Sandboarden in Lancelin und Silvester in Perth

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber wir wünschen trotzdem nochmal allen (vor allem den Lesern, die nicht bei Facebook sind) ein Frohes Neues Jahr! 😉 Wir hoffen ihr seit alle gut rein gerutscht. Bei uns war es ganz entspannt und besser als erwartet, dazu später aber mehr.

Sandboarden in Lancelin an Weihnachten

An Weihnachten hatten wir zum Glück frei, sodass wir die Qual der Wahl hatten, was wir denn machen wollen. Ursprünglich war geplant, entweder nach Rottnest Island oder Penguin Island überzusetzen. Da diese Idee aber bestimmt auch viele andere Menschen haben, da ja so ziemlich jeder frei hat und dazu auch noch Ferien sind, haben wir das erst mal verschoben. Die Hauptsache, die eigentlich unbedingt sein musste, war ein BBQ am Strand. Wir haben uns dann für Lancelin entschieden, dieser kleine Ort ist einer der dichtesten an der Küste von uns aus (trotzdem noch ungefähr 100 km entfernt). Wir haben uns in das YHA Hostel dort für eine Nacht eingebucht – das wird hoffentlich keine Tradition, letztes Jahr waren wir auch schon in einem YHA… 😉

Das Hostel ist ganz nett, übersichtlich und mit entspannten Leuten aller Altersklassen. Am Abend sollte es ein BBQ geben, da haben wir nicht mitgemacht weil wir ja unser eigenes am Strand machen wollten. Als Gast kann man sich im Hostel Sandboards ausleihen, für 10 $ kann man sie unbegrenzt nutzen (zumindest hat uns der Mitarbeiter gesagt, wir bräuchten uns nicht beeilen und es einfach irgendwann zurück bringen). Sandboards sehen ein bisschen aus wie Snowboards, nur um mal eine Vorstellung zu haben.

Die Sanddünen in Lancelin zählen mit zu DEN Highlights rund um Perth, denn sie sind in ungefähr einer Stunde von Perth aus schnell zu erreichen. Letztes Jahr haben wir das, warum auch immer, ausgelassen, deswegen war das für uns auch was neues. Die Dünen sind riesig, strahlend weiß und man kann entweder dort mit dem Sandboard herunterrutschen oder auch mit dem Auto, Quad oder Motorrad offroad fahren. Das beste: Es ist komplett gratis. Das einzige was man halt bezahlen muss, sind die Sandboards und man könnte sich auch ein Buggy zum rumfahren ausleihen.

Ein Tipp von unserem Hosteltypen war, da zu boarden, wo die anderen auch sind und das Board immer schön mit Wachs einschmieren. Als wir dort ankamen, waren nicht viele Leute da und wir suchten uns unsere eigene Düne. Auf einer Seite fallen die Dünen flach ab und auf der anderen geht es steil runter. Sandboarden ist nicht so leicht wie es aussieht und im Stehen sind wir nicht wirklich weit gekommen. Es lief also darauf hinaus, dass wir statt im Stehen die flache Seite herunterzufahren, uns auf das Board setzten und die steile Seite hinunter rutschten. Das hat echt Spaß gemacht, vor allem wenn man den Dreh erst mal raus hat. Sehr lange und oft kann man das allerdings nicht machen, weil man ja die Düne wieder hoch muss und das ist zu Fuß ganz schön anstrengend. Als wir da waren, hatten wir schönstes Wetter und die Sonne hat geknallt, da kommt man ganz schön ins schwitzen. Das einzige, was ein bisschen nervig ist, ist der Wind, der einem ständig Sand ins Gesicht bläst, vielleicht ist es hilfreich sich ein bisschen mit einem Tuch zu vermummen. Aber Lancelin ist ja nicht umsonst sehr beliebt bei Windsurfern, hier ist es wohl fast immer so windig. Man kann hier übrigens auch Winsurfkurse buchen. Sandboardkurse gibt es scheinbar nicht, vielleicht ist das ja unsere neue Geschäftsidee falls alle Stränge reißen…. 😉

Am Abend wollten wir dann ja unser BBQ machen, der IGA im Ort hatte aber kaum Auswahl und der andere kleine Laden schon geschlossen. Toll. So wurde daraus wieder nichts und wir gingen stattdessen in einem Restaurant mit Blich auf den Sonnenuntergang essen. Auch nicht schlecht. 😉 Auf dem Weg dorthin haben wir sogar den Weihnachtsmann getroffen, welcher Süßigkeiten von einem Traktor geworfen hat.

