Surfen auf Schildkröten in Byron Bay

Die letzten Tage in Byron Bay waren actionreich.
Erst haben wir ja unseren Surfkurs gemacht, übrigens bei (Achtung Werbung 😉 ) Black Dog Surfschool. Das war total gut und hat Spaß gemacht, unser Lehrer war Schweizer und schon seit 12 Jahren in Australien und unsere kleine Gruppe bestand aus uns, 2 anderen Deutschen und einer Chinesin. Wir waren alle Anfänger, so hatten wir nicht das Gefühl dass wir schlechter sind. Nach dem Aufwärmen und Trockenübungen ging es auch schon ins Wasser. Der Tag war zwar nicht besonders schön, der Himmel bewölkt und das Wasser nur ca. 24 °, aber trotzdem hat es total Spaß gemacht. Als erstes hat unser Trainer uns in die Wellen geschubst, sodass wir uns nur auf das Aufstehen konzentrieren mussten. Ich habe sogar gleich die erste Welle gut gestanden, bis zum Strand bin ich gesurft – das war natürlich Motivation pur. Danach ging es mal besser und mal schlechter, aber die ein oder andere Welle habe ich trotzdem bekommen und erfolgreich bestanden. Für Denny war das alles nicht so einfach, hat er sich bei den Trockenübungen noch gut geschlagen, sah das im Wasser ganz anders aus. Er hat den Dreh mit dem Aufstehen einfach nicht raus, aber das werden wir noch fleißig üben 😉 Nebenbei hat ein Fotograf am Strand Fotos von uns geschossen, da sind einige gute Schnappschüsse dabei.
Nach einer kleinen Pause ging es dann wieder ins Wasser, diesmal sollten wir selber paddeln und unsere Wellen erwischen. Das ist ganz schön schwierig und wir haben es beide nicht geschafft unsere eigene Welle zu reiten. Leider war es an dem Tag schon zu spät um uns ein eigenes Surfbrett auszuleihen, sonst hätten wir danach gleich weiter geübt. Gesurft sind wir übrigens natürlich auf Brettern und nicht auf Schildkröten. 😉


