Alles erledigt in Perth

G´day mates!
Wir sind jetzt schon 2 Wochen in Perth, 1 Woche haben wir hier noch – reicht dann auch. Wir haben uns jetzt so ziemlich alles was es hier gibt angeguckt. Ohne Auto ist es etwas schwierig weiter weg zu kommen, bzw. liegen die Sehenswürdigkeiten außerhalb Perth´s mal eben ein paar Hundert Kilometer weit weg. Unser Auto bekommen wir übrigens morgen Vormittag, der Check war so weit in Ordnung, ein paar Reparaturen müssen noch gemacht werden, aber dann sind wir startklar für unseren Roadtrip. Was es in der Stadt gibt, sind eigentlich nur Parks, Shoppingcenter, hübsche, alte Häuser und den Belltower, ein etwas höheres Gebäude, in dem die älteste Glocke Großbritanniens ist und wo man Liebesschlösser dran hängen kann. Das haben wir aber nicht gemacht, unser Schloss hängt schließlich in Köln 😉
Wir waren letzten Samstag hier beim Fußball, das war ja Dennys großes anliegen. Ein Topspiel: Perth Glory gegen Wellington Phönix (Neuseeland), 2. gegen 3. Fußball ist hier anders als in Deutschland, nicht nur, weil es nur Sitzplätze gibt (es gibt ein paar wenige Stehplätze, nicht der Rede wert), sondern auch die Stimmung und Atmosphäre ist ganz anders. Ist man von zuhause laute Gesänge, Choreographien und Bier gewohnt, findet man hier ein paar „Ultras“, wenn man das so sagen kann, die 5 Fahnen haben und singen. Bier ist sehr teuer und die meisten trinken vill. 1-2 und das in der Halbzeit, kaum einer steht während des Spiels auf und holt sich was zu trinken. Das die Australier nicht so Fussballbegeistert (besonders die Westküste) sind, wussten wir schon, die Fussballhauptstädte befinden sich hier eher im Südosten (Melbourne, Sydney, Adelaide) – da soll die Stimmung und Atmosphäre ähnlich wie in Europa sein – man darf also gespannt sein. Am Ende hat dann leider Neuseeland gewonnen 😦


Sonst gehört Fremantle noch zu Perth,ca. 20 min. mit dem Zug vom Zentrum, da gibt es viele Häuser die noch von den ersten Siedlern gebaut wurden und echt hübsch aussehen, eine typische Straße mit Geschäften und Cafes und einen Markt in einer Halle, der immer am Wochenende ist. Letztes Wochenende waren wir da, sind durch die Straßen geschlendert und haben uns den Markt angeguckt – war nicht so toll wie die Märkte in Kuala Lumpur, aber ok. Außerdem steht in Fremantle ein altes Gefängnis das man sich angucken kann, auch aus der Zeit der ersten Sträflinge die an der Westküste ankamen. Es gibt verschiedene Führungen, auch Nachtfürhungen. Da es aber bei uns nachmittags war, haben wir eine Führung über spektakuläre Ausbrüche mitgemacht. Es war interessant sich das ganze anzugucken und dank Audioguides auf Deutsch konnten wir auch etwas über die Geschichte erfahren.

Wo wir gerade beim Thema sind: Es ist nicht ganz einfach die Australier zu verstehen. Es ist doch ein ziemlicher Unterschied zu dem Englisch, was wir in der Schule lernen. Vieles wird anders ausgesprochen, zum Beispiel das „a“ wir eher wie „ai“ ausgesprochen oder „i“ wie „oi“ – Beispiel: Mate oder I (ich). Wir würden sagen „Mäte“,Australier sagen „Maide“, wir sagen „Ei“, die sagen „Oi“, das ganze dann etwas langgezogen und ausgedehnt. Das führt dazu, das die Leute auch bei uns öfter nochmal nachfragen, was wir gesagt haben. Wenigstens gleicht sich das somit aus, wir verstehen sie nicht und sie uns nicht 😀 Aber wir sind zuversichtlich, dass das eher ein kleineres Problem ist und wir auch bald besser kommunizieren können.
Ein größeres Problem für mich ist das telefonieren – ich hab es schon in Deutschland so gut es ging vermieden irgendwo anzurufen und jetzt muss ich es wohl oder übel machen und das auch noch auf Englisch. Da wir jetzt ein bisschen auf Jobsuche sind, konnte ich mich ganze 2x überwinden irgendwo anzurufen, Denny hat schon ein bisschen öfter telefoniert, gesteht im Nachhinein aber meistens, das er fast nichts verstanden hat.

