Unser erstes Mal – Teil 5: Das Paradies gibt es wirklich!

Von Townsville nach Airlie Beach sind es nochmal ca. 270km. Wir wissen immer noch nicht so richtig, was wir von dem kleinen Städtchen am Meer halten sollen. Eigentlich ist es nur eine Partystadt und Ausganspunkt für verschiedene Touren zu den Withsunday Inseln. Es gibt so ziemlich genau 1 Straße, die den Mittelpunkt darstellt, dort ist ein Hostel an das andere und Kneipe an Kneipe gereiht. Zum feiern ist man hier also genau richtig, ausnüchtern kann man dann am Strand.

Wir sind auf einem Campingplatz untergekommen der zwar auch relativ voll war, aber etwas weiter weg von der Partymeile. Das Gelände war schön grün und tropisch, mit Palmen und einem kleinen Flüsschen. Wir hatten unseren Stellplatz genau neben der Campingküche, was ganz praktisch war. Als wir abends gekocht haben, kam ein Possum an dem kleinen Pavillion, der die Küche vor Regen schützt entlanggelaufen, es hatte sogar ein Baby dabei! Das war echt süß und einige Leute haben versucht es zu füttern, das Tierchen war aber ganz schön wählerisch und wollte von Gurken nichts wissen, ein paar Franzosen gaben ihr Chips, das schien sie zu mögen – ob das so gesund für die Tiere ist wage ich zu bezweifeln… Ich hätte sie am liebsten ins Auto gelockt und mitgenommen, aber Denny hatte wie immer was dagegen… 😉

Am nächsten Tag wurden wir am Campingplatz eingesammelt und es ging los zu den Inseln, die einen der weißesten Strände der Welt haben. Man kann verschiedene Touren buchen, entweder eine Tagestour oder mehrere Tage auf einem Segelboot (dazu benötigt man aber auch das passende Kleingeld). Wir haben uns aufgrund es Preises und weil wir ja nicht unendlich viel Zeit hatten für die Tagestour entschieden, was uns auch gereicht hat. Da gibt es übrigens auch Unterschiede, man kann entweder mit einem Partyboot dorthin fahren, da liegt dann der Schwerpunkt wahrscheinlich darauf zu trinken und zu feiern, wir waren mit einem Boot unterwegs, das gemischtes Publikum hatte. Es wurde ein- oder zweimal (ich weiß es nicht mehr genau) angehalten und wir konnten Schnorcheln gehen, das ist echt schön gewesen, auch wenn wir keine Schildkröten entdeckt haben. Es gab Essen an Board und dann waren wir an den Inseln, von denen jeder schwärmt der schon mal da war.

Hier leben keine Menschen und es ist auch nur angemeldeten Veranstaltern gestattet mit dem Boot oder Wasserflugzeug hierher zu kommen. Es gibt einen Wanderweg, der zum Strand und zu einem Aussichtspunkt führt. Die Vegetation ist tropisch und alles was hier lebt sind Schlangen, Echsen oder Vögel, wir haben sogar eine grüne Baumschlange gesehen!

Vom Aussichtspunkt hat man einen wunderschönen Überblick über den Strandabschnitt, den Whitehaven Beach, an dem man auch baden gehen kann.

Es gibt leider nicht viele Möglichkeiten sich irgendwo unter zu setzen wenn viele Leute gleichzeitig da sind und der weiße Sand sticht in den Augen extrem, so wie Schnee, also sollte man sich unbedingt mit Sonnencreme eindecken und eine gute Sonnenbrille dabei haben. Man findet tolle Fotomotive entlang des Strandes, das Wasser ist flach, sodass man Ball spielen kann oder sich einfach hinsetzen kann ohne unterzugehen. Man muss aber ein bisschen aufpassen, denn überall liegen Rochen gleich vorne an, das könnte schmerzhaft werden. Wir haben sogar einen kleinen Hai seine Kontrollrunden ziehen sehen.

Die Whitsundays sind einfach ein traumhaft schönes Ziel und man fühlt sich, als hätte man das Paradies gefunden, einfach toll! Das sollte man auf keinen Fall verpassen wenn man an der Ostküste unterwegs ist.

Abends wurden wir wieder auf unserem Campingplatz abgesetzt, konnten noch mal das Possum beobachten und am nächsten Tag traten wir die Rückreise nach Cairns an, denn unser Urlaub war ja auch irgendwann mal zu Ende.