Silvester im Kings Park

Ab dem 1. Weihnachtsfeiertag waren wir dann wieder zuhause und bis Silvester mussten wir auch nochmal 2 Tage arbeiten. Denny hatte zwischenzeitlich noch Geburtstag, aber da in den letzten Wochen ja alles so unklar war und wir auch keine Lust hatten uns irgendwo mit 1000 Leuten hinzuquetschen, haben wir nichts spektakuläres gemacht. Abends waren wir in unserem Lieblingsrestaurant Hog´s Breath essen, ich hatte einen Tisch bestellt und gehofft das Denny ein Ständchen gesungen kriegt, aber leider wurde er vorher gefragt und hat dankend abegelehnt. 😉

dennys-geburtstagsnachtisch

Bis kurz vor Silvester waren wir uns nicht mal sicher, was wir denn machen wollen, im Internet stand nicht sehr viel. Man findet zwar Silvesterparties überall, aber uns ging es um ein Feuerwerk. In den verschiedenen Facebookgruppen hieß es, es würde keins oder nur ein kleines, unspektakuläres Feuerwerk in Perth geben. Das wäre ja schade. Nach ewiger Recherche fanden wir dann aber einen Hinweis, das man vom Kings Park aus das 21 und 0 Uhr Feuerwerk gut sehen können soll. Es herrscht zwar Alkohol- und Rauchverbot, aber egal, wir brauchen das nicht unbedingt – nur zum Anstoßen haben wir dann doch was mitgenommen. 😉

Für den 31. hatten wir uns ein Hotel gebucht, welches direkt am Kings Park liegt (Sullivans). Wir sind recht früh hingefahren um den Tag noch ein bisschen zu nutzen. Wir waren erst im Outback Jacks etwas essen – ja, auch wir gehen zu dieser Jahreszeit gerne mal gut essen -, wo Denny die 1 kg Challenge gewagt hat. Bei dieser Herausforderung bekommt man 1 kg Fleisch, 500 g Pommes und 500 g Gemüse (also ist es genau genommen eine 2 KG Challenge) und wenn man es schafft, das alles in 30 Minuten zu essen, dann geht dieses Gericht aufs Haus. Obwohl ich ihn angefeuert habe, hat er es leider nicht geschafft, aber zumindest hat er das Fleisch und fast das ganze Gemüse verdrückt. 😀 Neben dieser Challenge gibt es dort hauptsächlich Steaks, es gibt auch viel Auswahl an Australischem Fleisch (Känguru, Emu, Krokodil usw) und sogar eine Auswahl an Buschessen, d.h. Gerichte die mit Zutaten aus dem Australischen Busch zubereitet werden. Neuerdings stehen auch diese fetten, weißen Maden mit auf der Speisekarte, die waren allerdings nicht bestellbar als wir da waren.

Gegen halb 7 gingen wir hoch in den Park, es war ja zum Glück nicht weit, aber wir wussten nicht, wie viele Menschen da sein werden und wollten auch schon das 21 Uhr Feuerwerk sehen. Der schnellste Weg ist über die Jacobs Ladder (Jacobs Leiter), es geht 242 Treppen hoch und dann ist man auch „schon“ fast da. Es gibt viele, die hier ihre tägliche Sporteinheit machen und hoch und runter joggen. Wir sind da ja eher die gemütlichen Typen… 😉 Der Kings Park war nicht überfüllt, einige Familien waren schon da und wir hatten noch genug Auswahl einen guten Sitzplatz zu finden. Es waren keine Stände oder sonst irgendwas aufgebaut, nur der Kiosk hatte die ganze Nacht geöffnet und das Restaurant hatte wohl eine Party für die man Tickets brauchte. Am besten ist es, wenn man sich genug eigene Getränke oder andere Verpflegung mitnimmt, denn der Kiosk ist recht teuer. Einige haben richtige Lager aufgebaut, mit warm gehaltenen Essen, Brettspiele, sogar Zelte und Strandmuscheln wurden aufgebaut. Grills waren verboten und daran hielt sich auch jeder.

Kurz vor 21 Uhr bauten wir unser Stativ auf und warteten. Und warteten… Nach einer viertel Stunde akzeptierten wir, dass das Feuerwerk wohl ausfällt, vielleicht war das doch nur ein Gerücht. Hmm… Naja, es sind ja nur noch 3 Stunden und dann wird jawohl hoffentlich doch noch eins stattfinden.

Ab 22 Uhr wurde es voller und voller und wir setzten uns irgendwann vorsichtshalber schonmal in die erste Reihe. Das war auch gut so, denn nach 23 Uhr standen die Leute so dicht hinter uns, als ob sie auf den Schoß wollen würden. Es war kaum Platz das Stativ aufzubauen, geschweige denn ordentlich auszurichten. Irgendwann fing dann eine Gruppe an, den Countdown zu zählen und ein paar Sekunden nach 0 ging das Feuerwerk los. Es war ein ziemlich schönes Feuerwerk, einige Raketen waren riesengroß und andere in Formen, z.B. als Herz. Es war gut zu sehen von unserem Platz, die Hochhäuser haben nicht gestört. Das Feuerwerk wurde wohl irgendwo beim Casino abgeschossen, also von dort hat man dann wohl eine noch bessere Sicht. Nach ungefähr 10 Minuten war das ganze vorbei und die Leute fingen wie gewohnt an, aus dem Park zu strömen. Auch wir sind nicht mehr lange geblieben und da die meisten Kneipen entweder Einlassstop haben oder Eintritt nehmen (jedenfalls laut Internet), gingen wir ins Hotel. Unser Silvester war also recht ruhig, aber trotzdem schön (besser als wir erwartet haben) und nächstes Mal würden wir es bestimmt genauso machen, nur mit besserer Vorbereitung (Spiele, Getränke, Essen…) An das Alkoholverbot hat sich übrigens wohl kaum einer Gehalten, denn fast jeder hatte entweder Sekt oder Bier an seinem Platz. Es gab aber trotzdem keine Betrunkenen oder unangenehmen Menschen, zumindest sind sie uns dann nicht aufgefallen.

