Mission Australienumrundung – Erfolgreich!

Wir haben es geschafft! Nach über einem Jahr sind wir wieder in Perth angekommen, da, wo wir am 8. März 2015 angekommen sind. Wir haben schätzungsweise über 35’000 km befahren, haben Wüsten, Regenwald und die schönsten Strände gesehen. Wir hatten zwischendurch Pannen und Pech, über die wir mittlerweile aber lachen können. Wir haben die heißesten Nächte in unserem Dachzelt geschlafen und uns gewünscht, dass es kälter ist und vor gar nicht allzulanger Zeit haben wir eiskalte Nächte gehabt, in denen wir uns zurück in den heißen Norden gesehnt haben. Wir haben 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zusammen verbracht und das die letzten 610 Tage – wir haben auch mal Streit, das bleibt wohl nicht aus, aber im gesamten gesehen lief alles super, auch wenn man manchmal den anderen auf den Mond schießen kann, so sind wir doch ein unzertrennliches Team. 😉

Bevor wir aber Ende November in Perth ankamen, hatten wir ja noch ein Stück von Esperance zurückzulegen.

Bergsteigen in den Stirling Ranges

Nach ein paar verfaulenzten Tagen machten wir uns auf den Weg Richtung Perth. Über den Great Ocean Drive, der eines der Highlights um Esperance ist, verließen wir die Stadt. Diese Straße ist wirklich schön, sie führt vorbei an vielen tollen Stränden, darunter auch der Twilight Beach, der schon als schönster Strand Australiens ausgezeichnet wurde. Für Strandliebhaber ist dieses Fleckchen wirklich empfehlenswert, wenn auch nur im späten Frühling/Sommer, ansonsten ist es meistens zu kalt…

 

Wir steuerten die Stirling Ranges an, in der es eine tolle Landschaft mit Bergen geben sollte – uns wurde zwar der Fitzgerald River Nationalpark sehr ans Herz gelegt, aber irgendwie hatten wir schon wieder genug von Stränden, vor allem weil es nicht warm genug zum baden war. Ganz in der Nähe der Stirling Ranges gibt es eine Restarea, von der aus man schon die Berge sehen kann. Ich habe noch mit Denny rumgescherzt, das wir diese Berge morgen besteigen werden. Dass das Ernst gemeint war, hat Denny nicht so für voll genommen… 😉 Auf diesem Rastplatz haben wir am Abend noch hübsche bunte Papageien und eine Schlange gesehen, auf die Denny fast gepinkelt hätte, kein Wunder dass sie das nicht so toll fand.

 

Der nächste Tag war dann einer der anstrengendsten seit langem. Wir hatten uns den Bluff Knoll ausgesucht, der höchste Berg des Nationalparks, 1099 Meter hoch. Im Reiseführer und auf den Hinweisschildern stand zwar, dass es ein anstrengender Weg ist, aber das ist manchmal auch Ansichtssache, wir hatten auch schon Wanderwege, die sich als leicht für uns heraustellten. Die ersten 400 Meter oder so fährt man mit dem Auto, wo dann ein großer Parkplatz ist und der Wanderweg startet. Schon von hier aus sieht der Gipfel weit entfernt aus. Die veranschlagte Wanderzeit betrug 3-4 Stunden, für 3 km. Dieses Mal guckten wir sogar auf die Uhr, es war 9.30 Uhr. So gingen wir frohen Mutes los. Schon nach kurzer Zeit, wir hatten wohl noch nicht mal die Hälfte geschafft, mussten wir eine Pause einlegen. Dieser Weg hatte es echt in sich. Es ging steil bergauf, und die Stufen waren so hoch, dass es nicht gerade ein entspanntes Treppensteigen ist. Nach dieser Pause ging es nur noch langsam voran. Unsere Kondition ist nicht gerade herausragend und so brauchten wir oft Pausen. Immer mehr Leute überholten uns, darunter eine Frau, die ein kleines Baby auf ihrem Rücken mitschleppte und ein alter Opi, den wir im Laufe des Aufstieges immer wieder einholten. Diese beiden waren es wohl am Ende auch, die uns heimlich motivierten… Also wenn die es schaffen, dann können wir das doch schon lange. Die Ausblicke waren schon toll, man kann echt weit gucken.

