Roadtrip von Perth nach Coral Bay

Wie die Zeit rennt…. Es ist schon ewig her, das wir einen kurzen Urlaub in Coral Bay verbracht haben. Wir haben zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester frei bekommen und hatten so eine Woche zur freien Verfügung. Da wir schon sehr lange keinen Roadtrip mehr gemacht haben und Australien so viele schöne Ecken hat, haben wir beschlossen dass es mal wieder Zeit wird.

Highway im Outback

Autoprobleme – mal wieder

Es ist ja nicht das erste Mal, das wir Probleme mit unserem Auto haben. Und auch nun, kurz vor Weihnachten, hat unser Triton elektrische Probleme gehabt, die Hauptsicherung ist ständig durchgeknallt. Wir konnten es zwar rechtzeitig reparieren lassen, aber wir haben genug davon Geld in ältere Autos zu stecken und entschlossen uns kurzerhand, ein neues Auto zu kaufen. Und mit Neu, meine ich NEU. Wir haben uns für einen Nissan Navara BJ 2016 entschieden, mit Sonnensegel, Solarzelle und 2. Batterie – wir sind also gut gerüstet für jeden Roadtrip. Denny hat sich sogar spezielle Nummernschilder anfertigen lassen. 😉

Schwarzer Nissan Navara

El Comandante – unser neuer Schlitten

Langer Weg nach Coral Bay

Samstag, am 22.12. konnte es dann endlich losgehen. Wir kamen natürlich nicht pünktlich um 10 los, aber naja, wir haben ja schließlich Urlaub 😀 1059 km lagen vor uns und wir wollten am 24. in Coral Bay ankommen, also kein Zeit für große Pausen und Sehenswürdigkeiten auf dem Hinweg. Wir sind die ganze Zeit über auf dem Highway 1 (der übrigens die zweitlängste nationale Straßenverbindung weltweit ist und einmal komplett um Australien herumführt – man könnte also einmal den ganzen Kontinent umruden ohne den Highway verlassen zu müssen) geblieben und haben dann irgendwo zwischen den Billabong und Overlander Roadhouses gecampt. Am Billabong Roadhouse gibt es einen kostenlosen Campingplatz und morgens kann man dort gut Frühstück essen. Wir sind allerdings noch ein Stück weiter gefahren und haben dann auf einem Rastplatz gecampt. Dort konnten wir schöne Drohnenaufnahmen vom Outback machen.

 

Schnorcheln, Schwimmen und Verbrennen…

…. das kann man gut in Coral Bay. 😉 Man kann direkt vom Strand aus schnorcheln gehen, das Wasser hat eine angenehme Temperatur und draußen waren es so um die 38 Grad. Heiligabend und den 1. Weihnachtstag haben wir am Strand verbracht, sind geschnorchelt und haben uns ordentlich den Pelz verbrannt. Es ist sogar ein Weihnachtsmann über den Campingplatz gefahren und hat Süßigkeiten verteilt. Das ist typisch Australisch, da wird zum Beispiel ein Traktor ein bisschen geschmückt und dann fährt der Weihnachtsmann mit seinen Helfern durch den Ort und schmeißt Süßigkeiten durch die Gegend. 😀 Nachdem die letzten 2 Weihnachten ja nicht so waren wie wir uns das immer so vorgestellt haben, war es dieses Mal ein voller Erfolg. Abends haben wir frische Garnelen gekocht, die man im kleinen (und einzigen) Supermarkt im Ort kaufen kann – sehr zu empfehlen.

Coral Bay Eingangsschild

Coral Bay Eingangsschild

Es gibt nicht viel in Coral Bay, aber das nötigste ist da. Ein Supermarkt, eine Bäckerei, natürlich einen Laden wo man Alkohol kaufen kann, Tourenanbieter und ein paar Unterkunftsmöglichkeiten von Campingplatz bis Hotel. Wir haben uns ein kleines Häuschen im Bayview Coralbay Resort (Garden Villa) gemietet, da wir bei den Temperaturen nicht so scharf darauf waren zu zelten. Im Nachhinein war das auch eine sehr gute Entscheidung, wie hätten wir bloß ohne Klimaanlage überlebt? Trotz der Ferienzeit und Feiertage hatten wir nicht das Gefühl, das der Ort überlaufen war. Es waren viele Leute da, na klar, aber nicht so das man sich eingeengt fühlte oder Angst haben musste keinen guten Platz am Strand zu kriegen. Übrigens haben wir hier zum ersten Mal, abgesehen vom Uluru, ein Drohnenverbotsschild gesehen. Daher gibt es leider keine Luftaufnahmen von uns.

