We survived the Gibb River Road (Langer Text, lohnt sich aber zu lesen)

Hello folks,
wir haben es also geschafft: Die Gibb River Road können wir abhaken auf unserer „To do list“. Wen es interessiert kann es ja mal googlen, aber die Straße ist bekannt als eine der abenteuerlichsten in Westaustralien und eine beliebte Strecke, die mit dem Allradfahrzeug befahren wird. Sie wird als „Soft adventure“ beschrieben und zugegeben, es gibt wahrscheinlich tausendmal schlimmere Straßen, aber wenn man ein eher unerfahrener Allradfahrzeug-Fahrer ist, dann ist die Strecke erstmal Abenteuer genug und man ist froh, wieder auf Aspahlt zu fahren. Die Strecke geht durch die Kimberley Region, bekannt aus dem Film „Australia“, viele Szenen wurden dort gedreht. Die Region gilt als eine der letzten wilden Gebiete in Australien, geprägt von „Bergen“, es gibt hier nur ein paar Farmen ab und zu verstreut und Aboriginalgemeinden. Also Natur und Abgeschiedenheit pur. Die ersten Kilometer der Straße sind aspahltiert und irgendwann hört das dann einfach auf und man fährt auf einer roten Schotterpiste weiter, die ungefähr so aussieht wie bei uns irgendwelche Hofeinfahrten. Nur das diese Hofeinfahrt etwas über 700 km lang ist und in der Regenzeit so aufgweicht und überschwemmt ist, dass man sie nicht befahren kann. Da wir jetzt noch in den letzten Zügen der Regenzeit stecken und sie offiziell erst im Mai vorbei ist, hatten wir ein bisschen Schiss, das wir auf der Hälfte umdrehen müssen oder irgendwo warten müssen, weil einer der Flüsse einfach zu hoch ist um durchzufahren – die Straße (wenn man sie denn so nennen kann) ist nämlich von einigen Flüssen und Bächen gekreuzt. Allgemein ist es in Australien so, dass man statt Brücken zu bauen einfach die Straßen durch die Flüsse durchbaut und wenn der Fluss zu hoch ist um durchzufahren, dann kommt man eben nicht weiter. Ist dann halt so. In Europa ist das ja nicht vorzustellen, aber wir sind ja schließlich hier um genau sowas zu erleben und zu sehen.

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Die ersten 200 – 300 km liefen reibungslos, kein Fluss, nur kleine Rinnsäle kreuzten die Straße und wir waren schon etwas enttäuscht, hatten wir uns doch etwas mehr erhofft. Von der Gibb River Road aus kann man zu einigen Schluchten fahren, einige waren aber noch wegen der Regenzeit geschlossen (leider). Aber die wichtigste, bzw. die, die uns am meisten interessiert hatte war geöffne t – die Tunnel Creek Schlucht. Ein Fluss hat sich über ewige Zeiten durch einen der Berge gegraben und so einen Tunnel gebildet. Heute kann man durch diesen Tunnel gehen, um jedoch hineinzukommen, muss man erstmal über einige riesen Felsstücke klettern, die vor dem Eingang liegen. Wüsste man nicht dass tatsächlich da lang soll, hätte man gedacht man hat sich vertan und wäre umgedreht. Wir sind auch zuerst umgedreht und in die andere Richtung gegangen, jedoch war dort kein Berg, also konnte auch kein Tunnel da sein. Also kletterten wir über die Felssteine in die Höhle. Man muss teilweise durch Wasser laufen und nach ein paar Metern war es stockdunkel, man konnte die Hand vor Augen nicht sehen. Wir haben ja zum Glück eine sehr gute Taschenlampe und somit auch keine Probleme. Das Wasser war etwas kühl, aber nicht zu kalt und stellenweise kniehoch. Kleine Fische konnte man drin rumschwimmen sehen und draußen stand ein Schild, das auch manchmal Süßwasserkrokodile in dem Fluss sind. Sie sollen zwar harmlos sein und einem nichts tun, wenn man ihnen nichts tut, aber da wir ja ein paar in der Schlucht gesehen haben, wo wir davor waren, wollten wir ihnen trotzdem nicht zu nahe kommen und schon gar nicht in einer dunklen Höhle. Wir sind also durch das Wasser gewatet, über Schlamm und spitze Steine. Auf der Hälfte ist der Tunnel irgendwann mal eingestürzt und Licht kommt von oben herein, das macht einen schönen Effekt. Als wir weiter ins dunkle gingen, fanden wir in etwas flacherem Wasser Krebse, die nicht gerade klein waren. Sowieso ist das Gefühl, auch ohne Krebse und Krokodile, durch Wasser zu laufen, dessen Grund man nicht sehen kann und auch nicht genau weiß, was da alles drin lebt, sehr merkwürdig. Am Ende des Tunnels sollten Aboriginal-Felsmalerein sein, aber wir sind entweder zu blind oder die Zeichnungen sind so verblasst, das man sie gar nicht finden kann, jedenfalls haben wir sie nicht gefunden. Da der Weg kein Rundweg war, mussten wir nun durch den Tunnel zurück. Auf jeden Fall ist diese Wanderung sehr interessant und macht Spaß. Ohne Taschenlampe ist man jedoch aufgeschmissen und eine Handytaschenlampe würden wir als zu klein einstufen. Und wenn man Angst vor Fledermäusen hat, ist dieser Weg vielleicht auch nicht der Beste, denn ein paar Flughunde wohnen auch dort, man hört sie nur Geräusche machen und sieht sie nicht. Es kann wohl auch passieren, dass sie tief fliegen und einem ins Gesicht flattern, uns ist das nicht passiert.


