Von Sydney in die Blue Mountains und zu den Jenolan Caves

Am 6.1. sind unsere Eltern bei herrlichem Regenwetter in Sydney gelandet, in aller Herrgottsfrühe mussten wir uns aus dem Bett quälen und zum Flughafen fahren, um sie in Empfang zu nehmen. Kurz nach 6 Uhr morgens sollten sie landen, wir standen 20 nach 6 und haben gewartet, gewartet und gewartet. Als wir schon gedacht haben das sie wahrscheinlich in Dubai stecken geblieben sind, kamen sie endlich (nachdem wir fast eine Stunde gewartet haben…. 😉 )

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Nach 24Std Flug endlich angekommen 🙂

Die Freude war groß (auf beiden Seiten) und so kaputt und erschöpft sahen sie gar nicht aus, so konnten wir schon den ganzen Tag voll ausnutzen. Es gibt eine direkte Verbindung vom Flughafen ins Zentrum von Sydney, aber die 17 $ wollten wir uns sparen und haben dafür lieber den längeren Weg in Kauf genommen – das dauerte ca. eine Stunde und wir mussten auch einmal vom Bus in die Bahn umsteigen. Als wir dann endlich am Hotel ankamen, kam es, wie es kommen musste: Check in frühestens um 13 Uhr. Das Gepäck konnten wir immerhin abgeben, ein Toilettengang war auch noch drin und dann gings los.

Zeitvertreib auf Paddys Market und im Madame Tussauds

Die Zeit haben wir uns mit Spazierengehen vertrieben und um einen esten Eindruck der Stadt zu bekommen (zumindest unsere Eltern), dabei haben wir extra darauf geachtet, dass das berühmte Opernhaus und die Harbour Bridge noch nicht zu sehen sein werden, das war erst für den nächsten Tag geplant. Wir sind also wieder zu Paddys Market gegangen, wo sie ordentlich hätten shoppen können, aber insgesamt haben sie nur eine Hose mitgenommen. Auf der oberen Etage haben wir einen Kaffee getrunken, auf den wir mindestens eine halbe Stunde warten mussten – das ist Rekord. Danach waren die Lebensgeister wieder ein bisschen geweckt und wir haben auch gleich noch die obere Shoppingetage abgearbeitet. Irgendwann war es dann um 1 und wir gingen zurück ins Hotel, wo sie dann das Zimmer beziehen konnten und Nico sofort in Tiefschlaf verfiel. Denny und ich wollten uns Madame Tussauds Wachsmuseum angucken, um den Neuankömmlingen noch etwas Ausruhzeit zu geben, aber so leicht ließen sie sich nicht abschütteln. So haben wir uns also noch das Wachsmuseum angeguckt, es gibt oft Gutscheine für den halben Eintrittspreis in den Touristeninformationscentern. Ansonsten ist der Eintritt ziemlich teuer und insgesamt ist es auch nicht wirklich was anderes als in anderen Städten auch. Danach waren wir noch etwas essen und dann war der Tag auch vorbei und sie konnten in ihr wohlverdientes Bett fallen. Auch ich war am Abend so müde als hätte ich einen 20 Stunden Flug hinter mir.

Kostenlose Sehenswürdigkeiten in Sydney und eine Hafenrundfahrt nach Shark Island

Leider durften wir auch die nächsten Tage nicht ausschlafen, da wir ja immer fast eine Stunde bis ins Zentrum brauchen und wir uns um 9 treffen wollten. Am 2. Tag stand also volles Sightseeing Programm auf dem Plan. Wir haben natürlich mit der Oper gestartet, 1000 Fotos gemacht und uns dann auf den Weg zum Darling Harbour gemacht, wo wir als Überraschung eine Hafenrundfahrt gebucht hatten. Es ging mit einem kleinen Schiff durch den Hafen, der Kapitän hat einiges zu den Sehenswürdigkeiten, aber auch zu der Stadt selbst, zu erzählen gehabt. Shark Island war das Ziel. Diese kleine Insel liegt im Hafen von Sydney, man kann von dort aus die Skyline der Stadt total gut sehen. Die Insel ist schnell umrundet, viel zu sehen gibt es nicht. Man kann hier auch schnorcheln, uns war es aber viel zu kalt und ob es irgendetwas Sehenswertes gibt wissen wir nicht genau. Wahrscheinlich nicht. Haie haben wir nicht gesehen, aber laut dem Kapitän soll es in Sydney´s Hafen nur so vor Haien wimmeln! Auf einigen Internetseiten wird auch davon abgeraten von einer Insel (es gibt mehrere kleine Inseln im Hafen) zur anderen zu schwimmen, einerseits wegen dem Fährverkehr, anderseits wegen der Haie. Das Wetter war wechselhaft, morgens noch Regen, zwischendurch so schöner Sonnenschein dass alle sich erst mal den Sonnenbrand ihres Lebens eingefangen haben und als wir auf der Insel ankamen zog es sich wieder zu. Aber es war trotzdem gut, jetzt haben wir Sydney mal von jeder Seite gesehen. Danach ging es mit der Fähre zum Lunapark, von wo aus wir über die Harbour Bridge zurück gelaufen sind um uns den Botanischen Garten anzugucken. Wir hatten die Hoffnung Fledermäuse, die hier in einigen Bäumen leben, zu sehen. Leider zeigten diese sich nicht, aber der Garten ist trotzdem schön und riesengroß, da braucht man schon einen Tag Zeit um alles zu sehen.


