Silvester in Sydney

Zu aller erst wünschen wir allen Lesern ein Frohes Neues Jahr und das 2016 für jeden etwas außergewöhnliches und/oder tolles bereit hält. Von einigen Personen wissen wir ja, das dieses Jahr teilweise lebensverändernd wird, für andere wird es einfach ein richtig aufregendes Jahr – genauso wie für uns 🙂

Dudley Point Reserve oder Opernhaus?

2015 endete für uns mit dem größten und (angeblich) besten Feuerwerk der Welt – in Sydney! Wir hatten eigentlich Karten für einen Schauplatz am Dudley Point Reserve, an dem 2500 Menschen zugelassen waren, man erst 18 Uhr da sein musste und von wo aus man das Feuerwerk gut sehen sollen konnte. 40 $ haben wir pro Person bezahlt, dass war es uns wert denn wir hatten ja schon vieles gehört und gelesen, das man an die Gratisschauplätze schon morgens kommen muss und dann ewig wartet bis man reingelassen wird, manche zelten sogar die Nacht vorher vor dem Eingang. Das ist uns dann etwas zu blöd, da bezahlen wir lieber ein bisschen Geld und haben keinen Stress. Wir haben also am 31. schön ausgeschlafen, in Ruhe gegessen und uns fertig gemacht und sind dann erstmal in die Stadt gefahren um zu gucken, wie es da jetzt so ist. Von unserem Haus bis zur Oper fährt man ca. 1 Stunde. Als wir ca. 14 Uhr am Hafen ankamen um zu gucken, wie voll es dort an dem Schauplatz ist, waren wir überrascht dass immer noch Leute rein gelassen wurden und keine lange Schlange vor dem Eingang wartete. Aus Neugierde sind wir dann mal zu dem Eingang, weil wir nicht glauben konnten, dass dieser Schauplatz gratis und noch nicht überfüllt war, schließlich war das genau am Hafen gegenüber der Sydney Harbour Bridge. Als wir drin waren, waren wir immer noch skeptisch, irgendwo musste doch ein Haken sein. Dann sahen wir eine lange Schlange die für irgendwas anstand. Wir fanden heraus, dass die Oper nochmal durch einen Zaun von unserem Platz getrennt war, aber dass dieser Platz auch gratis war. Die Schlange war uns aber eigentlich zu lang, bis etwas Bewegung aufkam und einige Lücken entstanden. Die Versuchung war groß, sich einfach vorne in eine der Lücken zu quetschen und als sich eine Familie einfach in die Schlange einreihte und uns zu sich winkte konnten wir nicht mehr widerstehen. Eine halbe Stunde später waren wir dann tatsächlich auf dem Opernplatz, ohne zu bezahlen, ohne verraten worden zu sein, dafür aber mit einem winzigen schlechten Gewissen (ich zumindest). Aber die Freude darüber, dass das so einfach war und das wir jetzt einen nahezu perfekten Platz hatten überwog. Wir ließen also unsere Tickets für den Dudley Point verfallen, weil wir dachten dass wir gar keinen besseren Platz als diesen finden konnte (der andere Schauplatz ist etwas weiter weg und wir hatten Angst nicht alles gut zu sehen).