 

Irgendwann kamen wir dann auch mal oben an. Das letzte Stück ist unbefestigter Weg und sehr steil. Endlich geschafft, jetzt erstmal eine lange Pause und die Aussicht genießen. Aber nein, wirklich genießen kann man es da oben nicht und wir haben es auch nicht lange ausgehalten, denn es wimmelte nur so von fliegenden Insekten, die sich auf einen stürzen und nur schwer abschütteln lassen. Ein paar Fotos haben wir geschossen und dann haben wir uns auch schon wieder dem Abstieg gewidmet. Das ging dann viel einfacher und wir machten nur eine kurze Pause an einem kleinen Bächlein, wo Denny seine Wasserflasche auffüllte. Unten angekommen waren wir froh im Auto zu sein und noch ein Stück zu fahren hatten, bis wir Albany erreichen würden.

 

Wir hatten nicht vor länger in der Stadt zu bleiben, nur einmal kurz gucken und was essen. Glücklicherweise fanden wir sogar eine gratis Dusche dort, die sogar warmes Wasser hat und auch ordentlich sauber ist. Also wer nach einem anstrengenden, verschwitzten Tag eine kostenlose Dusche sucht, der findet in Albany sogar mehrere. In dem Touristenbüro dort fanden wir einen Flyer, der Touren zum Beobachten von Orca Walen anbietet. Das wäre doch nochmal was! Leider waren wir, wie immer wenn es um Wale geht, zu früh dran, denn die Orcas kommen erst im Januar/Februar. Das holen wir aber bestimmt nochmal nach (auch wenn es ganz schön teuer ist, aber so eine Gelegenheit gibt’s nicht so oft), wenn wir dann noch in der Gegen sind, von Perth aus ist es ja nicht soooo weit.

Am Abend hatten wir uns einen kostenlosen Campingplatz ausgesucht und es war schon ziemlich dämmerig als wir ihn ansteuerten. Wir haben schon festgestellt, dass unsere Navigationsapps uns manchmal falsch leiten, aber ausgerechnet an diesem Tag war das schlecht, weil man sich im dunkeln natürlich noch weniger orientieren kann. So navigierte unser Handy uns zu einer Allradpiste, die immer sandiger wurde und zu eng, als das wir hätten umdrehen können. Erst als irgendwann ein Schild kam, dass darauf hinwies man solle jetzt den Reifendruck ablassen, fanden wir eine kleine Einbuchtung in der wir umdrehen konnten… Danke Maps.me! 😀 Wir endeten dann in einer kleinen, versteckten Ecke an einem Fluss, auf der so wenig Platz war, dass es mit 3 Autos schon schön kuschelig war….

Die Feuersichtungstürme bei Pemberton – nichts für schwache Nerven

Weiter ging es über Denmark, ein kleines verschlafenes Örtchen, zu dem Baumwipfelpfad der uns empfohlen wurde. Im „Valley of the giants“ stehen Riesen – Eukalyptus Bäume, sie zählen zu den höchsten Bäumen der Welt, einige sind über 400 Jahre alt und bis zu 40 Meter hoch. Noch eine Besonderheit: Diese Bäume kommen nur hier in dieser kleinen Ecke Australiens vor, sonst nirgendwo auf der Welt! Ihren Ursprung haben sie noch aus der Zeit, in der Australien mit Afrika, Südamerika, Indien und der Antarktis zusammen war. Das ist doch mal was! 😉 Leider hatten wir einen ganz schön alten Flyer aus dem Touristenbüro mitgenommen, auf dem ein Eintrittspreis von 12 $ stand. Angekommen an dem Baumwipfelpfad erkannten wir aber, dass die Preise mittlerweile erhoben wurden und über 20 $ kosteten, das war uns dann doch zu viel und wir entschieden uns nur für den gratis Weg auf dem Boden, wo wir eine geführte gratis Tour mitmachten und einiges über die Bäume erfuhren. Sie sind echt riesig, alleine die Wurzeln sind schon gigantisch. Dieser Wald ist auch Heimat für viele Tiere, sogar Quokkas leben hier. Es heißt ja immer, Quokkas gibt es nur auf Rottnest Island bei Perth, das ist aber nicht ganz richtig. Da diese Tierchen aber Nachtaktiv sind, ist es unwahrscheinlich sie hier zu sehen.

