Auto fahren

Bekanntlicherweise fährt man in Australien auf der linken Seite der Straße und sitzt auf der rechten Seite hinter dem Steuer. Das ist auch schon der größte Unterschied. In jedem Ort mit viel Tourismus, zum Beispiel die Städte oder beliebte Orte für Backpacker zum Arbeiten, stehen Schilder auf den steht, das man links bleiben soll – als kleine Erinnerung.
Fahrschulen gibt es hier zwar, aber viele Australier lernen das Auto fahren von ihren Eltern. Es gibt verschiedene Plaketten (wie bei den LKW´s in Deutschland diese L Plakette) die für verschiedene Stadien des Fahrers stehen. So ganz durchschaut haben wir das System noch nicht, aber es muss auf jeden Fall eine gewisse Anzahl an Stunden mit einem erfahrenen Fahrer absolviert werden bevor man alleine fahren darf.
Noch ein Unterschied ist, das es hier viele Kreisverkehre gibt. In den kleinen Städten und Orten, eigentlich schon in den Vororten großer Städte, sobald man aus dem Zentrum ist, gibt es nur wenige oder keine Ampeln und viele Kreisverkehre. Die Regeln für den Kreisverkehr denken wir, sind eigentlich die gleichen – wobei viele auch in den Kreis reinblinken und erst aufhören zu blinken wenn sie rausfahren.
Nachtfahrten sind ziemlich gefährlich in ländlichen Gegenden (also eigentlich die komplette Westküste), weil hier soviel rum rennt nachts, das man sich richtig konzentrieren muss und am besten nur ganz langsam fährt – noch besser ist es, nachts nicht zu fahren. Und da es hier ziemlich früh dunkel wird, sollte man gegen 17 Uhr sein Tagesziel erreicht haben. Hunderte Kängurus sitzen am Straßenrand, die nur darauf zu warten scheinen von dem Autolicht verwirrt zu werden und unkontrolliert durch die Gegend zu hüpfen. Auch Kuhherden stehen manchmal auf der Straße, im Zentrum Australiens kann es sogar sein das man auf Kamele trifft. Damit nicht allzuviel passiert, jedenfalls dem Auto, haben fast alle sogenannte Bullenfänger vorne an den Autos dran. Das verhindert zumindest bei Kängurus schlimmeres, ob das Ding auch bei Kühen was bringt will ich lieber nicht ausprobieren.
Eine weitere Gefahr sind die Roadtrains, weil sie teilweise echt lang sind und es ewig dauert bis man sie überholt hat – also muss man vorher immer gucken, ob die Bahn frei ist und kein Auto entgegenkommt. Die Steinschlaggefahr ist auch nicht zu unterschätzen, vor allem wenn viel Split auf der Straße liegt – am besten fährt man soweit wie möglich an den Straßenrand oder hält an. Auch der Luftdruck der beim vorbeifahren aufkommt ist manchmal echt heftig und man muss aufpassen das man nicht von der Straße abkommt.
In Melbourne gibt es eine bestimmte Art des Abbiegens, der „Hook Turn“ (Haken Abbiegung) – wenn man rechts abbiegen will, muss man sich erstmal links einordnen und dann warten, bis die entgegenkommenden Autos und Straßenbahnen vorbei sind, erst dann darf man fahren. Wir sind gespannt wenn es soweit ist, soll gar nicht so einfach sein…
Die Straßenverhältnisse sind hier echt gut, solange es eine geteerte Straße ist. Keine oder kaum Schlaglöcher (jedenfalls was wir bis jetzt gesehen haben).
Die Höchstgeschwindigkeit ist von Staat zu Staat unterschiedlich, außerhalb von Ortschaften darf man bis 110 km/h fahren (im Northern Territory bis 130 km/h) und Innerorts bis zu 60 km/h.
Man sollte sich an die Verkehrsregeln halten, denn ein Bußgeld wird richtig, richtig teuer, fährt man nur 10 km/h zu schnell darf man über 100$ zahlen. Manchmal muss man die Strafe sofort zahlen, manchmal kommt irgendwann ein Brief nach Hause geflattert.
Am Anfang von einigen Ortschaften stehen Schilder auf denen steht, worauf die Polizei gerade besonders achtet.
Die am meist gefahren Automarken sind Asiatische Modelle wie Toyota, Nissan oder Mitsubishi. Vor allem in den ländlichen Gegenden sieht man fast nur Allradautos herumfahren, oft Pick-Up´s. Die meisten fahren wohl Toyota Hilux oder Landcruiser, Nissan Patrol oder Mitsubishi Pajero. Andere Modelle sieht man natürlich auch, aber das sind so die häufigsten. Natürlich gibt es hier auch Kleinwagen, vor allem in den Städten. Auch VW, BMW und Mercedes kann man hier finden.
Eine beliebte Automarke, die nur in Australien und Irland produziert wird (wobei Australien den letzten Wagen 2015 vom Band gelassen hat) ist Holden – viele von den Modellen sehen aus wie Opelmodelle und viele Autos sind quietschbunt und getunt.

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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Eine Antwort zu Auto fahren

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