Am nächsten Tag stand Schnorcheln auf dem Programm. Erst konnten wir uns nicht entscheiden ob wir lieber Schnorcheln oder Kayak fahren mit Delfinen wollen, am Ende haben wir uns aber gegen die Delfine entschieden, da man die wohl noch öfter sehen kann, auch ohne Geld zu bezahlen. Das haben wir ja schon lange nicht mehr gemacht und hier, an den Julian Rocks soll einer der besten Schnorchel und Tauchplätze Australiens sein. In den Flyern steht, dass man viele verschiedene Fische, Haie, Rochen und Schildkröten sehen kann, die ganze Tour wird auch unter dem Namen „Snorkel with Sea Turtles“ verkauft. Als wir morgens aufgestanden sind, hatten wir eigentlich überhaupt keine Lust, weil es geregnet hat und der Himmel grau war, außerdem nicht besonders warm. Wir haben sogar ein bisschen gehofft, dass die Tour abgesagt wird. Wir haben uns dann aber aufgerafft und in Byron Bay angekommen, war das Wetter schon ein bisschen besser, es hat zumindest nicht mehr geregnet. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung und nachdem wir mit Schnorchelzeug ausgestattet waren konnte es losgehen. Auf einem kleinen Gummiboot haben wir uns in die Fluten gestürzt, es gab keine Sitze, man musste auf dem Rand des Bootes sitzen. Der Wellengang war an diesem Tag ganz schön heftig, ich hatte die ganze Zeit Schiss raus zu fallen und war froh, als wir nach 5 Min. an den Julian Rocks angekommen sind. Es wurde noch einmal kurz erklärt, was man hier erwarten kann zu sehen und wie weit man sehen konnte und da hatten wir richtig Glück: 30 Meter! Wir konnten von der Wasseroberfläche bis unten zum Grund gucken. Das ist nicht immer so. Ein Guide ging mit ins Wasser, in dessen Nähe man bleiben kann, aber nicht muss, ansonsten waren noch 6 weitere Leute dabei, wieder ein schön kleine Gruppe. Als wir uns ins Wasser gestürzt haben, konnte man sofort schon Fische sehen und das Wasser war tatsächlich so klar, das wir alles sehen konnten. Wir blieben immer in der Nähe von dem Guide, der entdeckt meistens als erstes besonders schöne Fische oder Haie usw. Es dauerte auch nicht lange, da fanden wir die erste Schildkröte. Das war so schön, wie sie durchs Wasser „geflogen“ ist, total dicht, man hätte sie anfassen können (was man aber nicht macht, außerdem sollte man einen ca. 2 Meter Abstand halten). Gleich als nächstes fand der Guide auch Haie – hier gibt es keine richtig gefährlichen Haie (normalerweise), wobei man natürlich keinen von denen ärgern sollte. Man kann hier den Leopardenhai sehen, den Grey Nurse Shark und den Wobbegong, welchen wir auch als erstes entdeckt haben. Dieser Kumpel gilt als aggressiv und man sollte ihn nicht anfassen oder anders ärgern – hatten wir ja eh nicht vor. Davon haben wir während des Trips einige gesehen, hauptsächlich unter Felsen versteckt, aber man konnte raten, dass er ca. 2 Meter groß war. Neben vielen bunten und riesigen Fischen, Fischschwärmen durch die wir durch geschnorchelt sind und Sehsternen haben wir dann auch einen Leopardenhai entdeckt, der war auch ganz schön groß. Wir haben auch noch viele weitere Schildkröten gesehen, die Höchstzahl, die wir auf einem Haufen gefunden haben war 4. Zum Schluss, kurz bevor unser Trip zu Ende ging, haben wir tatsächlich noch riesige Mantarochen gesehen, die waren so riesig, die hatten bestimmt einen Umfang von 2 Metern. Insgesamt war der ganze Schnorcheltrip unglaublich toll, eines der besten Schnorchelerlebnisse die wir gemacht haben. Den Grey Nurse Shark (der auch wie ein richtiger Hai aus sieht) haben wir leider nicht gesehen, die Saison ist gerade vorbei, aber man kann ja nicht alles haben. 😉


Als wir mit dem Gummi-Jetboot wieder zurück gefahren sind, haben wir sogar noch ein paar Delfine gesehen, das hat das ganze nochmal schöner gemacht. Ein paar gute Fotos von der Unterwasserwelt haben wir auch im Kasten, aber eigentlich muss man da mal selbst geschnorchelt haben, das sind nämlich Sachen, die man mit der Kamera gar nicht so gut wiedergeben kann.
Damit war unsere Zeit in Byron Bay auch beendet und am nächsten Tag haben wir uns auf nach Coffs Harbour gemacht, um hier 2 Tage zu verbringen und unsere Surfkünste zu verbessern.
Gestern waren wir zu spät dran, aber heute haben wir uns ein Surfboard ausgeliehen. Leider war dieses Board ein bisschen anders als das aus der Surfschule, Denny konnte damit nichts anfangen, war wohl zu schmal, er konnte da noch nicht einmal drauf liegen. Das war blöd, aber nu hatten wir es ja schon, also hat Denny mich in die Wellen geschubst. Zum Schluss habe ich es auch alleine versucht und mind. 4 eigene Wellen bekommen, gar nicht so schlecht eigentlich 😉


Morgen geht es weiter, Weihnachten wollen wir in Port Macquarie verbringen und Dennys Geburtstag steht auch bald an, da habe ich was gutes geplant. Leider darf ich hier noch nicht verraten was, aber es wird aufregend 🙂

Wir werden wahrscheinlich vor Weihnachten nicht mehr schreiben, also wünschen wir allen die das hier lesen schon mal frohe Weihnachten 🙂

Bis nächstes Mal
Denny und Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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