Nachdem wir den Wald verlassen haben, ging es zu den ehemaligen Brandausschaubäumen in der Nähe von Pemberton. Es gibt insgesamt 4 Stück, sie sind alle nicht sehr weit voneinander entfernt. In diese Bäume wurden lange Eisenstangen geschlagen, über die man bis ganz nach oben klettern kann. Dabei ist man weder gesichert, noch gibt es jemanden der aufpasst. Naja, auffangen könnte einen eh keiner…. Wir hatten uns den Dave Evans Bicentrenniall Tree ausgesucht, denn hier gibt es nach 25 Metern eine Plattform auf der man kurz Pause machen kann. Danach geht es weitere 50 Meter nach oben, wo dann auf 75 Metern noch eine Plattform ist. Die Aussicht von dort muss toll sein!

Ihr merkt wahrscheinlich schon anhand der Formulierung, das wir nicht bis ganz noch oben geklettert sind. Wir sind sogar nichtmal bis auf die 25 Meter Plattform gekommen… 😀 Ich sowieso nicht mit meiner Höhenangst und auch Denny, der vorher noch geprahlt hat dass er bis nach oben klettern wird, hat sich nach ungefähr der Hälfte (der 25 Meter) nicht weiter getraut. Wer das macht, der hat wirklich starke Nerven und unseren ganzen Respekt! 😉 Das Klettern kostet übrigens keinen Eintritt, allerdings stehen die Bäume in einem Nationalpark, wofür man dann 10 $ Eintritt zahlen muss. Wenn man alle Bäume an einem Tag besucht, braucht man aber nur einmal Eintritt zahlen. Wir waren nur an diesem einen Baum, weil wir uns auf die anderen ja sowieso auch nicht getraut hätten… 😉

Walbeobachtung in Dunsborough

Nach diesem Baumabenteuer fuhren wir nach Augusta, einem Miniort direkt am Meer, in unserem Reiseführer stand nämlich, dass es dort um diese Jahreszeit Wale zu sehen gibt. Das wäre doch mal was, Wale fehlen uns noch auf unserer Tierliste und wir hatten eigentlich auch schon damit abgeschlossen, weil wir bis jetzt immer zur falschen Zeit an den Walbeobachtungspunkten waren. Auch dieses Mal mussten wir feststellen, dass uns der Reiseführer ein bisschen angelogen hat, denn in Augusta war die Walzeit schon vorbei. Dafür waren sie jetzt aber an der Küste weiter nördlich anzutreffen und so fuhren wir nach Dunsborough, wo wir eine Walbeobachtungstour machen wollten.

Es gibt nur einen Anbieter in der kleinen Stadt, der auch noch von Sea Sheperd anerkannt wird und vom Tourpreis (90 $ p.P) wird 1 $ an die Organisation gespendet. (Übrigens ist dieser Tourenanbieter der gleiche, der auch die Orcatouren macht) Wir buchten noch am gleichen Tag eine Tour und verbrachten 2 Stunden in dem Örtchen, in dem es nicht wirklich was zu tun gibt. Zurzeit waren gerade Horden von Schülern in der Stadt, sogenannte „Leaver“, die gerade ihren Abschluss gemacht haben und hier in der Gegend feiern wollten. Es wurden irgendwo außerhalb Partys veranstaltet und alle wurden mit Bussen dorthin gekarrt. Man könnte jetzt meinen in der Stadt würde Chaos herrschen, aber nein. Außer das viele Unterkünfte ausgebucht waren, war es ziemlich ruhig. Vielleicht lag es auch nur daran, dass Montag war und somit der erste Tag der Belagerung.

Die Waltour an sich war dann ganz cool, wir haben Buckelwale und sogar Blauwale gesehen. Nicht weit entfernt von der Küste, aber doch zu weit um sie vom Strand zu sehen, schwammen sie herum. Wir konnten hören und sehen, wie sie das Wasser in die Luft pusteten. Das war schon besonders. Leider kamen die Wale nicht dicht ans Boot und machten auch sonst keine Tricks, somit konnten wir nur den Rücken sehen, was natürlich nur die „Spitze des Eisberges“ ist, denn diese Tiere sind so riesig wie unser Boot. Es war ein bisschen schade, aber so ist das nunmal mit wilden Tieren, die machen eben nicht das was man gerne möchte. Trotzdem hat sich die Tour gelohnt, für 90 $ ist sie auch gut erschwinglich. Vielleicht machen wir noch mal eine Tour und haben mehr Glück, mal sehen. Auf dem Rückweg sind dann noch ein paar Delfine unter unserem Boot durch geschwommen, das ging aber zu schnell um Fotos zu machen.

