einem auf Wunsch etwas zubereiten. Kuchen, Gebäck, Brot, Aufstriche und und und… Hier habe ich dann auch mal den Singapurianischen Brotaufstrich Kaya probiert – eine grüne Paste aus Kokosmilch die sehr süß schmeckt.

Inifinity-Pool

Nach dem Frühstück ging es auf die Aussichtsplattform, die wir als Hotelgäste umsonst besuchen durften (S$ 23 für Nicht-Gäste). Von hier aus hat man eine perfekte Sicht auf die Hochhäuser der Stadt auf der einen und den Gardens by the Bay mit seinen Super Trees auf der anderen Seite. Alles sieht so winzig aus von da oben. Tagsüber ist die Aussicht schon phänomenal, aber nachts, wenn alle Lichter an sind, echt unschlagbar. Der Himmel in Singapur ist wie in vielen asiatischen Ländern meistens bedeckt und man sieht selten mal blauen Himmel und Sonne. Trotzdem ist es sehr warm, bzw. schwül, man schwitzt schon nach ein paar Metern laufen. Es fühlt sich an als wäre man permanent in einem Gewächshaus.

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Als nächstes sind wir dann etwas durch das Untergeschoss des Hotels geschlendert, welches unter anderem ein Casino und ein Shoppingcenter bietet. Da es hier hauptsächlich Luxusgeschäfte gibt, haben wir uns hier aber nicht allzulange aufgehalten. Sehenswert ist allerdings der künstliche „Fluss“, der im Untergeschoss des Shoppingcenters ist und auf dem man sich mit Gondeln von einer Seite zur anderen fahren lassen kann. Das haben wir auch noch nie gesehen.

bty

Der Thian Hock Keng Tempel, Sri Mariamman Tempel und der Buddha Zahn-Relikt-Tempel befinden sich alle in China Town. Sogar eine Moschee steht in unmittelbarer Nachbarschaft – Multikulti pur und alles ist friedlich, so wie es sein sollte. Neben den ganzen religiösen Gebäuden gibt es auch eine Fußgängerzone, in der es ein paar Händler gibt die Souvenirs und Krims Krams verkaufen und natürlich eine Fußgängerzone nur zum futtern. Ich habe mir da ein hübsches Knöchelband und eine Einkaufsbüddel gekauft, die beiden Sachen halten heute, 1,5 Jahre später immer noch 😉 Als wir da waren, war nicht viel los in Chinatown, das hat uns etwas gewundert.

China-Town (2)

Thian Hock Keng Tempel

Unser nächstes Ziel war der Thian Hock Keng Tempel. Dieser Tempel wurde 1839 gebaut und ist einer der ältesten Chinesischen Tempel in Singapur. Er wurde ohne Nägel gebaut, das muss man erst mal hinkriegen.

Wie man auf den Bildern sieht waren wir nicht die einzigen die sich den Tempel angucken wollten. Er ist reich verziert mit verschiedenen Symbolen. Tempel sehen einfach immer total prachtvoll aus. Es gibt auch einen Wunschbrunnen. Die Gelegenheit habe ich natürlich genutzt und mir auch etwas gewünscht. Mal sehen ob es in Erfüllung geht. 😉

Thian-Hock-Keng-Tempel (3)

Früher, als der Tempel gebaut wurde, stand er noch nahe am Ufer des Singapur Flusses und hat daher eine kleine Stufe. Diese sollte vor Flutwasser schützen und ist heute nicht mehr notwendig, da durch die Entwicklung der Stadt auch der Fluss umgeleitet wurde.

Thian-Hock-Keng-Tempel (1)

Leider haben wir mit unserer kleinen Digicam keine so guten Fotos hinbekommen…

Geöffnet ist der Thian Hock Keng Tempel von 7.30 bis 17.30 Uhr und kostet keinen Eintritt.

