Melonen, Melonen, Melonen

Bonjour,

heute lassen wir mal wieder was neues von uns hören und wie es uns in den letzten Tagen so ergangen ist. Den 1. Monat auf der Farm haben wir bereits geschafft, die Tage vergehen rasend schnell wenn man arbeitet. Wir sind von morgens um 6 bis meistens halb 4 – um 4 auf der Arbeit, danach gehen wir duschen und alle paar Tage einkaufen. Schnell essen machen und dann ist auch schon bald Schlafenszeit. Also viel gibt es hier nicht für uns, was wir noch machen können nach der Arbeit. Nachdem wir die letzten 2 Wochen auch ohne einen freien Tag durchgearbeitet haben, gab es für uns sowieso nur Arbeiten, Essen, Schlafen. Vor allem für mich ist es hier ziemlich hart so wenig frei zu haben, ich fühle mich wie eine alte Oma, habe Schmerzen in allen Gelenken, vor allem den Knien. Denny wurde jetzt ja in die Halle versetzt, er fährt den Tag über entweder mit dem Gabelstapler oder macht die Kartons für die Melonen, ich picke weiterhin. Die Kartons zu machen ist wohl auch nicht die schönste Aufgabe, vor allem wenn die Sonne knallt. Außerdem ist Denny da meistens alleine beschäftigt und hat somit keinen zum quatschen. Außer ab und zu Sonnenbrand hat er keine Wehwehchen.
Wir haben mittlerweile 2 Teams, die Picker (wir, die die harte Arbeit machen 😉 ) – meistens 7 Leute, an guten Tagen 8. Dann die Packer, die, die die Scheißarbeit (finde ich) machen müssen – Unkraut jäten am Vormittag und ab Mittags die Melonen einpacken (okay, das ist nicht soooo eine Scheißarbeit) und wenn sie Pech haben (oder Glück, je nach Empfinden) wird einer von ihnen noch mit aufs Feld zum Picken geschickt oder darf weiter Unkraut jäten. Das sind 5-6 Leute und 2 Gabelstaplerfahrer, davon 5 Franzosen und Denny hat manchmal das Pech, das er mit zum Unkraut jäten muss und wenn dann Pausenzeit ist, sitzt er da unter den ganzen Franzosen, die sich nur auf französisch unterhalten, weil sie kein Englisch können oder sich nicht trauen zu sprechen. Nicht sehr nett. Naja…. Die Franzosen sind mittlerweile in der Überzahl, aber die meisten davon sprechen ja zum Glück Englisch. Sonst sind wir eine gemischte Gruppe, wir haben 2 Engländer, 1 Amerikanerin, mittlerweile 2 Italiener und sogar eine Australierin.
Freitag nach Feierabend gibt es immer Bier, nachdem wir die 2 Wochen durcharbeiten geschafft haben, gab es sogar ein Barbeque (BBQ) vom Chef. Das ist gut für die Stimmung und für den Teamzusammenhalt.
Als Ausgleich und weil 1. die Melonen noch nicht fertig zum weiterpflücken waren und 2. am Montag (heute) hier der Westaustralien Tag – also ein Feiertag – war, haben wir dann zu unserer Freude und Überraschung 3 Tage frei bekommen. Das tat aber auch echt Not.