Was es sonst so neues gibt

Wir sind immernoch in der Heufabrik und haben überlegt, ob wir es schon offiziell machen oder lieber noch warten. Aber was soll´s, früher oder später werden wir es ja sowieso verkünden…

Denny ist mittlerweile Staplerfahrer und ich habe seinen Job übernommen, ich ziehe die Strippen aus dem Heu. Ich finden den Job immernoch scheiße, demnächst gibt es aber eine neue Maschine und dann werde ich wahrscheinlich Staplerfahrer. Ob mir das besser gefällt weiß ich nicht, voraussichtlich werde ich mir einen anderen Job suchen, auch wenn das nicht einfach wird weil ja hier im Umkreis nicht wirklich viel ist.

Der Grund warum wir noch hier sind ist folgender: Mit keiner Bewerbung hat es bis jetzt geklappt UND nach 2 Wochen hier, hat der Chef sich nach Feierabend mit uns zusammengesetzt und Denny ein Sponsorship angeboten. Wir konnten es erst gar nicht glauben, wir haben sogar am Anfang noch Witze darüber gemacht, das wir hier nicht mal für ein Sponsorship bleiben würden. Wer konnte denn auch ahnen, das tatsächlich so ein Angebot kommt? Wir haben nicht sofort Ja gesagt und ein paar Tage darüber nachgedacht. Und nun haben wir entschieden, das wir es annehmen, weil das vielleicht eine einmalige und vor allem einzige Chance ist.

Bis jetzt ist allerdings noch nicht viel passiert, die Firma hat sich gerade erst dafür registrieren lassen dass sie überhaupt sponsern darf und Denny wird somit der Erste sein. Wir haben gefragt ob wir auf ein 187 Visum gesponsert werden können statt auf ein 457 (kurz zur Erklärung: mit dem 187 bekommen wir gleich eine permanente Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung und müssen 2 Jahre bei unserem Arbeitgeber bleiben – bzw. Denny – und das 457 ist auf 4 Jahre begrenzt, wobei man sich nach 2 Jahren auf das permanente bewerben kann), wir würden uns also dann einen Zwischenschritt sparen und allgemein wäre es besser. Bis sich da was wirklich konkretes ergibt dauert es vielleicht noch etwas, aber wenn alles klappt, dann bleiben wir also mindestens für die nächsten 2 Jahre hier in unserem Haus im Heufeld. Wir könnten auch umziehen, aber hier bezahlen wir bis jetzt nichts und später nur wenig Miete und können zu Fuß zur Arbeit gehen. Für die, die es interessiert: Wir sind zwischen Bindoon und Moora, bis nach Perth sind es etwas über 100 km. Die nächsten Wochen werden wir uns wahrscheinlich um Übersetzungen und Beglaubigungen kümmern müssen, sowie allen voran um den Sprachtest. Bevor es aber noch nicht 100 % klar ist werden wir es aber ruhig angehen lassen, nicht das am Ende vielleicht doch noch irgendwas kommt und es nicht klappt.

unser-haus

Wird der Blog jetzt auf Eis gelegt?

Wir haben nicht vor den Blog als Internetleiche enden zu lassen und werden weiterhin hier berichten, wahrscheinlich mehr über die Visumvorbereitungen, aber auch über Unternehmungen im Umkreis. Es gibt ja noch so einiges was wir noch nicht gemacht haben, das muss schließlich alles nachgeholt werden. 😉 Außerdem machen wir bestimmt noch die Ein- oder andere Reise, über die wir auch berichten werden.

Ansonsten werde ich mehr an verschiedenen Blogparaden teilnehmen – das sind von anderen Blogs vorgegebene Themen, zu denen ich etwas schreibe, hier veröffentliche und dann auf den Blog verlinke, der andere Blog verlinkt zu uns zurück. Es gibt die unterschiedlichsten Themen und ich werde die Auswahl natürlich auf passende Themen beschränken. Als Beispiel nenne ich die Fotoparaden, bei denen wir schon 2 Mal mitgemacht haben.

Außerdem werde ich die ganzen alten Blogartikel überarbeiten, zwar nicht groß ändern, sondern nur an der Formatierung etwas basteln. Und Ideen für weitere interessante Beiträge werden auch schon gesammelt und aufgeschrieben. 😉

 

Bis nächstes Mal,

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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2 Antworten zu Sandboarden in Lancelin und Silvester in Perth

  1. Kati und Andy schreibt:

    Woohoo! Das sind ja tolle Neuigkeiten für euch! Wer hätte gedacht, dass ihr im Süden was bekommt! Na dann können wir vielleicht bei Gelegenheit mal vorbeikommen. 🙂

    Gefällt 1 Person

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