Zurück ging es über Bowen, das ist die Stadt, die in dem Film „Australia“ als Darwin gedient hat und seitdem prangt über der Stadt das Schild „Bowenwood“, man findet außerdem an der Strandpromenade viele Infoschilder über den Dreh. Wir kannten den Film zu der Zeit noch nicht und haben uns dafür deswegen auch nicht weiter interessiert.

Die letzten Tage mit unserem Auto verbrachten wir in der Nähe von Cairns, wir fuhren z.B. an einem Tag nach Kuranda, das liegt auf einem Berg in der Nähe von Cairns und hier gibt es mehrere Attraktionen, z.B. einen großen Wasserfall, eine Fledermauskrankenhaus und 2 Zoos, in einem davon findet man die giftigsten Tiere Australiens. Leider war das Krankenhaus gerade zu als wir da waren, aber durch den Zaun konnten wir die Patienten hängen sehen. In die Zoos sind wir nicht gegangen, stattdessen sind wir zu dem Wasserfall gewandert, der echt riesig ist.

Man braucht nicht unbedingt ein Auto, es gibt einen Zug, der vom Tal bis nach oben in den Ort fährt und sich am Abhang und vorbei am Wasserfall schlängelt, man kann außerdem mit einer Seilbahn nach oben fahren und den Regenwald aus einer anderen Perspektive sehen. Beides hat einen stolzen Preis den wir uns mit gutem Gewissen sparen konnten.

Eine weitere Attraktion ist ein Fluss, auf dem man mit einem Boot lang fahren kann und mit Glück Krokodile sehen kann, das haben wir aber nicht gemacht da uns gesagt wurde, dass es zu dieser Zeit schlecht steht welche zu sehen.

Der Ausflug hat sich insgesamt gelohnt, das kann man mal machen. 😉

An unserem allerletzten Tag in Cairns sind wir durch Zufall einem Schild gefolgt und kamen bei AJ Hackett heraus, begrüßt wurden wir durch den Warnhinweis, dass hier Leute vom Himmel fallen. 😀 Wir waren an einer Bungee Jump Anlage gelandet, die außerdem noch einen sogenannten „Dschungel Swing“ anbietet. Es liefen Werbevideos in denen wir sehen konnten, was man so alles machen kann. Den „Swing“ konnten wir beide zusammen machen und so entschlossen wir uns dazu. Wir wurden festgeschnallt und sollten uns einfach nach vorne ganz entspannt hinlegen. So wurden wir liegend nach oben gezogen, die Aussicht war schön. Der Mitarbeiter sagte wir sollten an der Leine ziehen wenn es losgehen soll. Da wir ja erwartet hatten, dass es dann wie bei einer Schaukel ganz locker los geht, habe ich das auch gleich gemacht und dann…… fielen wir einfach erst mal ein paar Meter nach unten, der Schreck hätte nicht größer sein können. Als wir auf einer gewissen Höhe waren, fingen wir an zu schwingen und das hat dann auch wirklich Spaß gemacht, aber der Schreck am Anfang war echt extrem! Die Fotos haben das gut eingefangen. 😉

Am liebsten hätten wir das gleich nochmal gemacht und irgendwann werden wir das bestimmt auch noch mal.

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Die letzte Nacht im Auto verbrachten wir in einem Ort nähe Cairns, an einem Parkplatz für Bootanhänger. Als es dunkel wurde haben wir uns ins Auto verzogen und sind irgendwann eingeschlafen. Dann bin ich durch ein komisches Geräusch aufgewacht und sah eine Taschenlampe in einer gewissen Entfernung. Das Geräusch war der Klang von Steinen, die auf unser Auto geworfen wurden. Ich hatte total Schiss und bis Denny endlich aufgewacht ist, wurden die Steine immer härter geworfen. Erst wollt er raus gehen, aber wer weiß was das für Typen sind, so ist er nach vorne und haben dann die Flucht zur nächsten Restarea ergriffen. Das war bislang übrigens das erste und bisher letzte Mal dass uns so etwas in dieser Art passiert ist. Unsere letzten zwei Tage in Cairns haben wir zu einem an der Lagune verbracht und für den anderen haben wir uns nochmal eine Tour gegönnt. Ein Kombipaket aus Jetski, Parasailing und Bumber Tube (Ein Luftkissen, welches man hinter ein Speedboot spannt). Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, wir hatten zwar noch Tagelang Muskelkater aber können das nur weiterempfehlen. Dann war unsere Zeit in Australien auch schon vorbei. Am nächsten Tag ging es erst mit dem Flieger nach Sydney und von dort zurück nach Deutschland.

Bis denn dann… 🙂

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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