Verloren in Australien – 7 Tage gestrandet im Outback

Vor ein paar Wochen ging ein Bericht über ein mysteriöses SOS-Zeichen, welches aus Steinen im Outback der entlegenen Kimberley Region im Nordwesten Australiens
gelegt und von einem Flugzeug entdeckt wurde, durch die Nachrichten. Diejenigen die es gelegt haben wurden gesucht, denn es wurde niemand in der Nähe angetroffen. Man war sich nicht sicher ob das vielleicht nur ein Scherz sein sollte.
Nun wurde der Fall aufgeklärt und die Geschichte ist echt Filmreif:

2 Männer, eine Yacht und ein Krokodil

2 Männer sind im Jahr 2013 mit einer Yacht in der Kimberley Region gesegelt und haben ein aufblasbares kleines Boot benutzt, um ans Ufer der Swift Bay zu paddeln. Dort wollten sie nach einer Frischwasserquelle und nach Felszeichnungen der Aborigines suchen. Sie banden das Schlauchboot an einem Felsen fest und sahen ein 3,5 Meter Krokodil auf sie zusteuern. Daraufhin verließen sie das Schlauchboot und kletterten auf den Felsen. Gerade noch rechtzeitig, sodass das Krokodil nur das Schlauchboot erwischte und ein großes Stück davon abbiss. Das Schlauchboot verlor Luft und fiel in sich zusammen, die Männer waren gestrandet und das Krokodil blieb in der Nähe. Sie schafften es die Felsen weiter hochzuklettern und verbrachten dort die Nacht.

Australien Karte

Hilferuf mitten im Outback Australiens

Am nächsten Tag war das Krokodil noch da, zwischen den Männern und der Yacht, welche ca. 600 Meter entfernt in der Mitte der Bucht geankert war. Sie begannen
einen Unterschlupf in den Felsen zu bauen und sich auf die Schwerpunkte Wasser, Unterschlupf, Essen und Hilfe holen festzulegen. Am Ende saßen sie 7 Tage dort fest. Nach ein paar Tagen bemerkten die Männer ein weiteres, kleineres Krokodil. Beide Reptilien schienen eine Linie zwischen den Männern und der Yacht zu bilden.

Aus den Rudern formten sie ein Kreuz und aus weißen Quartzsteinen ein großes SOS. Das Schlauboot banden sie über der Wasserstandsmarkierung an, dies sollte die Aufmerksamkeit eventueller anderer Segler auf sich ziehen – und das war es auch, was sie gerettet hat.

SOS Zeichen in der Kimberley Region im Outback Australiens

Rettung nach 7 Tagen

Am 7. Tag kam eine Motoryacht in die Bucht. Die Gestrandeten schafften es auf sich aufmerksam zu machen und wurden mit leichter Unterkühlung und Gewichtsverlust
gerettet.

Diese Geschichte ist doch echt krass und macht einem nochmal bewusst, wie gefährlich es sein kann in entlegene Gebiete Australiens zu reisen – vor allem ohne
Sattelitentelefon oder irgendjemandem Bescheid zu sagen. Die Tatsache, dass das SOS-Zeichen erst jetzt, 4 Jahre später, aus der Luft entdeckt wurde, zeigt einmal
mehr, wie groß und unbesiedelt Australien tatsächlich ist.

*Den Originaltext findet ihr auf der Facebookseite von der Westaustralischen Polizei

 

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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Eine Antwort zu Verloren in Australien – 7 Tage gestrandet im Outback

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