Unser erstes Mal – Teil 2: Cairns und der Norden

… den nächsten Morgen ließen wir langsam angehen. Frühstücken und dann die Umgebung erkunden. Wir waren relativ zentral zu dem Stadtzentrum und dem Meer.

Leider darf man hier nicht baden, weil die Gefahr, dass hier Krokodile umherschwimmen gegeben ist und die Gezeiten sind auch stark ausgeprägt. Dafür gibt es aber eine große, künstlich angelegte Lagune gleich neben dem Meer, die auch eigentlich die Hauptattraktion in dem Städtchen ist. Hier ist es immer voll, Rettungsschwimmer sind auch anwesend. Krokodile kommen nicht weit, weil eine kleine Mauer vor dem Strand gezogen wurde, also ist es hier sicher. Wem volle Wiesen und viele Menschen im Wasser nichts ausmachen ist hier bestens aufgehoben. Hier kann man auf alle Fälle Leute kennenlernen wenn man will. Wir waren nur kurz dort, wir mögen lieber einsame Strände 😉

 

Was gibt es sonst noch so in Cairns? Ein Casino und einen Zoo, beides haben wir aber links liegen lassen. Ansonsten ist Cairns eher eine typische Backpacker – Partystadt, es gibt viele Hostels, viele Kneipen, viele Reisebüros die einem jedes Mal wenn man vorbeigeht eine Tour andrehen wollen und ist eigentlich nur der Ausgangspunkt um in den weiter nördlich gelegenen Regenwald zu fahren. Viel gibt es hier nicht zu sehen und wir waren froh, das wir einen Tag auf Fitzroy Island verbracht haben. Diese kleine Insel wird von Cairns aus mit dem Boot angesteuert, der Weg dorthin sieht aus wie aus Jurassic Park und man kann dort auch übernachten. Hier lässt es sich schön entspannen, man kann baden, wandern oder Kayak fahren. Wir haben eine Kayak Tour gemacht, in der Hoffnung Schildkröten zu sehen. Leider hat das nicht geklappt, aber der Ausflug war trotzdem schön. Danach wollten wir auf den Berg der Insel, von wo aus man einen guten Ausblick haben soll. Wir haben es nicht bis nach oben geschafft, weil wir schlauerweise nichts zu trinken mit hatten und es ganz schön heiß war. Entspannen und baden macht auch Spaß, so lagen wir dann bis zur Abfahrt am Strand. Wir wären gerne über Nacht geblieben, das hat aber leider auch seinen Preis.

Am 4. Tag konnten wir dann unser Mietauto abholen. Wir haben ja vorher viel recherchiert und uns für die Firma „Jucy“ entschieden, weil es im Vergleich billiger war und einen guten Eindruck machte. Wir haben eines der kleinsten Autos genommen die sie im Angebot hatten, nämlich einen Toyota Tarago. Trotzdem das Auto ziemlich klein ist, hatten wir alles dabei was wir brauchten: einen Gasherd und Kochutensilien, ein Waschbecken, sogar eine kleine Kühlbox. Hinten waren 2 gegenüberliegende Bänke, in der Mitte konnte ein Tisch eingebaut werden. Für die Nacht ist aus diesen 2 Bänken ein Bett geworden (Bettwäsche war enthalten). Einfach und bequem. Das einzig nervige war, dass wir ständig unsere Sachen für die Nacht von hinten nach vorne packen mussten – für uns waren es nur 3 Wochen und trotzdem waren wir genervt, ich kann mir gar nicht vorstellen dass die Leute, die ein Bett in ihren Allradautos haben nicht davon genervt sind.. 😀

Die erste Fahrt mit unserem quitschegrünem Auto ging hoch in den Norden, wir wollten in den Daintree Forest – dem Regenwald. Die ersten Minuten waren etwas ungewohnt, aber Denny hat sich schnell an den Linksverkehr gewöhnt und ist schon bald gefahren, als wäre es normal für uns. Die Straße geht genau am Meer entlang, echt schön. Die erste Nacht haben wir in einem kleinen Ort irgendwo verbracht, ich kann mich nicht mehr ganz genau erinnern.

