Geckos, überall nur Geckos (in Broome)

Hola,
nachdem wir Yoda für $ 400 wieder abholen konnten, ging die Fahrt weiter nach Broome.

Viele Roadtrains, Kühe und einen Abzweig später kamen wir auch dort an. Nach Port Hedland wäre wohl alles schön gewesen und erstmal haben wir Broome nur als kurzen Zwischenstop betrachtet. Irgendwo habe ich gelesen, wenn man einmal in Broome ankommt, bleibt man länger als geplant und so war es auch. Wir sind jetzt insgesam 1 Woche und 2 Tage in Broome geblieben. Auf einem Campingplatz mitten am Meer. Das Wasser hier ist teilweise so warm wie in der Badewanne, es ist warm bis heiß, egal ob die Sonne scheint oder es bewölkt ist und die ganze Stadt hat einen tropischen Flair, hier ist viel grün, nicht so wie in Port Hedland, wo alles nur staubig und trocken war. Obwohl Broome auch nicht größer als Port Hedland ist, sind es zwei unterschiedliche Welten. Die eine ist eine Arbeiterstadt wo keiner freiwillig bleibt, die andere eine Stadt wo viele Urlaub machen und nicht mehr weg wollen.


Wir haben uns also auf dem Campingplatz eingenistet und die Tage meistens mit Baden begonnen. Die Gezeiten hier sind extrem, wir hatten morgens das Wasser immer schön dicht am Strand, während man nachmittags bis abends kilometerweit laufen muss um schwimmen zu können. Unser Zeltnachbar hat uns erzählt, er hätte mal eines morgens ein Krokodil am Strand gesehen, aber bis jetzt wurden wir und auch sonst keiner gefressen oder angegriffen. Dafür haben wir beim baden eine kleine Wasserschlange gesehen, leider hatten wir keine Kamera dabei. Wir haben nachgeforscht und es scheint sogar eine giftige Schlange gewesen zu sein. Das war knapp 😛 Am Strand kann man viele Muscheln sammeln, aber die schönsten sind meistens bewohnt von Krebsen. Überall sieht man umherlaufende kleine und größere Muscheln, in denen kleinere oder größere Krebse wohnen. Und sonst gibt es hier überall wo es auch Wände gibt Geckos. Die hängen an den Wänden wenn es dunkle wird und „zwitschern“, man kann das Geräusch gar nicht beschreiben. Egal ob in der Dusche, auf dem Klo oder in der Küche, überall findet man einen Gecko. Etwas ungewöhnlicher, dafür ziemlich lustig war mein Fund im Waschbecken in der Campingküche – in dem Loch, wo sonst das überschüssige Wasser abläuft, saß ein großer grüner Frosch. Naja, wenns bequem ist… Und zu guter letzt sollte ich nicht vergessen Bodo zu erwähnen, unser kleiner Hausdrache. Bodo ist auch eine Echse, etwas größer und in den ersten Tagen kam er immer an unseren Campingplatz, als ob es sein Revier wäre, deswegen haben wir ihn getauft. Jetzt haben wir Bodo allerdings schon einige Tage nicht gesehen….


Eigentlich wollten wir am 3. Tag schon weiter fahren, nach Derby. Auf gut Glück und ohne wirkliche Hoffnung sind wir kurz hinter der Stadt auf eine Farm gefahren und es war tatsächlich gerade jemand draußen. Weil er uns schon gesehen hatte und es doof wäre, einfach wegzufahren, haben wir ihn gefragt ob er weiß ob es irgendwo Arbeit gibt. Zufällig geht jetzt die Zeit los, in der genau diese Farm Arbeiter braucht, aber leider war der Chef gerade nicht da, so haben wir unsere Nummern da gelassen und er wollte sich in ein paar Tagen melden. Einerseits hatten wir dann einen Höheflug, andererseits ahnten wir schon, dass ein australisches „ich melde mich in ein paar Tagen“ auch einfach nichts bedeuten kann. Trotzdem (Broome gefiel uns ja sowieso) sind wir dann zurück in die Stadt gefahren und geblieben. Die Zeit haben wir uns mit einem Kayakausflug auf den Ozean vertrieben, wo wir an einem Strand mit der Gruppe ein Krabbenrennen (mit oben beschrieben Krabben) gemacht haben, leider haben wir nicht gewonnen. Der Ausflug war schön. Es gibt hier in Broome 3 verschiedene Veranstalter für Kamelritte und ich wollte gerne auf so einer Kamelfarm arbeiten, aber leider brauchen sie keine Helfer. Einen Ausritt haben wir nicht gemacht. Den Sonnenuntergang, den man sich vom Kamelrücken aus angucken kann, haben wir uns schon ein paar Tage vorher vom Strand aus angeguckt. Echt toll!