Wenn man am Hauptstrand von Coral Bay rechts (wenn man aufs Wasser guckt) am Strand weiter geht, kommt man nach wenigen Kilometern an eine Bucht in der Riffhaie mit ihrem Nachwuchs leben (Oktober bis März). Wenn das Wasser klar ist kann man vom Ufer aus die Haie beobachten. Als wir da waren, war das Wasser ziemlich aufgewühlt und es waren auch einige Leute da, alles was wir sehen konnten waren ein paar Schatten im Wasser. Man kann auch ins Wasser gehen, Riffhaie sind für den Menschen eigentlich nicht gefährlich und greifen normalerweise nicht an wenn man sie in Ruhe lässt. Dennoch weist ein Schild darauf hin, nicht weiter als bis zur Wade ins Wasser zu gehen oder am besten am Ufer zu bleiben, um die Haie nicht zu stören und zu verscheuchen.

Blaupunktrochen am Strand

Blaupunktrochen am Strand

Blaupunktrochen am Strand

Quadtour in Coral Bay

Am 2. Weihnachtstag fanden wir, dass es Zeit für etwas Action ist. Es gibt verschiedene Aktivitäten die in Coral Bay angeboten werden, wir haben uns für die Quadtour entschieden. Wir 3 (wir hatten einen Kumpel mit) waren die einzigen (wie gesagt, obwohl Ferienzeit ist, ist es trotzdem entspannt) und hatten somit quasi eine Privattour. Es ging zuerst eine Allradstrecke, die man auch mit seinem eigenen Auto benutzen kann, entlang bis zu einer Klippe, von wo aus wir Schildkröten beobachten konnten. Am liebsten währen wir direkt mit ins Wasser gesprungen.

Dann ging es weiter zum „Five Finger Reef“, wo wir dann ausreichend Zeit hatten zu schnorcheln. Hier fängt das Riff schon nach wenigen Metern an und es gibt sehr viele unterschiedliche Fische zu sehen. Da man hier auch mit seinem eigenen Auto hinfahren kann (Allradantrieb vorausgesetzt), würden wir diesen Ort zum schnorcheln wärmstens empfehlen. Man kann zwar auch vom Hauptstrand schnorcheln gehen, aber um bis zum Riff zu kommen muss man schon etwas weiter rausschwimmen.

Zurück ging es über Sanddünen und begleitet von schönen Ausblicken. Wir haben sogar ein paar Kängurus gesehen, die uns fast vor´s Quad gehüpft sind! Das war ein toller Ausflug und vor allem wenn man kein eigenes Auto mit Allradantrieb hat ist die Tour empfehlenswert.

Schnorcheln mit Mantarochen im Ningaloo Reef

Am nächsten Tag, Dennys Geburtstag, haben wir entschieden die Mantarochentour zu machen. Diese Tour war im Gegensatz zur gestrigen Quadtour voll ausgebucht, für unseren Geschmack waren es schon fast zu viele Leute, aber wenn man ein sicherer Schwimmer und Schnorchler ist kann man sich etwas von der Gruppe entfernen sodass man nicht ständig die Flossen der anderen ins Gesicht geschlagen kriegt. Wir wurden morgens vor dem Eingang unseres Campingplatzes abgeholt und zum Anlegesteg gebracht, wo schon das Ausflugsboot auf uns gewartet hat.

Es gab eine kurze Einweisung und dann wurden die Neoprenanzüge und Schnochelzubehör verteilt. Man kann auch seine eigene Ausrüstung benutzen, aber unsere Schnorchelbrillen sind schon sehr alt und nicht mehr besonders gut. Nach einer kurzen Fahrt wurden wir angewiesen uns fertig zu machen, denn wir würden nun alle zusammen schon mal schnorcheln gehen.