Schon war auch der Tag vorbei und somit unsere Zeit in Sydney.
Am 3. Tag mussten wir dann den Campervan (von Camperman) von unseren Eltern abholen, haben noch etwas eingekauft und sind unpünktlich (wie immer) um 4 zu unserer ersten Restarea außerhalb von Sydney, aber recht dicht am Highway, aufgebrochen.

Jenolan Caves in den Blue Mountains

Unser erstes Ziel waren die Blue Mountains und die Jenolan Caves, das sind uralte Höhlen in denen es verschiedene Kristalle und Tropfsteingebilde zu sehen gibt, die man mit einer geführten Tour besichtigen kann. Es gibt viele verschiedene Höhlen und Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Wir haben 2 Touren gemacht – eine schwere, die River Cave Tour und eine leichte, die Imperial Cave Tour. Die River Cave Tour hat Spaß gemacht, es ging hoch und runter, steile Treppen und Leitern, es gab viele Kristalle und Tropfsteine zu sehen, außerdem einen unterirdischen Fluss der total schön beleuchtet war. 2 Stunden ging die Tour und sie ist sehr empfehlenswert. Alle haben die Tour gut gemeistert und überlebt. Zur Stärkung kann man entweder in dem Hotel neben den Höhlen etwas essen oder sich in der Kantine etwas holen. Aber Vorsicht: Die bunten Papageien sind ganz schön frech und wenn man nicht aufpasst klauen sie einem das Futter vom Teller! 😉

Die nächste Tour stand am nächsten Tag an, diesmal die leichteste die es gibt und nur eine Stunde lang. Es geht hauptsächlich geradeaus und ist für jeden gut geeignet.  Mit der ersten Höhle konnte sie nicht mithalten, aber trotzdem war es total schön. Danach wollten wir einen anderen Weg als gestern zum Parkplatz, der viel höher gelegen ist als die Höhlen, nehmen, leider standen keine Kilometer oder Zeitangaben auf den Schildern und auch so war der Weg ziemlich schlecht ausgeschildert, sodass wir am Ende knapp 10 km gelaufen sind, Berg hoch und Berg runter. Dafür bekamen wir einen tollen Ausblick über das Tal und das erste Känguru unserer Eltern, sogar ein besonderes, was wir auch noch nicht gesehen haben. Alle waren am Abend platt, aber trotzdem froh soviel gesehen zu haben. Die Jenolan Caves können wir jedem empfehlen der in den Blue Mountains unterwegs ist. Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir sogar noch mehr Kängurus getroffen, eins davon war so zahm, dass man es anlocken konnte und es die geöffnete Hand untersucht hat, ob man etwas zu essen hat. Total niedlich!

Übernachtet haben wir in Blackheath auf dem Campingplatz, von dort ist es nicht weit zu den Blue Mountains und auch die Jenolan Caves sind schnell erreicht.

Blue Mountains

Als nächstes standen die Blue Mountains auf dem Plan. Am ersten Tag haben wir uns die Katoomba Falls angeguckt, das war ein schöner Wanderweg, der vom Echo Point, wo die Aussichtsplattform ist, bis ins Tal geht und wenn man möchte, kann man sogar auf die andere Seite des Tals wandern und dort wieder hoch. Wir sind nur bis nach unten gegangen, das hat gereicht 😉 Dort gibt es auch die Scenic World, wo man mit einer Seilbahn auf die andere Seite fahren kann oder mit der steilsten Schienenbahn der Welt nach oben oder nach unten. Da wir aber vorher auf Tripadvisor Bewertungen gelesen haben, haben wir beschlossen nicht damit zu fahren und lieber zu laufen. Das Ganze ist auch nicht gerade günstig und teilweise steht man Ewigkeiten in der Schlange und wartet bis man mal dran ist.
Tags darauf haben wir uns alle in den Campervan gequetscht, 3 vorne und 2 hinten, damit wir unser Zelt nicht abbauen mussten. Zum Glück wurden wir nicht erwischt, die Strafen hier sind ja sehr sehr teuer. Jedenfalls sind wir erst zum Echo Point gefahren, wo wir wieder eine tollte Sicht auf die Klippen hatten und danach zu den Three Sisters, die berühmte Gesteinsformation. Man kann nur eins sagen: Es sieht genauso aus wie auf den Bildern, einfach schön und gewaltig. Zu den Three Sisters führt ein kurzer Wanderweg, mit einer kleinen Brücke ist die erste der 3 Schwestern mit dem „Festland“ verbunden und man kann ein Stück in den Felsen hinein gehen. Wir sind auch ein paar der über 800 Treppen der Giant Stairways runter, das ist schon sehr anstrengend und ohne genug Wasser sollte man wirklich nicht los ziehen. Außerdem ist es sehr steil dort, die Knie haben ganz schön geschlottert – Schwindelfrei sollte man schon sein.

 

 

Abends gab es die ersten Känguruburger, die auch bei jedem gut ankamen 😉
Der weitere Plan war, ein Stück ins Outback zu fahren, mittlerweile sind wir auch etwas im Landesinneren, aber bis zum richtigen Outback dauert es wohl immer noch mindestens 200 km und deshalb haben wir unseren Plan geändert und wir fahren nun wahrscheinlich über Canberra zurück zur Küste, um hoffentlich Pinguine und Seelöwen zu sehen.
Bis jetzt halten sich alle 3 Elternteile wacker, wir haben nichts zu meckern. 😉

Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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Eine Antwort zu Von Sydney in die Blue Mountains und zu den Jenolan Caves

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