Selamat datang Kuala Lumpur – Herzlich Willkommen in Kuala Lumpur

Selamat tengahari (guten Tag) aus Kuala Lumpur! (5.3. – 8.3.)

Nachdem wir den Flug (11:45 h, 10781 km) bis auf einen furzenden, besoffenen Osteuropäer gut verbracht haben (Erinnerung: Malaysia Airlines) – gutes Essen, viel Platz + Beinfreiheit (sogar für Denny), gutes Entertainmentprogramm (neue Filme die bei uns gerade mal bei Sky Select laufen), hübsche und nette Stewardessen, Flieger war nicht voll besetzt (haben wohl viele noch Schiss) – kamen wir also in Kuala Lumpur an.

Der Flughafen ist übersichtlich und man findet leicht den Weg zu seinem Ziel. Unser Ziel war der KLIA Express – ein Zug, der vom Flughafen direkt zum Hauptbahnhof ohne Stop fährt, in 33 Minuten. Kosten: 70 RM (Ringgit Malaysia), ca. 17 Euro, für uns beide. Sieht vielleicht für einige auf den ersten Blick viel aus, aber wo in Deutschland kann man solange für so einen Preis Bahn fahren? Mir fällt nichts ein. Jedenfalls kamen wir dann am Hauptbahnhof an und ich war ziemlich müde und kaputt, im Flugzeug kann ich meistens nicht schlafen. Denny schien das blühende Leben zu sein. Jetzt wussten wir leider nicht wohin, nur dass das Hotel in der Nähe ist. Wir gingen raus und konnten es sogar sehen, nur leider waren wir eine Straße über der Straße, wo wir langgehen mussten. Es gab keine Treppe, ein Taxifahrer erklärte uns, dass wir auf die andere Seite eines Kaufhauses mussten. Leider war dieses Kaufhaus noch zu und sollte erst in 3 Stunden öffnen. Deswegen gingen wir einfach in das dazugehörige Parkhaus, wo uns dann ein netter Securitymann den Weg durch das verschlossene Center ermöglichte. Also konnten wir den Lift benutzen, nach unten fahren und waren auf der Straße wo wir hinmussten. Insgesamt hat die ganze Aktion vielleicht 20 – 30 Minuten gedauert, aber als wir im Hotel ankamen und ich den Rucksack abnehmen konnte, war das eine echte Erlösung. 17 Kg ist eben doch nicht so einfach zu schleppen wie gedacht – das Handgepäck zählt da noch nicht dazu. Nach dem Check-In haben wir uns erstmal hingehauen und ein paar Stündchen geschlafen. Danach haben wir uns unsere nähere Umgebung zu Gemüte geführt, nebenbei Little India gefunden – ein Stadteil, wo viele Inder leben und es viele Indische Lebensmittel und Geschäfte gibt. Wir haben uns das ein bisschen hübscher und irgendwie anders vorgestellt, also vom Hocker gehauen hat es uns nicht. Interessant sind die ganzen kleinen Tempel die in der Stadt sind, wir sind im Stadtteil Brickfields. Hier sind viele Moscheen und teilweise stehen Chinatempel, Buddhistentempel,Moscheen und Kirchen nebeneinander – teilweise sind sogar die Gebetszeiten gleich. So konnten wir innerhalb 10 Metern erst bei einem Buddhisten(?)gebet zugucken und dann bei einem Muslimischen. Übrigens sind die meisten Leute in KL Moslems, wer hätte das gedacht? Diese ganzen Gebetshäuser stehen zwischen Luxushochhäusern und kleinen, klapprigen, alten Hütten. Man sieht, hier gibt es scheinbar nur Arm und Reich, zumindest in der Stadt direkt. Während wir so langschlenderten kamen wir wieder an dem Kaufhaus vorbei, welches morgens verschlossen war und zufällig fing es plötzlich an zu gewittern und zu regnen wie aus Eimern. Wieder war dieses Kaufhaus unsere Rettung. Auf 8 Etagen kann man sich gut die Zeit vertreiben und nebenbei das ein oder andere Schnäppchen machen, denn hier sind die meisten Klamotten richtig billig. So sind wir jetzt um ein paar Flip Flops reicher 😉 Wo wir gerade beim Thema billig sind: Auch das Essen und Trinken ist im Vergleich zu unseren gewohnten Preisen richtig günstig. So kann man hier für umgerechnet 20 Euro eine Vorspeise, Hauptgericht und frisch gepresste Fruchtshakes kriegen – wohlgemerkt für uns beide. Getränke im Supermarkt sind sogar noch billiger – 15 Cent für ein Wasser zum Beispiel. Dafür kostet Schokolade hier soviel wie eine ganze Mahlzeit. Bier und Alkohol allgemein sind im Vergleich zum Essen und Unalkoholischem teuer, Zigaretten dagegen kann man sich gut leisten wenn man will.

