Pech in Melbourne

Die letzten 3 Wochen war es etwas ruhiger bei uns, wir haben ja hauptsächlich versucht noch etwas zu arbeiten, was ja eher nicht so von Erfolg gekrönt war.
Ich habe zwar relativ schnell einen Job in einem nahen Einkaufscenter gefunden, in einer Art Schnellrestaurant, welches indisches Essen anbietet und nebenan gab es vietnamesische Küche. Es sollte eine Vollzeitstelle sein, das Geld gab es bar auf die Hand und meine Aufgaben bestanden in Essen ausliefern und ein bisschen beim abwaschen und servieren helfen. Leichte Arbeit, der Haken war die Bezahlung von knapp 13 $ und das ich mein eigenes Auto zum ausliefern benutzen sollte. Ich habe 3 Tage gearbeitet, bevor ich erst mal wieder frei hatte und auf meinen nächsten Einsatz gewartet habe, der erst in ein paar Tagen und dann auch nur für 2 Tage sein sollte. Ich habe mich schon gewundert, aber mir erst mal noch nichts dabei gedacht. Aber in der nächsten Woche, war ich wieder nur für 2 Tage geplant und erfuhr dann, dass ich immer nur jeden Donnerstag und Freitag gebraucht wurde. Toll, so viel zum Thema Vollzeit… Da der Verdienst nicht besonders gut war und ich auch noch meinen eigenen Sprit verfahren musste, beschloss ich, damit aufzuhören. Der Chef war zwar nicht begeistert und ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen, aber immerhin hat er mich auch angelogen als er sagte, dass ich viel Arbeit bekomme.

Abgezockt beim Putzjob und als Umzugshelfer

Zwischendurch habe ich an 2 verschiedenen Tagen für 2 verschiedene Leute gearbeitet, einmal musste ein Haus geputzt werden, einmal ein Büro. Von beiden habe ich bis heute kein Geld bekommen, solche Abzocker! Man kann leider nichts machen bei solchen Jobs wo man das Geld bar bekommt, denn eigentlich ist das ja illegal. Zum Glück war es nicht so viel Geld, dass es sich gelohnt hätte da groß Terror zu machen.
Denny hat in der Zwischenzeit auch immer mal wieder tageweise gearbeitet, aber das richtig große Geld gabs auch hier nicht abzustauben… Aber immerhin gab es Geld für ihn. Allerdings wurde auch er etwas abgezockt, als er an einem Tag von 9-21 Uhr unterwegs war, als Umzugshelfer und nur 5 Stunden bezahlt bekam, weil der Rest unbezahlte Fahrtzeit war…. Aber auch daraus haben wir gelernt, ich werde jedenfalls nur noch arbeiten wenn ich vorher das Geld bekomme.

Rusty lässt uns im Stich

In unserer Freizeit haben wir hauptsächlich abgegammelt oder nach Jobs gesucht, um in die Stadt zu fahren hatten wir nicht wirklich Lust, weil das immer ein ziemlich weiter Weg war.
An einem Tag wollten wir zum Strand nach Brighton  und abends nach St.Kilda, um Pinguine anzugucken. Soweit so gut… Dann standen wir mitten in der Stadt an einer großen Kreuzung und Rusty ließ uns zum ersten Mal so richtig im Stich, er ging nämlich einfach aus und ließ sich nicht mehr zum starten bewegen. So mussten wir ihn also über die Kreuzung schieben und diese war nicht gerade klein und wenig befahren – zum Glück kamen schnell Helfer angerannt.
Nach kurzer Zeit am Straßenrand bekamen wir Rusty wieder zum starten, eine nette Frau kam zu uns und fragte ob sie irgendwas tun kann, sie hat uns sogar angeboten uns mit zu sich zu nehmen falls wir erst mal nicht weg kommen, total nett! Wir dachten aber, dass wir jetzt weiter können.
Falsch gedacht, denn an der nächsten Kreuzung ging Rusty wieder aus und wir mussten wieder schieben. Diesmal haben wir aber den Pannendienst angerufen, bis der allerdings da war, verging 1 Stunde. Wahrscheinlich war Rusty einfach nur überhitzt, es war sehr heiß an dem Tag. Als der Pannendienst da war, lief er jedenfalls wieder normal, es konnte also nichts weiter festgestellt werden, außer das der Kühlerschlauch etwas aufgebläht war – vielleicht deswegen die Überhitzung.
Trotzdem fuhren wir 2 Tage später zu einer Werkstatt und ließen den Schlauch wechseln und nebenbei auch unsere Hupe reparieren, das war mal ein Schnäppchen, nur 20 $. 😉
An einem anderen Tag waren wir erst in einer Bar, von wo aus man schön die Skyline Melbournes sehen kann (Brunswick Street, Naked for Satan). Hier sollte man schon relativ früh kommen, ansonsten muss man nämlich ewig am Aufzug anstehen bis man hoch gelassen wird. Nachdem wir den Sonnenuntergang hier gesehen haben, sind wir weiter ins Casino gezogen und haben das allererste Mal überhaupt gespielt – Roulette und Black Jack. Leider haben wir unsere 30 $ Einsatz verloren, aber wir wollten es ja nur mal ausprobieren.