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Warten auf das Feuerwerk

Jetzt hieß es warten, es war ja erst halb 3. Ungefähr 7000 Leute waren für den Platz zugelassen, aber es fühlte sich nicht überfüllt an. Die besten Plätze waren natürlich schon so gut wie besetzt, aber ein kleines Eckchen zwischen den ganzen Leuten fanden wir noch und diesen Fleck haben wir auch die ganze Zeit nicht verlassen. Das Warten an sich war gar nicht so langweilig, die Zeit verging relativ schnell, wir hatten Spielkarten und ein paar Snacks mit. Neben uns war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der später die Familiensendung für das Feuerwerk lief und die Band „Sheppart“ 2 Songs spielte, von denen wir allerdings keinen Gesang gehört haben – der ging wohl bloß in die andere Richtung der Bühne raus… Am nächsten Tag haben wir uns die Sendung angesehen und konnten nochmal alles Revue passieren lassen. 😉 Leider war die restliche Zeit kein Programm, keine Musik – wir haben nur von irgendwo anders Musik kommen gehört – das war ein bisschen Schade. Die Leute um uns herum haben entweder gespielt, geschlafen oder sich einfach unterhalten. Alles war friedlich und entspannt, keine betrunkenen oder pöbelnden Leute, das war richtig angenehm, selbst am Abend als es schon dunkel wurde sah man kaum einen mit Alkohol herumlaufen, das ist (zumindest für mich) ein total positiver und angenehmer Unterschied zu Deutschland, wo alle spätestens wenn´s dunkel wird voll sind und herumtorkeln usw…
Als es dann 21 Uhr war, gab es das Familienfeuerwerk. Das war schon ganz toll und feuerte die Erwartungen an das große Feuerwerk nochmal an. Mittlerweile hatten wir uns auch weiter nach vorne gestellt und mit der Kamera herumgespielt, leider sind die Fotos fast alle nichts geworden, ohne Stativ ist das alles etwas schwierig, aber das wird wohl unsere nächste Anschaffung werden.

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Enttäuschung nach dem großen Feuerwerk in Sydney

Und dann irgendwann war es endlich soweit: Der Countdown…… Alle zählten zusammen von 10 runter und waren gespannt. 0 Uhr…… Und los ging´s. Das Feuerwerk an sich war total schön, riesen groß, ich habe glaube ich noch nie solche großen Feuerblüten (??) gesehen und später gab es einen Wasserfall aus goldenen Funken von der Brücke. Das war schon toll. ABER (jetzt kommt´s): Was total blöd und enttäuschend, negativ und für mich persönlich stimmungsdrückend war, das es keine Musik zu dem Feuerwerk gab. Das einzige was man gehört hat war das Knallen und von irgendwoher hat man Bässe von normaler Musik gehört, es gab aber nicht wie im Fernsehen extra Feuerwerkmusik. Das hat mir das alles wirklich etwas versaut sodass ich als Fazit ziehe, dass es schön war das Feuerwerk mal gesehen zu haben, aber meine ganze Spannung und Aufregung war es nicht wert. Vielleicht habe ich auch zu hohe Erwartungen gehabt. Denny fand das Feuerwerk gut, er war beeindruckt (ich ja auch, aber es fehlte halt dieses besondere Gefühl…). Dazu kam, das ca. 5 Sekunden nachdem der letzte Funken erloschen war, die ersten Leute anfingen nach Hause zu gehen, ja fast zu laufen. Das war auch irgendwie merkwürdig. Wir haben uns dann auf die Stufen der Oper gesetzt, um alles auszuwerten und darüber zu reden, als die Sicherheitsleute anfingen uns und alle anderen die noch so auf der Treppe saßen zu verscheuchen mit der Begründung, dass sie ja auch nach Hause wollen → es war gerade mal 20 vor 1…. Das hat mir dann den Rest gegeben und mir endgültig meine Meinung bestätigt: Das Feuerwerk war zwar schön, aber 1. zu kurz (ca.15 min.) für diese ganze Warterei und 2. ohne Musik = ohne emotionale Stimmung. Das ganze Event wird eigentlich total überbewertet und wir würden nicht extra nach Sydney fliegen um uns das nochmal anzuschauen, höchstens wenn wir eh gerade in der Nähe sind. Wahrscheinlich bekommt man ein besseres Programm, je mehr man zahlt, aber von anderen haben wir gehört, dass sie auch keine Musik hatten oder aber irgendwelche Musik, aber nicht die, die man im TV hört. Als wir uns das Feuerwerk am nächsten Tag nochmal angeguckt haben und dann dazu die Musik hatten, hatte ich fast eine Gänsehaut und war aufgeregter als am Abend zuvor…. Soviel macht das aus… Naja.