Die 3 Tage haben wir genutzt, um nach El Questro zu fahren, das ist eine riesengroße Rinderfarm, mit verschiedenen Schluchten und Allradstrecken und man kann viel Unternehmen – wenn man bezahlt. Wir haben eine Nacht dort gecampt und sind am ersten Tag 2 Allradstrecken gefahren. Das waren wirklich aufregende Strecken, man kann es nicht auf Bildern festhalten. Steile, enge Pfade hoch zu einer Aussichtsplattform, sodass wir Angst hatten umzukippen, über Steine und durch Wasser, alles war dabei. Das Auto wurde so durchgeschüttelt, dass unsere „Kücheneinrichtung“ auseinandergefallen ist 😀 Aber es hat Spass gemacht. Als wir zu unserem Campingplatz gekommen sind, mussten wir feststellen, das dieser leider schon von einer kleinen Herde Kühe besetzt war 😀 Die hatten aber scheinbar keine Lust auf uns und haben sich dann verdrückt, nicht ohne einige Fladen zu hinterlassen. Die erste Nacht seit einiger Zeit in der Wildnis (wir hatten einen kleinen Stellplatz nur für uns mitten im Busch an einem Fluss) war angenehm kühl und ruhig, nur die Grillen hörte man zirpen.
Am nächsten Tag haben wir eine Wanderung zu der El Questro Schlucht gemacht, der Weg war echt schön, als ob man mitten im Regenwald gelandet ist, der Rest außerhalb der Schluchten, wo kein Wasser ist, ist nämlich nur vertrocknetes, gelbes Gras. Ein riesen Unterschied innerhalb ein paar Metern. Am Ende des Weges ist ein kleines Wasserloch, in dem man baden kann und wenn man auf den großen Felsen am Ende des Wasserlochs klettert, kann man noch weiter gehen. Wir haben uns mit dem 1. Loch zufrieden gegeben und während wir da saßen, kam unsere 1. Schlange an uns vorbeigekrochen. Die war nicht sehr groß, aber immerhin. Es ging zu schnell, deswegen gibt es keine Fotos. An einer Felswand hing ein Frosch und hat geschlafen. Dieser Ausflug war wirklich schön und wenn wir das nächste Mal länger frei haben, wollen wir nochmal einen Ausflug dahin machen und die anderen Schluchten erforschen.


Wir sind relativ früh wieder zurück gefahren, weil es mir nicht so gut ging. So haben wir den Rest des Tages einfach damit verbracht, nichts zu tun 😉
Heute, an unserem letzten freien Tag, haben wir erstmal schön spät gefrühstückt und sind dann losgefahren um auf Krokodiljagt zu gehen. Wie ich ja schon erzählt hab, leben im Stausee tausende Süßwasserkrokodile (ungefährlich für Menschen – zumindest nicht tötlich) und in dem Fluss, der vom Stausee abgeht viele Salzwasserkrokodile (das sind die großen, die einen fressen können).
Heute ist das Wetter zwar richtig heiß, aber dafür wolkig gewesen, ich glaube, das sind gute Bedingungen. Und als wir dann ein bisschen am Fluss entlanggegangen sind, haben wir tatsächlich 2 Saltie´s entdecken können. Ein Glück haben wir ein Fernglas, die waren nämlich an der anderen Seite des Flusses und somit konnten wir kein Foto machen. Endlich haben wir welche gesehen, wenn auch etwas weiter weg. Ein paar Meter weiter oben am Fluss, standen Angler Knöcheltief im Wasser. Ich weiß nicht ob die Lebensmüde sind oder einfach nicht wissen bzw. ignorieren das in dem Fluss Riesenkrokodile leben, aber dass das richtig gefährlich ist dürfte ja bekannt sein. Wir werden mal versuchen rauszufinden wie viele Menschen schon in diesem Fluss angegriffen wurden.
Sonst haben wir heute eigentlich nichts aufregendes gemacht, wir haben zum ersten Mal Yoda gewaschen. Hier gibt es nur eine Selbstwaschanlage, wo man 1 $ reinwirft und dann sein Auto 1:30 einshamponieren kann und für den nächsten Dollar abspritzen usw. Echt günstig wie wir finden und Denny hatte Spaß, Yoda mit rosa Shampoo zu waschen 😉
Morgen geht es dann wieder ran an die Melonen und Ende der Woche oder nächste Woche fangen wir auch an, Kürbisse zu ernten. Wann wir das nächste Mal frei haben steht nicht fest, es wird ab jetzt wahrscheinlich so sein, das wir Bescheid sagen müssen, wenn wir einen freien Tag brauchen und uns dann absprechen müssen, es können immer 2 gleichzeitig frei haben.
Ich kann nur sagen, ich bin froh wenn wir die Zeit die wir müssen geschafft haben und ob ich das länger durchhalte weiß ich wirklich nicht. Immerhin wird es nächste Woche kälter (26°).
Bis nächstes Mal,
viele Grüße an alle St. Pauli Fans, Denny ist sehr glücklich über den Klassenerhalt. ♥FCSP♥

Denny und Sarah

 

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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