Zwischen Penis-Schreinen in Bangkok und Ruinen in Sukhothai

Zurück in Bangkok haben wir uns in einem kleinen Hotel in der Nähe des Lumphini Parks für die nächsten 3 Nächte eingenistet. Es liegt in einer kleinen Seitenstraße, fast genau in der Mitte zwischen 2 MRT Stationen und ist nichts besonderes, nur zum schlafen reicht es aber aus (Charlie House). Jedes mal, wenn wir das Hotel verließen, mussten wir unseren Zimmerschlüssel abgeben, das war uns zwar nicht so geheuer, aber es musste sein.

Golden Mount Tempel, Fahrt mit dem Kanalboot und der Penis-Schrein in Bangkok

Die Tage haben wir einerseits damit verbracht, uns den Golden Mount – ein Tempel auf einem Hügel in der Stadt – anzugucken, das haben wir letztes Mal nicht geschafft. Es kostet 20 Baht (50 Cent) Eintritt bis ganz nach oben zu gehen, es lohnt sich aber. Der Weg nach oben ist schön und man hat eine gute Aussicht.Von dort aus haben wir zufälligerweise das Kanalboot gefunden, das ist eine Art Taxi auf dem Wasser. Man steigt ein und am besten zählt man die Haltestellen, denn die Namen die auf dem Schild an der Haltestelle stehen sind manchmal anders, als die auf dem Schild mit der Fahrtroute. Das ganze kostet pro Person 10 Baht (ca. 25 Cent) und wenn viele Leute auf dem Boot sind schafft es der Kassierer manchmal nicht, alle rechtzeitig abzukassieren und man fährt umsonst mit. Außerdem haben wir am gleichen Tag endlich den Phallus Schrein gefunden, den wir letztes Mal ja so lange gesucht haben. Der Weg ist total versteckt und alleine findet man da wahrscheinlich nicht hin, deswegen hier die ultimative Wegbeschreibung zum Penis Schrein in Bangkok 😀 : Man gehe zum Swiss Hotel (Nai Lert Park ) und in Richtung des Parkhauses, also nicht die Auffahrt zum Hoteleingang hoch sondern geradeaus daran vorbei. Dann geht man durch das Parkhaus bis ans andere Ende und Tada, da steht er auch schon. Man kann zur Not auch einen Securitymann fragen. Der Schrein an sich ist ganz normal, aber die drumherum Deko ist mal was anderes: Penisfiguren in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien, Dildos und Zeichnungen. So was sieht man nicht alle Tage. Abends waren wir dann noch auf dem Patpong Market, der ist aber nicht so richtig interessant gewesen.

 

Den nächsten Tag haben wir ausschließlich mit shoppen verbracht, und zwar erst auf dem riesigen (sogar dem größten der Welt) Chatuchak Wochenendmarkt. Obwohl der Markt so groß ist haben wir es geschafft, nichts passendes für uns zu finden… 😀 Deswegen ging es danach noch ins MBK Center, hier hat Denny dann zugeschlagen und sich für 18 Euro 4 Markenshirts gekauft.

Suche nach dem richtigen Bus nach Sukhothai

Früh morgens am Sonntag, 1.Mai, machten wir uns auf zum Nördlichen Busbahnhof, da wir nach Sukhothai wollten. Im Internet standen verschiedene Informationen bzgl. der Abfahrtzeiten und der Preise. Um dorthin zu kommen kann man entweder die MRT (Chatuchak Park) oder BTS (Mo Chit) nehmen. Von dort aus kann man wohl auch laufen, wir haben am Schalter der MRT Station nachgefragt und bekamen die Auskunft, dass wir am besten ein Taxi nehmen. Das haben wir dann auch getan, mit dem Resultat, dass das Taxi einmal im Kreis um den Park herumgefahren ist und uns dann fast da, wo wir eingestiegen sind, raus gelassen hat… Aber wir wollen uns nicht mehr über diese Betrügereien aufregen… Am Busbahnhof angekommen standen wir vor etlichen Schaltern, die alle möglichen Tickets nach überall hin verkaufen. Bis wir den richtigen Schalter gefunden haben dauerte es schon seine Zeit und dann mussten wir feststellen, dass nur 1. Klasse Busse fahren, 2. Klasse erst am Nachmittag (es gibt verschiedene Buskategorien, wir wollten eigentlich 2. Klasse fahren um Geld zu sparen). Nun nützte es ja nichts, wir kauften also das 1. Klasse Ticket für ca. 310 Baht (7,70 Euro) und eine halbe Stunde später ging´s los.