Apropos Jobsuche: Um hier auf dem Bau oder überhaupt im Handwerk zu arbeiten, braucht man eine Lizenz, die sogenannte White Card (hier braucht man sowieso für ALLES irgendeine Karte oder Lizenz). Man kann sie online oder persönlich in einem Kurs machen. Die Kosten hierbei unterscheiden sich extrem – so zahlt man online ca. 39 $ und für den Kurs blättert man an die 100 $ hin. Ist schon ein riesen Unterschied, so hat Denny sich für den Onlinekurs entschieden. Man braucht nur eine Kopie von seinem Pass, der von einer offiziellen Person unterschrieben sein muss (Person of Peace…. – die sitzen z.B. in der öffentlichen Bibliothek in Perth), die muss man dann dahin mailen. Man hat alle Zeit der Welt, kann zwischendurch aufhören und irgendwann später weitermachen. Eigentlich ist dieser Kurs ganz einfach, Denny meinte, es wäre wie in Deutschland eine Belehrung zur Arbeitssicherheit, die man 1x im Jahr machen muss. Da das ganze auf Englisch ist und man versuchen sollte, auch auf Englisch durchzusehen, war es aber doch eine kleine Herausforderung. Man muss 3 verschiedene Tests machen – einmal bekommt man Fragen und muss die Antworten anklicken, dann werden Fragen gestellt und man muss in eigenen Worten die Antworten aufschreiben und der 3. Test ist übers Telefon, da wird einem eine Situation vorgelesen und man muss dann auf die Fragen, die einem der Prüfer stellt, antworten. Fällt einem dann das richtige Englische Wort nicht ein ist es schlecht, man muss dann nochmal den ganzen mündlichen Test von vorne machen – so geschehen wegen dem Wort für Feuerlöscher, das vergessen wir bestimmt erstmal nicht mehr. Außerdem sollte man darauf achten, das wenn man zu 2. am Hörer hängt, der Prüfer das nicht mitbekommt. 😉 Am Ende ging alles gut, Denny hat alles gut bestanden und seine White Card schon 1 Tag nach dem Test in der Hand gehalten. Ich werde die White Card vielleicht auch machen, aber erstmal will ich sehen ob ich sie überhaupt brauche.

Heute hatte Denny dann auch seinen ersten Job – beim Umzug eines Büros helfen. Er war 9 Stunden da und wurde mit 22 $/h bezahlt. Wir finden – haben allerdings keinen Vergleich – dass das gar nicht schlecht ist. Bekommt man in Deutschland auch soviel für einen Hilfsjob? Nächsten Freitag hilft er dann nochmal bei einem privaten Umzug, da bekommt er dann 15 $/h (Cash). Ich habe noch nichts in Aussicht, was einerseits daran liegt, das Perth für Männer echt gut ist, weil viel handwerkliches und auf dem Bau gesucht wird, aber ein bisschen liegt es auch an mir, weil ich jetzt nicht so richtig Lust habe, irgendwo ein Haus zu putzen…….. 😉 Im Laufe nächster Woche haben wir dann ein Vorstellungsgespräch zusammen, wo wir beide für die Autovermietung Hertz arbeiten können. Uns wurde gesagt, wir kriegen Unterkunft (2 Zimmer Villa, möbliert und Auto um zur Arbeit zu fahren – klingt doch super) für umsonst. Bezahlung ist dafür, dass wir dann keine Ausgaben haben, gut. Der einzige Haken ist, dass eine Mindestdauer von 3-4 Monaten gewünscht wird. Mal sehen, eigentlich wollten wir nicht länger in Perth bleiben.

Übrigens, so nebenbei, haben wir rausgefunden, das man in der staatlichen Bibliothek für umsonst ins Internet kann, entweder mit seinem Gerät per W-Lan oder man muss sich anmelden und bekommt dann hier einen PC. Echt gut, so sparen wir uns die 15 $ pro Woche, die uns das Hostel abknüpft.

Also dann, man liest sich.
Dieses Mal geht der besondere Gruß an unsere Muttchens :-*
Denny & Sarah

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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