Perth, wo alles begann

Den nächsten Tag verbrachten wir kurz in Busselton, eine hübsche kleine Stadt mit dem längsten Holzsteg der Welt. Er ist fast 2 km lang und auf ihm fährt eine kleine Bahn, mit der man bis zum Ende kutschiert werden kann. Um auf dem Steg spazieren zu gehen muss man ein kleines Eintrittsgeld bezahlen. Wir haben´s nicht gemacht, die Aussicht vom Strand war auch schön. Auch von Busselton kann man eine Walbeobachtungstour machen.

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Die Nacht haben wir an einer Restarea verbracht, dies war wohl erstmal die letzte Nacht auf Tour. Am morgen hat uns eine große Spinne (Huntsman) einen ziemlichen Schrecken eingejagt, die saß nämlich in einer Falte des Verdecks von unserem Dachzelt und Denny hätte sie fast geknutscht als er mir das Verdeckt nach oben geben wollte. 😀

Dann fuhren wir nach Perth und ich wurde mit jedem Kilometer den wir dichter kamen wehmütiger. Es ist immer irgendwie komisch wenn man etwas abhakt oder beendet. So wie es vor fast 2 Jahren war, als wir angefangen haben uns vorzubereiten, so ähnlich fühlte es sich jetzt an, denn die Ankunft in Perth bedeutet, das wir einen Job suchen wollten und Rusty einen neuen Besitzer finden sollte. Irgendwie traurig, aber andererseits ist es auch ein unbeschreibliches Gefühl, einen ganzen Kontinent bereist zu haben. Wir haben so viel gesehen und erlebt und ich bin froh, das wir die ganze Zeit diesen Blog geschrieben und alles festgehalten haben. Irgendwie setzt bei mir seit einiger Zeit dieses Gefühl ein, von dem ich immer dachte „Sowas kann ich mir gar nicht vorstellen“: Ich bin nicht so richtig motiviert noch viel neues zu entdecken, ich glaube es ist jetzt ein guter Zeitpunkt für eine Pause. Allerdings habe ich auch eigentlich keine Lust zu arbeiten. Es ist schwer zu beschreiben, irgendwie bin ich gerade ein bisschen lustlos im allgemeinen.

Naja, genug emotional geschrieben. In Perth angekommen haben wir uns für 3 Nächte auf einem Campingplatz unweit der Stadt eingerichtet, es gab nämlich gerade ein „Zahle 2, bleibe 3“ Angebot, das war ja schön praktisch. Wir verbrachten die Tage hauptsächlich damit, nach Jobs zu suchen und Bewerbungen zu schreiben. Einen Tag haben wir noch im Kings Park verbracht, das ist natürlich Perth´s Hauptattraktion und man könnte sich wohl sogar länger als nur einen Tag aufhalten. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt. Außerdem waren wir noch einmal am Strand, am Mettams Pool. Der Strand ist klein und sehr voll gewesen, aber wir wollten eh nur einmal kurz zur Abkühlung hin.

Wie geht’s weiter?

Der Fokus liegt auf der Arbeitssuche, die sich wieder mal als nicht so einfach herausstellt. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf Perth, sondern auf alles was nördlich oder östlich ist. Warum es nicht so einfach ist, hat folgenden Grund: Wir wollen nach Möglichkeit einen richtigen Job für Denny finden, also als Metallarbeiter. Sobald man als Backpacker in einem Beruf arbeiten möchte, der nicht typisch ist, so wie Farmarbeit, als Kellner oder als Helfer auf dem Bau, braucht man Geduld. Viele Firmen stellen keine Backpacker ein und viele Arbeitsplätze setzen die verschiedensten Lizenzen voraus. Von diesen gibt es viele, eigentlich gibt es für fast alles eine Lizenz, die man für viel Geld erst machen muss, z.B. einen Staplerschein, eine High Risk License (wahrscheinlich sind das arbeiten die mit erhöhtem Risiko für Unfälle zu tun haben), Working in Heights (Bescheinigung das man hoch oben arbeiten darf) und vieles mehr. Das ist für Backpacker natürlich nicht ideal, denn wer macht schon solche Lizenzen, ohne zu wissen dass man dann auch einen Job bekommt? In Australien wird viel mit Aluminium und Blech gearbeitet und für vieles muss man das WIG Schweißen beherrschen, das hat Denny aber in Deutschland nicht wirklich gemacht und deswegen auch nicht viel Erfahrung damit. Wir haben schon viele Bewerbungen abgeschickt, leider melden sich die meisten Arbeitgeber nie zurück. Hier muss man am Ball bleiben und hinterher telefonieren, was nervig ist, aber sie wollen es anscheinend so.

