Unser erstes Mal – Teil 4: Magnetic Island

Townsville ist ein kleines Städtchen direkt am Meer, viel ist hier nicht los, aber die Lage ist echt schön. An der Strandpromenade stehen Palmen, rechts ist der Strand und das Meer, links ist Rasen. Den ganzen Gehweg entlang stehen gratis Fitnessgeräte verteilt, mit Anleitung, wie man am besten trainiert – diese Geräte werden gut genutzt. In den Bäumen, die über den Gehweg ragen, saßen gerade schwarze Papageien und knackten die Früchte, wir fanden das toll, viele von den Einwohnern waren genervt, weil die ganzen Schalen und Abfälle von den Papageien auf den Fußweg fielen. Im Wasser waren zu der Zeit gerade Quallennetze angebracht gewesen, damit man baden kann, es gibt aber auch noch eine kleine Salzwasserlagune, die extra für die Quallensaison angelegt wurde und nur ein paar Meter hinter dem Strand liegt, durch eine Art Deich getrennt.

Lang war der Weg nicht und es gab auch nur am Ende des Weges direkt am Strand einen kleinen Imbiss, der nicht wirklich viel Auswahl hatte. Wenn man also Hunger hat, sollte man lieber wieder in die Stadt gehen, direkt am Strand (zumindest an dem Strandabschnitt) gab es keine Restaurants.

Das Hauptmerkmal Townsvilles ist der große „Berg“, der über die Stadt ragt und von dem aus man einen guten Blick über die ganze Stadt hat, wir haben uns leider nicht die Zeit genommen, dort hinauf zu fahren (man kann auch hoch laufen).

Die Nacht wollten wir am besten in der Stadt verbringen und so stellten wir uns auf einen großen P & R Parkplatz, der fast leer war und sehr zentral. So weit, so gut. Punkt 0 Uhr klopfte es an der Scheibe und die Polizei weckte uns. Wir mussten woanders hinfahren…. Wenigstens hatten wir keine Geldstrafe bekommen. Am Ende standen wir gefühlte 100 KM außerhalb der Stadt, was bedeutete, das wir sehr früh aufstehen mussten am nächsten morgen, denn unser Hauptanliegen war Magnetic Island, eine Insel die ein bisschen vorgelagert ist, man kann dort in 20 Min. mit der Fähre rüberfahren.

Gleich mit der ersten Fähre fuhren wir rüber und sahen ein, dass es zum laufen einfach zu weit war und wir mit dem Bus zu viel Zeit mit warten verbringen würden, also mieteten wir uns ein Auto. Wir haben sogar eines der niedlichsten Autos bekommen – PINK! Es sah echt zum schreien aus, wie Denny in dem kleinen Auto saß und ich war nicht die einzige, die ihn (aus)angelacht hat… 😀

Aber egal, wir waren immerhin mobil und nun konnte die rasante Fahrt losgehen. In so einem kleinen Auto ist es echt ein Erlebnis zu fahren. Die Insel ist ca. 52 qm² und es gibt eine Hauptstraße die einmal über die Insel zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten führt. Zuerst waren wir auf dem Aussichtspunkt, von wo aus man nach Townsville gucken kann, leider war das Wetter nicht soooo schön an dem Tag. Danach ging es zu dem Wanderweg, an dem man am besten die freilebenden Koalas die hier leben beobachten kann. Dieser Wanderweg ist aber nur bis zum frühen Nachmittag geöffnet, danach soll man dort nicht mehr langgehen. Mittlerweile hatten wir nicht mehr soooo viel Zeit, denn wir hatten noch 2 andere Sachen auf dem Plan. Wir gingen ungefähr den halben Wanderweg, konnten aber keinen Koala finden. Hatten wir eigentlich eh nicht erwartet, wäre aber schön gewesen… Danach fuhren wir zum Bungalow Bay Koala Park, wir haben eigentlich gedacht, dass dieser Park eine Art Auffangstation für verletzte Koalas ist, es stellte sich aber heraus, dass es eher ein Zoo war, in dem verschiedene Tiere gehalten wurden und wo man auch u.a. Koalas auf den Arm nehmen konnte. Das war nicht so unser Ding, wir mögen Tiere lieber in Freiheit sehen. Man kann übrigens auch auf Magnetic Island übernachten, z.B. eben in diesem Bungalow Bay. Nach dieser kleinen Enttäuschung wollte ich unbedingt noch schnorcheln gehen, obwohl die Zeit knapp war. Ich hatte aber gelesen, dass es hier total schöne Fische geben soll und eine Art Schnorchel Wanderweg. Trotz des nicht so schönen Wetters lieh ich mir also Schnorchelausrüstung aus, Denny wartete so lange am Strand und spielte mit den dort wohnenden Wallabies. Auch diese Aktion war eine Enttäuschung, denn das Wasser war trübe und ich habe so gut wie gar nichts gesehen, dazu kam noch, dass ich nicht wirklich Zeit hatte…. Schade.

Im großen und ganzen ist die Insel ganz schön, wenn man genug Zeit hat und das Wetter schön ist, kann man es dort gut aushalten und vor allem wenn man Koalas erspähen kann lohnt sich der Ausflug besonders. Ich würde jedem raten, wenn er/sie eh in Townsville ist und genug Geld und Zeit übrig hat, einmal rüber zu fahren. Einmal im Monat ist in einem der Hostels dort Full Moon Party, für die Feierwütigen bestimmt auch mal was interessantes. 😉

Das war also unser Ausflug nach Maggi Island – die Insel heißt übrigens so, weil der berühmte Kapitän Cook an dieser Insel vorbeigesegelt ist und plötzlich der Kompass verrückt gespielt hat, deswegen ging die Crew davon aus, dass die Insel magnetisch sein muss. Mittlerweile wurde dies aber widerlegt.

Unser Weg führte uns weiter gen Süden, am Anfang des Urlaubs hatten wir ja geplant, nur bis Townsville zu fahren und dann zurück nach Cairns. Jetzt hatten wir aber noch ein paar Tage Zeit und beschlossen, bis Airlie Beach zu fahren und dort einen Ausflug zu den wunderschönen Withsunday Islands zu machen, was dann auch das Highlight des Urlaubs wurde.

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Auf dem Weg hielten wir an einem Rastplatz um kurz Pause zu machen und was wir dort fanden war ja ein großer Zufall. Da hing an einem Schild tatsächlich ein Aufkleber der „Chosen Few“, eine Ultragruppe vom HSV. Das konnte Denny als St.Pauli Fan natürlich nicht hinnehmen und überklebte ihn mit ein paar St. Pauli Aufklebern. Da fliegt man also ans andere Ende der Welt und kann dem Rivalengehabe trotzdem nicht entfliehen…. 😉

Das war der vorletzte Teil unseres Urlaubsberichtes, im letzten Teil geht es dann um die paradiesischen Withsunday Islands und die letzten Tage in Cairns.

Bis denn dann… 🙂

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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