Die fast 7 stündige Fahrt war nicht sehr angenehm, die Klimaanlage hat kaum funktioniert und so wurde es schnell ganz schön warm im Bus. Die Sitze waren dafür aber ok. Der Standard der 1.Klasse Busse ist anscheinend so, wie bei uns jeder normale Reisebus ist, es gab kein W-Lan, also sind wahrscheinlich sogar die Flixbusse besser…. Aber wir beschweren uns nicht, wollten das nur mal erwähnen. An einer Raststätte nutzte ich die Gunst der Stunde und ging aufs Klo – das erste mal auf so ein Klo am Boden, wo man sich drüber hocken muss. War gar nicht so schlimm. 😉

In Sukhothai angekommen standen schon die TukTuk Fahrer bereit und hielten uns noch bevor wir richtig ausgestiegen sind die Preisschilder unter die Nase. Wir wollten allerdings erst mal gucken, wie wir am günstigsten weg kommen. Da es aber nur die Wahl zwischen TukTuk und Songthaew gibt, nahmen wir letzteres und handelten den Preis um 100 Baht runter, wir sind dann für 80 Baht vom Busbahnhof zum Hotel gefahren.

Das Hotel war total schön, es war eher eine kleine Anlage mit Fischteichen und ein paar Bungalows, einen davon hatten wir. Das war bis jetzt die schönste Unterkunft die wir hatten (Ban Thai Guesthouse).

Die Ruinen in Sukhothai

Den darauffolgenden Tag haben wir in der Altstadt Sukhothais verbracht, im Historical Park – das ist eigentlich auch der einzige Grund, hierher zu fahren. Zu sehen gibt es viele alte Ruinen, von einigen sieht man nur noch die Grundrisse, aber andere sind total gut erhalten. Das ganze Areal ist riesig, am besten mietet man sich einen Roller oder ein Fahrrad. Wir haben ein Fahrrad gemietet und damit alles erkundet. Die Fahrräder sind übrigens ziemlich gut gewesen, alles hat funktioniert und sie waren auch bequem. Die Umgebung von den Ruinen ist in verschiedene Zonen eingeteilt und man muss für alle Zonen jeweils 100 Baht (ca. 3 Euro) bezahlen, es gibt leider kein Kombiticket. Einige Ruinen sind auch außerhalb der Zonen, die kann man dann umsonst angucken. Wir haben nur die Zentrale und die Nördliche Zone besucht, wobei die Zentrale die beste war. Es sind nicht viele andere Leute unterwegs gewesen, wir waren oft alleine an den alten Gebäuden. Man kann sich wahrscheinlich einen ganzen Tag von morgens bis abends dort aufhalten, wir hatten nach ca. 6 Stunden genug und auch fast alles gesehen. Am 1. Samstag jeden Monats findet hier übrigens ein kostenloses Feuerwerk statt.

 

Am nächsten Tag ging es dann schon wieder früh los, wir wären gerne noch länger in der schönen Unterkunft geblieben (übrigens haben wir für den Weg vom Hotel zum Busbahnhof nur 60 Baht bezahlt – also 20 weniger als auf dem Hinweg). Das Ziel heißt Chiang Mai, von dieser Stadt schwärmen alle. Ungefähr 5 Stunden dauert die Busfahrt, dieses Mal in einem 2. Klasse Bus, der aber viel besser war als der, mit dem wir nach Sukhothai gefahren sind.

Angekommen in Chiang Mai wurden wir wieder gleich belagert und ließen uns auch hier wieder für einen herunter gehandelten Preis zu unserem Hotel bringen. Dieses Hotel ist ausreichend, nicht schlecht, aber auch nicht besonders schön (The Royal Guesthouse). Die Lage ist gut, dicht am berühmten Nachtmarkt gelegen. Diesen haben wir abends auch besucht, vom Hocker gehauen hat er uns allerdings nicht wirklich. Ist irgendwie auch nur ein Markt…. Ansonsten haben wir noch nicht viel von Chiang Mai gesehen, denn am nächsten Tag ging es zu dem Hauptgrund, weswegen wir überhaupt hier hoch gefahren sind, wir haben nämlich eine Rettungsstation für misshandelten Elefanten (aber auch viele andere Tiere leben dort) besucht, von der wir heute zurück gekommen sind und von der wir im nächsten Beitrag erzählen werden. Also dran bleiben und gespannt sein! 😉

Bis denn dann,

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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