Nach den beiden Schluchten sind wir weiter gefahren, leider war eine der im Reiseführer als spektakulärsten Schluchten noch geschlossen, also hieß es eigentlich nur geradeaus fahren. Nach ein paar Stunden Fahrt, kaum Autos die uns entgegenkamen und mehr Kühen als Kängurus oder sonst irgendwas meinte Denny zu merken, dass Yoda irgendwie komisch fährt. Nach einem kurzen Blick aus dem Auto stellten wir fest, das beide (!!!) Hinterreifen platt waren. Ich betone, BEIDE HINTERREIFEN ZUR SELBEN ZEIT. Zufall? Hat es eine höhere Bedeutung? Man weiß es nicht. Auf jeden Fall stand eines Fest: Wir sind kilometerweit von allem weg was es an dieser Straße so gibt, es kommt höchst selten und wenn, dann eher vormittags ein Auto vorbei, Kühe können keine Reifen wechseln und jetzt kommt noch der Höhepunkt: Wir haben 2 platte Reifen aber nur 1 Ersatzrad. Auch wenn man so schlecht Rechnen kann wie ich merkt man, dass da irgendwas nicht hinkommt. Was also nun tun? Erstmal gucken ob wir überhaupt Reifenwechselzeug haben (wir haben einfach mal darauf vertraut, dass der Vorbesitzer nicht ohne dieses wichtige, wenn nicht sogar eines der wichtigsten Equipments durch die Gegend gekurvt ist) und wieder einmal festgestellt, das Kontrolle besser als Vertrauen ist, denn wir hatten weder einen Wagenheber, noch ein Radkreuz. Tolle Wurst und super, dass es uns so früh eingefallen ist, sowas mal zu checken. Aber gut, aus Fehlern lernt man. Und da wir wieder Glück im Unglück hatten (ich erinnere an die Sache mit Port Hedland), sind wir vor einigen Kilometern an einer Aboriginalgemeinde vorbeigefahren. Da wir sowieso nichts anderes machen konnten, als entweder warten oder verzweifeltes zu tun, taten wir das letzte. Wir wussten nicht genau wieviele Kilometer seit der Gemeinde Vergangen waren, aber im Reiseführer stand, dass dort eine Tankstelle und eine Werkstatt war. Also fuhren wir, langsam, mit den beiden Platten zurück, in der Hoffnung, es noch wenigstens dahin zu schaffen. Es sah auch ganz gut aus, aber dann….. kurz vorher….. PUFF. Ein Reifen hatte es nicht geschafft, er war nun völlig hin und zerfetzt. Zum Glück war es bis zur Gemeinde nun nur noch ca. 2 km und man konnte die ersten Häuser schon sehen. Da wir eh nichts anderes machen konnten und 2 km nun auch nicht die Welt sind, sind wir also zu Fuß bis zu der Tankstelle gelaufen um festzustellen, dass sie seit dem 31. 3. 