Noch im Oktober hatten wir eine Bewerbung zu einer Firma nach Alice Springs geschickt, die gerade gesucht hat. Zufällig haben wir in der Alice Springs Jobgruppe bei Facebook gesehen, dass sie immer noch suchen und Denny hat dort angerufen. Die Bewerbung ist angeblich nicht eingegangen und sie haben eine andere Emailadresse durchgegeben. In dieser Gruppe wurde nach ein paar Tagen dieses Jobangebot durch die Inhaberin kommentiert und somit nach oben geschubst, worauf Denny dann kommentiert hat. Das Ende war, dass er eine Handynr. bekommen hat, wo er anrufen sollte. Das war an einem Freitag und wir wollten erst am Montag anrufen. Das war aber gar nicht nötig, denn Montag Mittag hat derjenige, den Denny anrufen sollte, schon zuerst angerufen. Er hat gefragt ob wir noch in der Stadt wären, obwohl wir eigentlich schon geschrieben hatten, das wir nicht da sind sondern nur bereit sind sofort zu kommen. Das Ende vom ganzen war dann, dass die Firma plötzlich angeblich jemand anderen eingestellt hat, jemanden, der ein Dauervisum in Australien hat und eben auch schon vor Ort ist. Das war echt frustrierend, weil wir insgesamt bestimmt eine Woche auf diesen Job gehofft haben. Wären wir einfach nach Alice gefahren, hätte Denny wahrscheinlich dort anfangen können. Naja, wir wollen uns nicht ärgern, das wird schon seinen Sinn haben dass das nicht geklappt hat. (Ja, ich glaube alles hat einen Sinn und nichts passiert zufällig… 😉 )

In der Zwischenzeit haben wir einen anderen Job angefangen, in einer Heufabrik. Dies ist der wohl ödeste Job den wir je hatten. Wir haben jeden Tag 10 h mit einer halben Stunde Pause, ab nächster Woche sogar 12 h. Meine Aufgabe ist, Heu in Säcke zu packen, dabei bin ich ganz alleine, führe Selbstgespräche und hoffe, dass die Zeit schnell um ist. Denny steht an einer Heupresse und schneidet die Bänder durch, die das Heu zusammenhalten. Zwischendurch, wenn ich keine Lust mehr habe zu packen oder die Maschine bei Denny wieder mal stoppt, fegen wir die riesige Halle aus. Das ist alles war wir den ganzen Tag machen. Dabei wird man irre und es macht einfach keinen Spaß. Am liebsten hätten wir schon am 3. Tag wieder aufgehört, aber wir denken jetzt einfach an das Geld, immerhin kriegen wir für so eine Deppenarbeit 18,50 $ pro Stunde und können kostenlos in einem großen „Haus“ wohnen. Das ist übrigens das einzig gute hier, wir hatten schon lange keine so große Unterkunft mehr für uns alleine, eigentlich noch nie. Wir wohnen mitten im Feld, um uns herum zwitschern die buntesten Vögel. Der Internet- und Handyempfang ist eher mittelmäßig, aber egal. Dafür haben wir einen Fernseher mit Programm, das ist echt mal Luxus, wir hatten noch nie einen eigenen Fernseher, der sogar Empfang hatte, hier in Australien. 😀

 

Nun ist durchhalten angesagt, über Weihnachten wird die Firma hoffentlich geschlossen. Und ihr könnt uns auch einen Gefallen tun: Eine neue Möglichkeit hat sich gestern unerwartet für uns aufgetan und vielleicht, wenn ihr alle am die Daumen drückt, klappt es wie gewünscht. 😉 Ich verrate jetzt noch nicht mehr, erst, wenn wir genaueres wissen. Bis dahin heißt es abwarten und darauf vertrauen, dass alles so kommt, wie es soll.

 Wir wünschen schonmal allen Lesern schöne Weihnachtstage, einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr!

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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3 Antworten zu Mission Australienumrundung – Erfolgreich!

  1. Lycienne, Cynthia, Mario und Carmen schreibt:

    Hallo Ihr beiden, ich beneide euch ein klein bisschen. Wünsch Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen sensationellen Start ins neue Jahr. Wir vier drücken all unsere Daumen.👪✊👐

    Lycienne, Cynthia,. Mario und Carmen

    Gefällt 1 Person

  2. Marion schreibt:

    Sehr schön geschrieben, drücken euch die Daumen das alles so klappt wie ihr euch das vorstellt

    Gefällt 1 Person

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