Sri Mariamman Tempel

Weiter ging es zum farbenfrohen Hindu Tempel Sri Mariamman. Indische Tempel gefallen mir besonders gut, da sie immer schön bunt sind. Auch die Vielzahl der Götterfiguren sehen sehr interessant aus.

Der Sri Mariamman Tempel ist der älteste Hindu Tempel in Singapur und der Muttergöttin gewidmet (Sri Mariamman bedeutet Muttergöttin). Gebaut wurde er in seiner heutigen Form 1843, von indischen Sträflingen. Die Hindus glauben, das die Muttergöttin Krankheiten heilen kann, daher gibt es hier passend dazu auch kostenlose medizinische Versorgung.

Jedes Jahr im Oktober oder November findet hier die Feuerlauf Zeremonie statt, bei der Gläubige über heiße Kohlen laufen, um ihren Glauben und Hingebung zu testen.

Kurze Kleidung ist für Frauen nicht erlaubt, man kann sich dort aber eine Art Umhang ausleihen.

Buddha Zahn-Relikt-Tempel

Dieser Tempel sieht mit seinen Pagodendächern genauso aus, wie man sich chinesische Gebäude vorstellt. Erst 2007 wurde er fertiggestellt, ist also noch ein relativ junger Tempel. Angeblich wird hier das Relikt von Buddhas linkem Eckzahn aufbewahrt. Insgesamt erstreckt sich der Tempel über 4 Etagen und man kann wahrscheinlich mehrere Stunden hier verbringen wenn man wirklich alles angucken möchte.

Wir haben uns nur die untere Ebene angeschaut, wozu auch die 100-Drachen-Halle zählt. Hier findet man 100 kleine Buddha-Statuen, die entlang der Wände in Regalen aufgereiht sind. Außerdem sind hier auch die Götter der chinesischen Tierkreiszeichen und viele andere kleine Statuen zu bestaunen.

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Geöffnet ist der Tempel täglich von 7 bis 19 Uhr, kurze Kleidung ist für Frauen nicht erlaubt, man kann sich aber dort etwas ausleihen. Der Eintritt ist kostenlos.

100-Drachen-Halle (8)100-Drachen-Halle (9)

Marina Bay im Dunkeln

Nachdem wir unsere Tempeltour beendet haben, hat es doch tatsächlich mal kurz geschüttet wie aus Eimern. Der Schauer hat so um die 20 Minuten gedauert, danach war alles wieder trocken. Wir machten uns langsam auf den Weg zurück zum Hotel, wir wollten vor dem Abendessen noch duschen, das muss einfach sein nachdem man bei den schwülen Temperaturen den ganzen Tag draußen herumgerannt ist.

Gegessen haben wir in einem Superhelden Restaurant, welches sich auch im Marina Bay Sands Hotel befindet. Wir sind eigentlich keine wirklichen Superhelden oder Comic Fans, aber wir fanden die Aufmachung des Restaurants so toll 😉

Danach sind wir nochmal ein bisschen in der Bucht herumgeschlendert und haben die Atmosphäre genossen. Die ganzen Lichter sind echt toll anzusehen. Jeden Abend findet eine 15 minütige Lasershow im Wasser vor dem Marina Bay Hotel statt, die es sich auch anzugucken lohnt. Die Shows starten jeweils um 20 und 21 Uhr und am Wochenende zusätzlich um 22 Uhr.

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So, ich mache hier jetzt mal Schluss. Die weiteren Tage schreibe ich in einen extra Bericht, das wird ja sonst alles zu lang hier 😉

Denny und Sarah

 

Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir sind beide Ende 20 und haben von 2015 bis Ende 2016 Australien auf dem Work and Holiday Visum bereist. Wir sind in Perth gestartet und einmal um das Land herum gefahren, bzw. auch durch die Mitte. Wir haben regelmäßig über unseren Trip berichtet und auch über andere Länder in denen wir herumgereist sind. Nun sind wir seit Ende Dezember 2016 auf dem 457 Visum in der Nähe von Perth gelandet und wieder im Alltag angekommen. Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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