15 geschlossen ist. Ganz toll, es stand zwar eine Telefonnummer von dem 50 km entfernten Reifenreparaturservice am Fenster, aber ohne Handyempfang nützt es einem auch nichts. Auf gut Glück gingen wir in die Gemeinde, es stand zwar ein Schild da, dass man nicht einfach so dahin darf, aber was blieb uns übrig. Schon kam auch ein Auto angefahren mit 2 Leuten, denen wir unser Problem geschildert haben, woraufhin sie sofort irgendjemanden (dank Sattelitentelefon) angerufen hat. Dieser jemand konnte scheinbar nicht helfen, also versuchte sie es bei jemand anderem. Auch dieser jemand schien nicht kommen zu können, hatte aber die Idee, dass wir von einem der Aboriginal Leuten einen Reifen borgen (wir verstanden am Telefon kaufen – borough und bought hört sich ähnlich an) könnten und dann zu ihm fahren, er würde uns dann den Reifen reparieren wenn es geht. Das war natürlich eine gute Idee und die beiden machten sich auch gleich auf die Suche nach einem passenden Reifen. Wir wissen nicht woher und hoffen, dass das auch alles so richtig war, aber tatsächlich hatten sie dann einen Reifen gefunden, der auch noch ganz ordentlich aussah. Ab in den Landrover, deren Chihuaha auf den Schoß genommen und los gings zu Yoda. Sogar beim Reifenwechseln hat der Mann (leider kennen wir seinen Namen nicht) uns schnell geholfen, wir standen ja schon mit einem Fragezeichen im Gesicht, weil wir nichtmal wussten, wie man überhaupt das Ersatzrad, welches unter dem Auto hängt, abbekommt. Eine komische Technik ist das und ich behaupte, wir wären da niemals alleine drauf gekommen. Das Ersatzrad war dann ein bisschen lächerlich, weil es wirklich winzig im Vergleich zu den anderen 3en war und wer auf diese Idee kam, so ein Rad als Ersatz für so ein Auto zu nehmen, sollte vielleicht nächstes mal weniger trinken. Aber gut, ein Minirad ist besser als gar keins, also bauten wir es ran und hofften, dass es
halten wird. Hätten wir ein bisschen Gras dabei gehabt, hätten wir das Rad eintauschen können, aber als Alternative nahmen die beiden auch Geld – 50 $ für das gute Rad und dazu ein Radkreuz. Schnäppchen! Ohne weitere Vorkommnisse, bis auf das wir einmal Benzin aus dem Kanister nachtanken mussten, haben wir dann auch den Weg bis zum Reifentypen geschafft, der zwar schon bald Feierabend hatte, aber egal, denn wir wollten ja weiter. Den einen Reifen, den es nicht völlig zerfetzt hatte konnte er flicken, den Aborignal Reifen hat er aufgepumpt und das kleine Rad haben wir erstmal dran gelassen, damit der Flicken in dem anderen Rad trocknen kann. Es stellte sich dann heraus, dass er das Aboringal Rad zurückgebracht hätte, wenn wir es nicht gekauft hätten. Bei seinem teuflischen Plan, uns ein Rad (ein gebrauchtes Rad) für 370 $ anzudrehen, haben wir ihm aber leider aus Versehen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Ende haben wir dann also nur insgesamt 150 $ fürs Flicken und für einen Wagenheber bezahlt. Tja, Pech für ihn, Glück für uns. Außerdem, was komisch ist, mussten wir das Rad selbst abbauen, das Ersatzrad selbst rausholen und auch alles wieder zusammenbauen. Vielleicht war das die Rache für das Geld was ihm durch die Lappen ging.


