Tiere

Natürlich denkt man bei Australien als erstes an Kängurus und Koalas. Und zumindest von ersterem sieht man im Morgengrauen und in der Abenddämmerung mehr als genug. Es gibt unterschiedliche Arten, große Kängurus und kleine Wallabies. Am Anfang einer jeden Australienreise wird man wahrscheinlich etwas enttäuscht sein: Man kommt in irgendeiner großen Stadt am Flughafen an, steigt in den Bus oder die Bahn, fährt zu seinem Hostel – und sieht keinen einzigen von den Hüpfern, allerhöchstens ein totes am Straßenrand. Dann hält man sich erstmal in der Stadt auf bis man ein Auto hat. Man startet den Roadtrip und fährt tagsüber und langsam glaubt man, es gibt gar keine Kängurus hier. Aber spätestens wenn man dann aus den Stadtgebieten rauskommt, links und rechts Felder oder Wälder sind, die Sonne untergeht und es dunkel wird findet man überall diese kleinen (oder großen) niedlichen Boxer. Und man merkt, wie gefährlich sie eigentlich sind, wenn sie am Straßenrand sitzen und ohne Vorwarnung kreuz und quer umherspringen. Aber das hatten wir ja schon beim Thema Autofahren
Es gibt eine bestimmte Art von Kängurus, die Quokkas – das sind die kleinen süßen, die immer ein Grinsen im Gesicht haben -, leider sind sie ziemlich selten auf dem Festland, aber es gibt eine kleine Insel bei Perth, auf der viele von ihnen leben.
Auch als Nahrungsmittel halten die Kängurus her, ob als Steak, Burger oder Wurst – man kann Kängrurufleisch in verschiedenen Formen kaufen. Schmeckt gar nicht schlecht und hat wenig fett.
Wusstet ihr, dass die australische Fußballnationalmannschaft „Socceroos“ heißt?
Koalas haben wir bis jetzt noch nicht in Freiheit gesehen, aber im Süden gibt es viele, da kommen wir erst noch hin.
Zu den weiteren Nationaltieren zählen der Kookaburra – auch lachender Hans genannt – und das Schnabeltier. Kookaburras sind Vögel, die man eigentlich überall in Australien findet und die einen echt ausgefallenen Ruf haben – sie machen Geräusche wie Affen! Das muss man mal gehört haben.
Schnabeltiere sind auch ziemlich selten und man kann mit Glück welche sehen, vor allem wohl im nördlichen Queensland, aber auch an anderen Orten. Wir bleiben dran! 😉
Die Gefahr, die angeblich von den ganzen giftigen Schlangen und Spinnen ausgeht wird total überbewertet. In den Stadtzentren findet man sowieso solche Art Tiere normalerweise nicht und selbst während unserer Farmarbeit können wir an einer Hand abzählen, was wir an Reptilien und Spinnen gefunden haben. Also alles halb so wild. Wahrscheinlich muss man schon richtig in den Busch gehen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein um Schlangen zu finden.
Im Norden Australiens findet man viele Krokodile, Frisch- und Salzwasserarten. Die Frischwasserkrokodile sind eigentlich nicht gefährlich, sie können einen zwar beißen aber immerhin nicht fressen. Auf Salzwasserkrokodilen sollte man eher aufpassen und nicht zu nah ran gehen, ein Haps und man wird nie wieder gesehen. Es gibt eigentlich in jedem Fluss und sogar im Meer Krokodile und wo ein Schild mit einer Warnung steht, sollte man besser nicht baden gehen – sowieso sollte man im Norden nirgendwo baden gehen wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist.
Zu den weiteren Tieren, die man in Australien finden kann zählen Kamele, wilde Pferde und Esel, jede Menge umherstreunende Kühe, Dingos, Echidnas (Schnabeligel), Tasmanische Teufel (nur in Tasmanien), verschiedene Arten von Echsen, Fledermäuse und Flughunde, Buschwildschweine, verschiedene Frösche und Kröten – darunter die Aga-Kröte, welche aus Südamerika mal eingeführt wurde und die für alle Tiere ziemlich giftig ist und keine Fressfeinde hat, somit zur Pest geworden ist und sich ungestört vermehren konnte. Mittlerweile gibt es unzählbar viele von ihnen hier, kein Wunder wenn eine Kröte 2x jährlich bis zu 36.000 Eier legen kann. Eine gute Nachricht ist, dass einige Vögel mittlerweile herausgefunden haben die Kröten auf den Rücken zu drehen und dann den Bauch behacken – das Gift ist nämlich nur auf dem Rücken. Es ist also Hoffnung in Sicht.
Es gibt auch eine ganze Menge Wassertiere wie zum Beispiel Delfine, Wale, Schildkröten, viele bunte Fische (darunter Nemo und Co.), Haie und Quallen, worunter es einige gefährliche gibt. Es gibt diese Quallenart, Box Jellyfish, wenn die einen trifft ist man entweder tot oder hat extreme Schmerzen die tagelang anhalten. Diese Quallen sind auch der Grund, warum die Strände im Osten bis Brisbane von November bis April gesperrt sind und man in dieser Zeit, sowie kurz davor und danach, nur mit speziellen Anzügen ins Wasser darf (wenn man zum Beispiel eine Tour zum Great Barrier Reef macht).
Es gibt sogar Rehe hier, das wusste ich bis vor kurzem noch nicht.

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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