Bei diesem Schnochelplatz handelt es sich um eine Besonderheit, denn hier kann man neben vielen verschiedenen Fischen auch oft Schildkröten und Riffhaie sehen. 2 Guides gingen mit uns ins Wasser, wiesen den Weg und zeigten uns wenn sie etwas interessantes gesehen haben. Die Sichtverhältnisse waren sehr gut und das Wasser war ruhig. Leider hat unsere Unterwasserkamera nicht wirklich gute Fotos gemacht, sonst hätten wir euch gerne die Vielfalt der Fische gezeigt. Wir haben übrigens tatsächlich Schildkröten und Riffhaie gesehen. 🙂

Nach diesem Schnorchelgang ging es dann zu den Mantarochen. Die Ausflugsboote benutzen Flugzeuge um die Mantas zu finden und geben dann die Richtung durch. Da die Mantas einen Umfang von bis zu 7 Metern erreichen können, ist dies eine gute Möglichkeit um sie schnell zu sichten. Außer uns war noch 1 anderes Boot vor Ort und wir mussten uns abwechseln weil es sonst einfach zu viele Leute gewesen wären.

Mantarochen

Unser Boot wurde in 2 Gruppen aufgeteilt und dann musste alles ganz schnell gehen. Die erste Gruppe sollte sich an den Bootsrand setzen und bei „Los“ sofort ins Wasser gleiten, nicht springen oder fallen lassen sondern so sanft wie möglich. Ein Guide ist mit im Wasser um die Gruppe zu leiten. Man wird in der Nähe das Mantarochens ins Wasser gelassen und muss dann etwas schwimmen, um genau über ihm zu sein. Dann schwimmt die ganze Gruppe für ein paar Minuten hinter dem Tier her, es gibt genug Zeit um Fotos und Videos zu machen. Damit der Fisch sich nicht gestört fühlt, gibt es spezielle Regeln für den Abstand. So soll man nicht direkt über dem Rochen schwimmen und nicht zu ihm hinuntertauchen. Es ist schon ein imposantes Erlebnis so nah an einem so großen Fisch zu sein, unserer hatte einen Umfang von 5 Metern. Man kann sich die Dimensionen gar nicht so richtig vorstellen, bis man dann selbst mit ihm im Wasser ist. Wie er da so im Wasser geschwommen ist, immer hin und her, erst geradeaus, dann in einer großen Schleife wieder zurück, die Flossen wie Flügel geschwungen, hat es mich sehr an die Szene aus „Findet Nemo“ erinnert – der Mantarochen Lehrer. 😉


Wir wurden 3 oder 4 mal ins Wasser gelassen, um mit dem Manta zu schwimmen. Insgesamt ging die Tour ca. 6 Stunden, wir waren am frühen Nachmittag wieder an unserer Hütte. Es gibt auch längere Touren, wo man dann noch einmal mehr schnorcheln kann. Auch diese Tour können wir wärmstens empfehlen, vor allem wenn man nicht gerade zur Walhai-Saison in Coral Bay ist.

Kalbarri Nationalpark und Pink Lake

Den letzten Tag haben wir wieder entspannt angehen lassen und nochmal den Strand genossen.

Dann mussten wir leider unsere Hütte räumen und mit einem weinenden Auge haben wir Coral Bay verlassen. Wir wären gerne noch etwas länger geblieben, aber Silvester stand ja nun vor der Tür und das wollten wir in Perth verbringen.