Wir konnten aber erstmal so weiterfahren, mit dem Hinweis, nicht allzulange auf dem kleinen Rad zu fahren. Bis zu einem Roadhouse, 50 km weiter, wollten wir es aber wenigstens schaffen. Es war sowieso schon dunkel, also haben wir dann da gecampt, um am nächsten Morgen festzustellen, dass dort ein Schild stand, auf dem „No Camping“ stand. Hat trotzdem keinen gestört und wir waren ja auch schon vor 9 Uhr fertig mit zusammenbauen. Für läppische 2,50 $ haben wir nochmal Kanister und Tank vollgemacht, sind dann ein paar Kilometer gefahren um vor einem Fluss stehen zu bleiben, der ziemlich breit und auch ziemlich tief war, noch dazu mit einer doch schon starken Strömung. Mir ging das Wasser ungefähr bis unter die Kniescheibe und es hätte mir fast die Beine weggerissen. Weil wir noch nie einen so großen Fluss durchquert haben beschlossen wir, nochmal zurück zum Roadhouse und zu fragen, wie man das denn am besten angeht. „Easy“ war die Antwort von einem, der bereits am Morgen durch den Fluss kam. Einfach langsam durchfahren, fertig. Gut, wenn das so ist. Also den Allradgang rein und ab durch die Mitte. Denny hat den Fluss gut und sicher durchquert, aber trotzdem waren wir froh, als es geschafft war. Das ist wirklich aufregend und wenn man in Australien ist, dann muss man sowas einfach gemacht haben. Danach ging es weiter, einfach ohne Zwischenstopps, weil es nichts mehr gab, was wir sehen wollten bzw. was dicht dran wäre. Ein paar kleinere Flüsse, aber trotzdem interessante haben wir noch durchquert, ich habe immer die Tiefe und Beschaffenheit des Grundes geprüft, aber es war immer leicht und mit normalen Antrieb zu bewältigen. Irgendwann, diesmal wirklich mitten im NICHTS, merkte Denny wieder an, das Yoda komisch wackelt. Die Prüfung der Reifen ergab: Den kleinen Reifen hats dahin gerafft. Nicht die Auflagefläche war durchlöchert, sondern die Seiten, als wäre er explodiert. Ein paar Löcher, nicht nur eins, waren zu sehen. Damit konnte man nun wirklich nicht weiterfahren. Aber wir hatten ja den geflickten Reifen, den wir sowieso bald draufziehen wollten. Und einen Wagenheber hatten wir ja Gott sei Dank auch. Dieses mal mussten wir also selbst ran. Der Wagenheber ging aber leider nicht hoch genug, aber es lagen ja zum Glück genügend Steine in der Gegend, um damit das Rad ohne Reifen kurz zu stützen. Alles ging gut, das kleine kaputte Rad haben wir der Felge wegen mitgenommen (natürlich war das im Nachhinein unlogisch, da es ja zu KLEIN war und wir sowieso eins in der richtigen Größe wollten). Übrigens, so nebenbei, kostet es wohl 20 $ (laut dem ersten Reifentypen, dem wir das zerfetzte Rad aufs Auge gedrück haben) einen Reifen zu entsorgen (das Geld hat er uns sogar nicht berechnet). Jetzt hatten wir zwar 4 gleichgroße Räder, dafür aber kein Ersatzrad mehr. Die Angst fuhr die letzten Kilometer, es waren nicht mehr allzuviele – vielleicht 250 km -, mit, das auch noch ein 4. Reifen es nicht packt und wir dann wirklich dastehen, hilflos, allein…. verschmutzt……. Aber nach der Devise, wenn man nicht drüber spricht und dran denkt, passiert auch nichts, haben wir es geschafft. Kurz nach dem Reifenwechsel standen wir wieder vor einem noch breiteren Fluss und wohl auch vor einem, der etwas tiefer war als der vorherige. Diesmal war er nämlich so breit, dass ich ca. die Hälfte geschafft habe, in Zeitlupe, weil man schlecht vorwärts kommt mit Strömung und Flipflops, bevor ich auf einer Insel gewartet habe, Denny mit Handzeichen klar gemacht habe, dass Allrad nötig ist, da der Boden nur aus größeren Steinen bestand und der Fluss ziemlich tief zu sein schien. Auf der anderen Seite ging eine Frau mit Hunden spazieren und rief mir zu, es wäre „safe“ durchzufahren. Denny hat mich dann auf dieser Insel eingesammelt und wir hatten zwischendurch echt Angst, abzusaufen, aber Yoda hat es geschafft – den Endgegner Fluss haben wir bezwungen. Im Nachhinein habe ich im Reiseführer gelesen, dass dort Salzwasserkrokodile leben, also die großen, die auch Menschen fressen. Ich hatte die ganze Zeit ein komisches Gefühl als ich durch den halben Fluss gegangen bin, aber ich bin ja manchmal sowieso paranoid – dieses mal hat mich mein Gefühl nicht getäuscht. Aber wie man hier lesen kann, ich lebe noch und alle Gliedmaßen sind noch dran. Nur noch ein paar Kilometer, dann sollten wir auf den Highway treffen. Asphaltierte Straße fing schon vorher an, man glaubt nicht, wie froh man über Asphalt sein kann, keine Angst mehr haben muss, dass einem ein spitzer Stein zum Verhängnis wird.