Tag 2 beginnt mit dem äußerst „leckerem Frühstück“ – Chinanudeln, Spiegeleier von einer Seite bisschen angebraten, Würstchen, Chicken Nuggets, Baked Beans, Reis, irgendein schleimiges Süppchen (Gries oder so), frisches Obst, Toast, Erdbeermarmelade und Butter. Wer uns kennt, kann sich denken wer was gegessen hat. Danach machten wir uns auf den Weg (bei ca. 43 °) zu dem Kuala Lumpur Tower. Man kann ihn sehen, findet aber den Weg einfach nicht. Wenn man einmal falsch abbiegt, steht schon der nächste Wolkenkratzer wieder davor und/oder man findet was, was man sich ja vorher nochmal angucken kann. Zum Beispiel Chinatown. Wir haben von Chinatown eigentlich nur die berühmte Straße mit den ganzen Verkaufsbuden gesehen, ist bestimmt im dunkeln total cool, weil überall (übrigens in der Stadt verteilt auch) kleine und große rote Lampions hängen. Im hellen ist auch dieser Stadtteil nicht soooo spektakulär wie erhofft. Schnäppchen kann man dort aber trotzdem machen, es gibt alles was das Fälscher Herz begehrt: Schuhe, Sonnenbrillen, Taschen…. Danach gings weiter, auf der Suche nach dem Turm. Statt diesen fanden wir den Central Market, eine MUST SEE ATTRACTION laut Stadtplan. Also rein ins klimatisierte, alte Gebäude. Das fand ich ganz cool, Dennys Fall war es eher nicht so. Eigentlich auch nichts anderes als ein großer Markt überdacht, mit typischer Musik im Hintergrund, man kann alles mögliche kaufen, z.B. Kunsthandwerk, Schmuck, Haremshosen. Da habe ich natürlich gleich zugeschlagen, ich hab ja schließlich noch ein bisschen Luft nach oben bis die 30 KG erlaubten Gepäcks erreicht sind. Als wir da fertig waren, sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geirrt, mittlerweile den Turm aus den Augen verloren. Da fanden wir endlich das, wonach ich schon lange Ausschau gehalten habe – den GRATIS BUS 😀 Es gibt 4 verschiedene Buslinien (rot, blau, grün, lila), die in einem Kreis und nur in eine Richtung verschiedene Routen fahren. Ganz zufällig fuhr dieser gefundene Bus dahin, wo wir hin wollten – zum Turm. Der ganze Bus ist klimatisiert und man kriegt nen Schlag wenn man einsteigt, aber gut. Außerdem hat er freies WLAN. Wo gibts sowas bitte – ein gratis Bus mit gratis WLAN. Da können sich einige Länder was abgucken. Angekommen am Turm, ging es einen ziemlich steilen Weg bergauf, zum Glück gab es hier auch wieder einen Gratis-Shuttel. Kaum ausgestiegen, fing uns gleich eine nette Dame ab und erklärte uns, dass es 69-99 Ringgit kostet um auf den Turm zu fahren. Da es hell war und damit auch ziemlich diesig und dunstig, fanden wir nicht, dass es sich lohnt soviel Geld auszugeben und haben es sein lassen. Dafür haben wir aber eine andere coole Sache entdeckt und zwar eine Hängebrücke die durch ein kleines Stück Wald ging. Die ganze Sache war noch im Bauprozess, es soll wohl noch ein Campingplatz dahin, aber trotzdem schön. So kamen wir dann wieder den Berg runter, mit Sicht auf Hochhäuser und Urwaldbäumen. Dann sind wir wieder mit unserem tollen neuen Gratisbus durch die Stadt gefahren bis das allabendliche Regen- und Gewitterwetter eingesetzt hat, welches wir uns wieder in einem Kaufhaus vertrieben haben. Zufällig fanden wir dann auch endlich das Wahrzeichen KL´s – die Petronas Towers. Zum Glück war es schon dunkel, so sah das ganze echt spektakulär aus. Die größten Zwillingstürme der Welt, 452 m hoch. Ist schon beeindruckend wenn man davor steht. Auch da kann man wohl hochfahren, aber damit haben wir uns nicht weiter beschäftigt. Als wir den Mund wieder zugeklappt haben, wollten wir mit dem Bus zum Hotel. Also ewig gewartet, eingestiegen, nur damit uns der Busfahrer nach 5 Metern Fahrt fragt, wohin wir wollen und das er uns jetzt hier mitten in der Stadt rauslässt und wir zu einer anderen Bushaltestelle gehen sollten. Was das sollte wissen wir nicht, jedenfalls hat uns der Bus an der besagten Haltestelle gekonnt ignoriert, sodass wir ein Taxi genommen haben. Auch das kann man sich sehr gut mal leisten.