Tropic of Capricorn

Wir haben erst überlegt auf dem Rückweg noch in der Shark Bay anzuhalten, uns aber dann doch dagegen entschieden. Dafür haben wir einen Abstecher zum „Horrocks Beach“ gemacht. Ich hatte während unseres Trips im Radio gehört, das Australiens schönste Strände gekürt worden waren und der schönste Strand auf dem „Festland“ besagter Horrocks Beach ist. Der kleine Ort Horrocks liegt nördlich von Geraldton und da wir aus dieser Richtung kamen, dachten wir, wir überzeugen uns selbst. Der Weg dorthin war relativ weit vom Highway und wir hatten hohe Erwartungen – lange Rede, kurzer Sinn: Der Strand konnte uns ganz und gar nicht überzeugen. Was daran nun so toll sein soll konnten wir überhaupt nicht verstehen. Der Ort ist winzig klein, es gibt nur einen Tante Emma Laden und der Strand an sich ist nicht wirklich breit. Noch dazu war es sehr windig. Da sind alle anderen Strände die wir in der Nähe von Perth haben ja 100 mal schöner… Also das war mal ein Reinfall…

Am nächsten Tag haben wir den Kalbarri Nationalpark angesteuert und die Aussichtspunkte besucht. Natürlich durfte auch das „Natures Window“ nicht fehlen. Wir waren ja schon einmal vor 2 Jahren dort, aber wenn man schonmal auf der Ecke ist dann kann man das ja auch gleich mitnehmen. 😉 Dieses Mal hatten wir Glück, es waren nicht so viele Fliegen unterwegs wie das letzte Mal, da kann ich mich noch gut dran erinnern wie schrecklich das war.


Wir haben kurz in Kalbarri direkt angehalten um etwas zum Mittag zu essen, wir hatten Glück, die Küche war eigentlich schon zu, aber wir durften noch schnell etwas kleines bestellen. In Kalbarri selbst gibt es nicht so viel zu sehen, man kann an den Strand gehen und es gibt einen Aussichtspunkt, von dem aus man einen guten Überblick bekommt.


Außerdem haben wir uns den Pinken See in der „Hutt Lagoon“ angeschaut. Er liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen Kalbarri und Geraldton und wir sind da sowieso dran vorbei gefahren. Auch hier waren wir 2015 schon, aber dieses Mal hatten wir Glück und der See war tatsächlich richtig Pink. Bei der Hutt Lagoon handelt es sich um einen Salzsee, die pinke Farbe wird von bestimmten Algen gebildet. Je nach Tageszeit und Wetter ist der See mehr oder weniger Pink. Wir sind an einer Stelle einfach von der Straße abgebogen und einem kleinen Weg gefolgt, der uns direkt an den See gebracht hat. Auf der einen Seite war der See Pink und auf der anderen war das Wasser getrocknet und nur das Salz ist zurück geblieben. Es sieht ein bisschen aus wie eine Mondlandschaft, ziemlich cool. Hier wäre ein Drohnenfoto wahrscheinlich richtig beeindruckend gewesen, aber leider war es so windig das sogar ich fast weggeweht wäre…

Silvester in Perth

Den Rest des Weges haben wir dann in einem Rutsch zurückgelegt, damit wir noch einen Tag haben uns auszuruhen bevor es wieder nach Perth geht um ins Neue Jahr zu feiern.

Letztes Jahr haben wir im Kings Park verbracht, dort ist es sehr entspannt, viele Leute bringen Brett- oder andere Spiele mit und um Mitternacht hat man eine gute Sicht auf das Feuerwerk. Dieses Jahr haben wir uns entschieden ins Crown Kasino zu gehen, da von dort aus das Feuerwerk sehr gut zu sehen ist und wir schon immer mal hinwollten. Wir sind relativ spät angekommen, es war schon 20 Uhr oder so. Es war gerammelt voll, mit so vielen Leuten hätten wir gar nicht gerechnet. Die Zeit bis zum Feuerwerk verging sehr schnell, nicht zuletzt wegen unserem neuen Lieblingsspiel, Roulette… 😉

 

 

 

 

Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir sind beide Ende 20 und haben von 2015 bis Ende 2016 Australien auf dem Work and Holiday Visum bereist. Wir sind in Perth gestartet und einmal um das Land herum gefahren, bzw. auch durch die Mitte. Wir haben regelmäßig über unseren Trip berichtet und auch über andere Länder in denen wir herumgereist sind. Nun sind wir seit Ende Dezember 2016 auf dem 457 Visum in der Nähe von Perth gelandet und wieder im Alltag angekommen. Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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