Einen Zwischenstopp haben wir in der Mossman Gorge eingelegt. Hierbei handelt es sich um einen Fluss, der durch den Regenwald fließt und man kann hier auch baden. Es gibt einen großen Parkplatz von wo auch ein Shuttle Bus fährt, wir haben uns das Geld gespart und sind gelaufen. Die Straße ist zwar asphaltiert, aber wenn man dort so einsam und alleine lang läuft kann es ganz schön gruselig werden, vor allem mit den alten, verwitterten Metallschildern, die davor warnen, das man sich jetzt in Aboriginal Gebiet aufhält und Unbefugten der Zutritt verboten ist…. Tatsächlich konnte man hinter den Bäumen ein kleines Dörfchen sehen, wo die Ureinwohner leben. Wagemutig schritten wir voran……. 😀 Irgendwann kamen wir dann dahin, wo der Wanderweg anfängt. Naiv wie wir noch waren, hatten wir natürlich gedacht dass es hier, an der Shuttle Haltestelle zumindest einen Getränkeautomaten gibt. Falsch gedacht, jetzt hieß es, sich die letzten 600 ml einzuteilen. Das Klima war tropisch, also schwül und warm. Wir wanderten so durch den Regenwald und hörten ein Rascheln. Oh Gott, ist es etwa ein gefährlicher Helmkasuar? (Das sind Urzeitvögel, die zwar nicht fliegen, aber dafür Menschen mir ihren scharfen Krallen aufschlitzen können wenn sie sich bedroht fühlen). Todesmutig gingen wir dem Rascheln auf den Grund. Es war…… nur ein Buschtruthan. Total begeistert so einen komischen Vogel gefunden zu haben, knipsten wir ihn 1000 Mal. Ungefähr eine Stunde später erkannten wir, dass diese Vögel nicht gerade selten sind… Weiter gings über eine Hängebrücke und vorbei an einer Badestelle. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen, wann kann man schon mal in einem Regenwaldfluss baden? Das Wasser war eiskalt, aber das wars wert. Wir waren gerade rechtzeitig da, denn gerade als wir raus kamen, kam eine Touristenhorde an.

Das war ein schöner Ausflug und wir haben nichts bezahlt, weil wir uns ja den Shuttle gespart haben und der Nationalpark an sich kein Geld gekostet hat. Übernachtet haben wir auf irgendeinem Parkplatz in der nächsten Ortschaft. Wir kamen relativ spät dort an und wachten früh auf, da genau neben uns eine Baustelle war…..

Jetzt ging es endlich in den richtigen Regenwald. An jedem Fluss standen Krokodilwarnschilder und genau über so einen Fluss mussten wir mit der Fähre fahren. Die Überfahrt ist sehr kurz, aber dafür ziemlich teuer. Andere Wege gibt es nicht. Also rüber da und hoffen, nicht gefressen zu werden. 😉 Natürlich haben wir außer ein paar Flußkrebsen nichts gesehen. Die Strecke ist wunderschön, durch richtig tropischen Regenwald. Wir sind bis zum Cape Tribulation gefahren, weiter kommt man mit einem normalen Auto nicht. Das Cape Tribulation ist ein einsamer, ewig langer Sandstrand, wo das baden leider verboten ist, wieder wegen der Krokodile und zusätzlich auch wegen den gefährlichen Würfelquallen (diese sind um Cairns herum übrigens auch). Total idyllisch, wir waren ganz alleine da. Hier lässt es sich aushalten. Auf dem Weg zurück hielten wir noch hier und da einmal an und dann ging es bald schon wieder zurück. Meinetwegen hätten wir noch ein paar Tage bleiben können, aber bei 3 Wochen Urlaubszeit war unser Programm ein bisschen zeitgebunden. Kurz hinter der Fähre konnte man Krokodiltouren machen. Diese warben gerade mit 2 Touren für einen Preis. Machen wir mal mit haben wir uns gedacht. Als wir dann auf dem Boot waren erfuhren wir, dass die Zeit um Krokodile zu sehen, gerade nicht so gut ist, weil es einfach zu heiß wird am Tag und die Krokos lieber unter Wasser bleiben. So war es dann auch, wir haben nicht ein einziges gesehen. Schade. Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz dicht am Wasser. Nachts hörte man eine Kuh schreien, als ob ein Krokodil sie sich geholt hätte…. Gruselig.

Weiter ging es am nächsten Tag in den Süden, vorbei an Cairns.

In Teil 3 berichten wir über süße Wallabies und Denny´s Ausrutscher in einen Schildkrötenteich (ich lache mich immer noch tot wenn ich daran denke). 😀

Bis denn dann… 🙂

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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