Ein weiterer Tagesausflug ging zu der Zipline Tour in den Otway Natinoalpark, nahe der Great Ocean Road, wo wir ja mit unseren Eltern schon auf dem Baumwipfelpfad waren. Das war meine Geburtstagsüberraschung und es hat echt Spaß gemacht, obwohl das Wetter an dem Tag nicht besonders toll war. Man rutscht an Seilen von einer Plattform zur anderen, 20 Meter ist die höchste.

 

Bye, bye Australien

Ansonsten war es eher ruhig bei uns.
Dann stand der 2.März an und das hieß für uns Abschied von Australien zu nehmen – vorerst. Wir wollten nämlich unser Rückflugticket nicht verfallen lassen und flogen deswegen nach Hause. Für mich war es etwas traurig und ich habe jeden gehasst, der aus dem Flieger ausgestiegen ist und seine Reise erst antrat… 😉 Denny hingegen hat sich gefreut, endlich sieht er seine Freunde wieder und kann zum Fußball. Rusty steht derweil in einem überwachten Parkhaus, 450 $ knapp für fast 3 Monate, das ist gar nicht so schlecht. Wir flogen nachmittags an einem Mittwoch los und waren abends am Donnerstag in Hamburg, wir mussten leider über London fliegen und von da aus nach Frankfurt, von wo wir mit dem Bus nach Hamburg fahren mussten. Alles nur, weil Malaysia Airlines wohl keinen Vertrag mehr mit Frankfurt hat und deswegen nicht mehr nach Deutschland fliegt, einen anderen Flughafen von London nach Deutschland konnten wir auch nicht aussuchen….

Die Überraschung für unsere Eltern

Unsere Eltern wollten wir überraschen und haben ihnen deswegen erzählt, das wir in die Simpson Wüste fahren und erst mal keinen Empfang haben, aber unbedingt am Freitag zusammen skypen wollten. Der Plan hat auch perfekt funktioniert, am Freitag Nachmittag kamen wir am Haus von Dennys Mum an, Dennys kleiner Bruder hat uns aus Lübeck abgeholt und unsere Eltern raus gelockt. Erst konnten sie nicht glauben was sie da sahen, aber dann haben sie sich echt gefreut. Auch unser kleiner Pauli hat uns zum Glück nach ein paar zögerlichen Minuten erkannt und sich gefreut, darüber war ich so erleichtert 🙂
Am Samstag ging es dann für Denny auch schon wieder los nach Hamburg, denn am Sonntag steht ein Auswärtsspiel an. Ich bin so lange in Dassow und mache mir einen fetten 😀
Das ist jetzt das erste Mal seit einem Jahr, das Denny und ich mal nicht zusammen sind, ich glaube die Zeit werden wir nach so langer Zeit 24/7 auch mal genießen 😉
Der Plan ist jetzt bis zum 20.4. hier zu bleiben und dann geht’s wieder los, nach Bangkok, von wo aus wir dann 4 Wochen Thailand erkunden werden. Danach geht’s von Phuket wieder nach Melbourne, von wo aus wir uns Richtung Westen aufmachen werden.
In der nächsten Woche werden wir unser Visum beantragen, damit wir genug Zeit haben es genehmigt zu bekommen.

Bis denn dann… 🙂

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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