Dafür haben wir eine andere Tour gemacht: Die Horizontalwasserfälle. Es gibt nur 2 davon und die sind beide hier. Mit einem Wasserflugzeug sind wir von Broome bis zu einem Hausboot mitten in einer, so wirkte es, andere Welt geflogen. Es gab nur Wasser und Berge die aus dem Wasser kamen. Es kam einem vor, als wäre man wirklich ganz woanders. Das Wasser ist türkis bis tiefblau, wie im Katalog und Fernsehen. Wir sind auf dem Wasser gelandet und es gab erstmal Frühstück nach Denny´s Geschmack – Bacon, Ei und Brötchen = ein Burger. Da im Wasser auch einige Tiere leben, zum Beispiel Haie, gab es hier auch einen Haikäfig. Wir sind also in einen großen Käfig der im Wasser ist gestiegen und einer der Mitarbeiter hat etwas Brot ins Wasser geworfen. Erst kamen nur wirklich riesige Fische, wie man sie nur von Sealife kennt, aber dann kamen auch die Haie. Es waren wirklich ziemlich große Ammenhaie und wir waren schon froh das zwischen uns und ihnen ein Gitter war. 20 Stück leben da in diesem Wasser, 5 Stück waren bei uns. Gefährlich für Menschen werden sie wohl nur wenn man sie provoziert, aber trotzdem möchte ich meine Hände oder Füße nicht zwischen deren Zähne sehen. Wir waren zum Glück eine kleine Gruppe von 7 Leuten, so konnten wir die ganze Zeit die Haie sehen und durften ihnen auch was zu Fressen reingeben. Nach dem Erlebnis mit den Haien ging es in ein Speedboot um die horizontalen Wasserfälle zu durchfahren. Auch das hat ziemlichen Spaß gemacht und man sieht und macht sowas ja nicht alle Tage. Danach ging es wieder mit dem Wasserflugzeug zurück nach Broome, über schöne Buchten und traumhafte Strände. Leider ist die Tour ziemlich teuer und das einzige was uns gestört hat war, dass alles ein bisschen gehetzt war. Alles sollte am liebsten schnell gehen, schnell baden, schnell essen, schnell ins Flugzeug. Bis auf diesen Punkt war die Tour aber echt schön. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, einen Tag vorher hat es noch geregnet und ein bisschen gewittert, aber am Tourtag war nur etwas Wind und es war bewölkt. Ist aber auch mal angenehm nicht den ganzen Tag zu schwitzen.


Während wir auf der Tour waren, hatten wir keinen Empfang, umso überraschter waren wir, als wir später entdeckten, das uns jemand was auf die Mailbox gesprochen hatte. Ein Farmer hat sich gemeldet, nicht der, auf den wir gewartet haben, sondern von einer Farm in Kununurra, weiter im Norden. Wir haben uns da mal beworben und auch 2-3 mal nachgefragt, weil uns diese Farm sympatisch vorkam. Es hat sich gelohnt, nächste Woche können wir dort anfangen. Wir sind schon gespannt wie ein Flitzebogen, mal sehen was Farmarbeit hier heißt. Heute ist Montag und wir wollten eigentlich bis Mittwoch bleiben (und dann bei dem anderen Farmer nochmal nachhaken), aber jetzt fahren wir einen Tag früher los. Morgen geht es dann also auf die „Gibb River Road“, wo man über richtig schön schreckliche Straßen und durch Flüsse fährt (wir hoffen es ist nicht überschwemmt wegen dem Regen) und nach Kununurra.

 

Bis nächstes Mal,
viele Grüße an Franzi.

Denny und Sarah

 

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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