Tag 3: Frühstück und dann ab in die Bahn zu den tollen Batu Caves. Bahnfahren ist mit einer normalen S-Bahn richtig billig. Jede Bahn hat extra Frauenabteile. Gibts auch nicht überall. Die Batu Caves sind ca. 30-45 min. vom HBF entfernt. Da gibt es Tempel zu sehen, die in einer riesen Felshöhle sind, das ist auch echt fazinierend gewesen. In einer der Höhlen kann man eine Führung mitmachen, dort ist es ganz dunkel, man bekommt kleine Taschenlampen und der Guide erklärt einem viele Dinge über die Entstehung und die Tiere die in der Höhle leben. Wenn man da drin alle Lampen ausmacht, sieht man die Hand vor Augen nicht – da kriegt man echt Schiss. Überall an der Decke hängen Fledermäuse, man sieht sie nicht, aber hört sie. Wir haben für beide 70 Ringgit bezahlt, wir fanden, dass es sich gelohnt hat, sowas macht man ja nicht alle Tage. In einer anderen Höhle sind buddhistische Figuren und eine sehr lange, steile Treppe, ganz oben ist ein heiliger Stein. Um zu der letzten Höhle zu kommen, geht man an einer riesgen goldenen Statue eines Hindugottes vorbei und 272 Treppen hoch. Hier gibt es viele Affen, man kann für sie auch Nüsse kaufen, haben wir aber nicht gemacht. Die Äffchen sind so frech, wenn man einmal nicht hinguckt, schnappen sie einem die Sachen aus der Hand (in meinem Fall eine Getränkedose). Ich finde das ja total toll und niedlich, aber das ist sicher nicht jedermanns Fall. Ich könnte stundenlang da sitzen und die Affen beobachten. Hach ja….      Naja, wenn man oben angekommen ist, ist auch da wieder eine Höhle mit einem Tempel und ein paar Figuren und Schreinen, außerdem Souveniershops. Dort wo der Tempel steht, scheint Licht von oben rein, das sieht echt toll aus. Wir finden, wenn man in Kuala Lumpur ist, muss man sich das auf jeden Fall angucken. Nach dem Tempelbesuch haben wir noch einen Blick in den Botanischen Garten geworfen, ein riesen Park, mitten in der Stadt. In dem Park befindet sich ein Schmetterlingspark und ein Vogelpark, beide haben wir nicht besucht. Was aber am allerbesten ist, auch hier liefen Affen rum. Man bedenke: Der Park ist mitten in der Stadt, voller Regenwaldbäume und es gibt Affen. Ich sage nur: AFFENGEIL!  😀

Das letzte was wir vor dem schlafen gehen gemacht haben, war einen Weg vom Bahnhof zum Hotel zu suchen und siehe da – ganz einfach. Ohne durch geschlossene Kaufhäuser spazieren zu müssen 😉 Morgens sind wir dann in aller hergottsfrühe wieder mit dem KLIA Express zum Flughafen gefahren und um 9.30 war Abflug. Es ist wirklich gut schon rechtzeitig (mind.2h) vorher da zu sein, weil wir an einer ewigen Schlange standen bis wir unser Gepäck abgeben konnten. Also gelangweilt haben wir uns dort nicht.

Nächste Station ist dann also Perth und dann haben wir unser vorläufiges Ziel erstmal erreicht 🙂

Selamat tinggal (auf Wiedersehen) Denny und Sarah

Ab nach Perth

Ab nach Perth

 

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Über Denny und Sarah

Moin, moin! Wir berichten in unserem Blog regelmäßig über unser großes Abenteuer - Work and Holiday in Australien. Wir sind beide Mitte 20 und haben bzw. hatten alles was man so hat : Job, Wohnung, Auto, Hund... Das alles aufzugeben ist ein großer Schritt und wir behaupten mal, alleine die Entscheidung unseren Traum wirklich durchzuziehen ist viel schwerer, als wenn man frisch aus der Schule kommt und "noch nichts hat". Wir berichten über alles so aktuell wie möglich und versuchen nicht so langweilig zu schreiben, damit hier auch gerne mitgelesen/mitgefiebert wird. ;) Wir wünschen euch viel Spaß beim mitlesen und über Feedback freuen wir uns auch. Solltet ihr Fragen oder Anregungen haben, schreibt uns gerne eine Nachricht. Liebe Grüße aus Lübeck Denny & Sarah
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