Fußball und Schaukeln über Sydney

Den nächsten Tag, also am 1.1., haben wir erst mal nichts gemacht und sind abends dann zum Fußball gefahren, Sydney Wanderers gegen Adelaide United. Das Spiel ging 0:0 aus, aber die Fans haben eine ganz gute Stimmung gemacht, die hatten 3 oder 4 Trommler im Block und sogar eine Trompete, das war echt cool.
Der 2.1. war dann der erste richtige Tag in der Stadt. Zuerst sind wir zu dem Dudley Point Reserve gefahren, also da, wo wir eigentlich Silvester verbringen wollten. Man hat eine echt gute Sicht auf die Skyline, wenn auch etwas weit weg, aber bestimmt wäre das Feuerwerk hier gut zu sehen gewesen. Naja, wir hatten da wo wir waren ja auch eine perfekte Sicht. Außerdem ist hier ein Spielplatz mit einer Schaukel, wenn man hoch genug schaukelt und im richtigen Moment ein Foto macht, dann schwingt man über der Skyline, das mussten wir natürlich ausprobieren 😀

Luna Park und Darling Harbour

Danach haben wir uns den ältesten Stadtteil Sydneys etwas angeguckt, „The Rocks“ und sind über die Harbour Bridge auf die andere Seite zum Lunapark gelaufen. Dieser Park ist ein kleiner Freizeitpark mit einigen Karussels, der Eintritt ist frei, aber um mit den Fahrgeschäften zu fahren muss man natürlich bezahlen. Wir konnten uns zurückhalten und haben nur geguckt. Der Park ist aus den 30ern und in diesem Stil ist er auch erhalten, es gibt dort eine Art Garage, in der Rutschen sind, auf denen man schon damals auf Decken heruntergerutscht ist, das soll sogar alles noch Original sein. Vielleicht schaffen wir es doch nochmal dahin… 😉 Vom Lunapark sind wir mit der Fähre zum Darling Harbour gefahren, hier gibt es jeden Samstag ein kleines Feuerwerk, das wollten wir natürlich sehen. Am Darling Harbour ist echt viel los, viele Restaurants, Bars (u.a. das Hardrock Cafe), das Wachsmuseum, ein Zoo, Straßenkünstler und und und…. Hier wird es nicht langweilig. Das Feuerwerk war ganz schön, auch mit riesen Feuerblüten, aber ohne Musik – was diesmal nicht so schlimm war, denn ich hatte ja auch nichts erwartet.


Auch den nächsten Tag verbrachten wir in der Stadt, jedoch hauptsächlich im Paddy´s Market, ein riesengroßer überdachter Markt, wo man alles mögliche kaufen kann, fast so wie ein asiatischer Markt, und wenn man mit der Rolltreppe in den nächsten Stock fährt ist man in einem Einkaufszentrum, das ein großes Spieleparadies mit Autoscooter hat. Da es geregnet hat, haben wir uns hier lange aufgehalten, konnten uns aber zurückhalten Geld fürs zocken auszugeben. Später haben wir dann wieder die Fähre genommen und sind nach Manly gefahren, ca. 45 Min. nördlich des Zentrums. Es soll dort Zwergpinguine geben, leider haben wir keine gesehen…. Hätten wir mehr Zeit würden wir bestimmt nochmal unser Glück versuchen.


Man sieht also schon, dass Sydney nicht in 2 Tagen fertig ist, es gibt noch einiges zu sehen, zum Beispiel den Botanischen Garten und ein paar interessante und teilweise kostenfreie Museen.
Heute haben wir zuhause gefaulenzt, das Wetter ist nicht so toll, es regnet andauernd in Schauern.
In 2 Tagen kommen dann ja unsere liebsten Mütterchen und Nico hier in Sydney an, da haben wir dann auch wieder volles Programm (also freut euch schon mal, falls ihr das hier noch lest 😉 )
Morgen bringen wir dann Rusty wieder mal in die Werkstatt, zum Öl wechseln und durchchecken, hoffentlich nicht mehr…… Mal sehen was der Tag sonst noch so bringt.
Bis nächstes Mal!

Denny und Sarah

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Falter is watching you (könnt ihr die Augen sehen?)

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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