Auf einer Restarea haben wir dann übernachtet, kurz vor Kununurra, unserem Ziel. Irgendwann nachts, ich glaube es war um 3 Uhr, sind wir aufgewacht durch …… DINGOGEHEULE. Man kann es sich wirklich nicht vorstellen. Vielleicht aber doch: Man liegt da also in seinem (Dach)zelt, alles ist ruhig, wirklich RUHIG, höchstens ein paar Grillen zirpen, die Nacht ist klar, man kann durch sein Zeltfenster den Sternenhimmel sehen. Und dann: Ahuuuuuu. Wie Wolfsgeheul, aber da es keine Wölfe hier gibt, waren es halt Dingos. Und von irgendwoher kam die Antwort: Ouhhhh. So ging das dann ein paar Minuten. Nichts war zu hören, außer das Heulen. Denny meinte, er hätte eine Kuh schreien gehört, aber manchmal geht seine Fantasie wohl mit ihm durch. Danach war wieder alles still, Denny fing wieder an zu schnarchen, die Grillen zu zirpen und ich lag da und habe nur darauf gewartet, knurren und kratzen zu hören. Natürlich ist nichts dergleichen passiert und am nächsten Morgen sah alles genauso aus wie am Abend zuvor, keine Blutspuren oder sonstwas. Das ist eines der Erlebnisse, die man nie vergisst und die man sich wohl auch nie vorstellen kann, egal wie gut man es erzählt. Wie im Film. Nur das wir es wirklich erlebt haben.
FAZIT: Alle, die die Gibb River Road fahren wollen sei gesagt, auch wenn man am Anfang denkt, dass es gar nicht so aufregend ist, kann es auch schnell aufregend werden. Es ist wirklich sehr wichtig, wenigstens ein Ersatzrad zu haben (am besten 4) 😉 , mindestens einen Benzinkanister, Reifenwechselwerkzeug und für den Fall des Falles genug zu trinken. Wir haben jetzt etwas mehr Verständnis dafür, das für Australier Entfernungen bis 200 km oder so als „um die Ecke“ gelten, denn die Städte Derby und Kununurra, die die Gibb River Road verbindet, liegen mal eben über 700 km auseinander. Wir haben die Einsamkeit erlebt und können mittlerweile selbst fast schon sagen, es sind ja nur noch 200 km bis die Asphaltstraße anfängt.
Die letzten 45 km am nächsten Tag verliefen ohne Zwischenfälle und wir fuhren zu der Farm, in der Hoffnung, auch bald starten zu können. Leider sagte uns der Farmer, dass wir wahrscheinlich erst in ca. einer Woche anfangen können zu pflücken und zu verpacken, die Melonen und Kürbisse sind wohl noch nicht soweit. Denny wird unter anderem auch zum Gabelstaplerfahren gebraucht. Eine Unterkunft bekommen wir nicht, also müssen wir uns irgendwas in der Nähe suchen. Aber erstmal werden wir noch in einen Nationalpark in der Umgebung fahren, weil direkt in Kununurra nicht viel ist was man machen kann und wir wahrscheinlich noch genug Zeit haben, alles was hier ist zu machen. Wahrscheinlich werden wir zum Wolfscreek Krater fahren, das liegt wieder ein paar Hundert Kilometer weit weg, aber egal. Wir haben ja Zeit. Für Leute die gerne Horrorfilme gucken, einige kennen ihn vielleicht auch: Es gibt einen, also zwei, Filme, Wolfscreek 1 und 2, die genau an diesem Krater spielen und davon handeln, das ein irrer Outbackbewohner Backpacker abschlachtet. Wir haben die Filme schonmal geguckt und ich weiß jetzt schon, dass es mir ziemlich elend gehen wird, da zu übernachten. Aber gut, wir werden einfach mit keinem fremden mitgehen oder ins Auto steigen, so wie Mutti es uns beigebracht hat. 😉 An alle die den Film nicht kennen: Kann man sich mal angucken, aber vielleicht nicht unbedingt bevor man an die Kulisse fährt.
Jetzt werde ich erstmal (Denny hat es schon hinter sich), in den Duschen, in denen gleichzeitig ein Klo ist (ich dachte sowas gäbe es nur in Malaysia), den Dreck der letzten 3 Tage abkratzen gehen.

Bis hoffentlich nächstes Mal,
viele Grüße an Ulli, der ja Geburtstag hatte 🙂

Denny und Sarah

 

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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